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19.07.2007Berufliches Spektrum erweitert!Erste Absolventen schließen Studiengang "European Master of Science in Epidemiology" abWoher kommen Erkrankungen? Wie häufig treten sie auf? Warum gerade diese Krankheit an jenem Ort? Stehen Ernährung, sozialer Status, Stress, oder Chemikalien in Zusammenhang mit einer Krankheit? Nach nur rund zweijähriger berufsbegleitender Studienzeit können nun die ersten beiden Absolventen des Studienganges „European Master of Science in Epidemiology“, Lamya Yousif und Sascha Al-Dahouk, dazu beitragen diese und viele weitere Fragen beantworten. Ein breites berufliches Spektrum mit vielfältigen Berufschancen steht den Absolventen in Forschungsinstituten, Universitäten, klinischen oder pharmazeutischen Einrichtungen sowie Behörden nicht nur in Deutschland offen. Der Studiengang „European Master of Science in Epidemiology“ wird in Deutschland bislang nur vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angeboten. Er ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und gliedert sich in sechs Pflicht- und vier Wahlmodule. Dabei stehen unter anderem Schwerpunktfächer wie Biometrie und Epiodemiologie und Wahlmodule wie beispielsweise Strahlen-, Krebs- und Herz-Kreislauf-Epidemiologie ebenso auf dem Stundenplan wie Gesundheitsökonomie und Gesundheitsberichterstattung. Die Studienzeit beträgt zwei Jahre, überwiegende Unterrichtssprache ist Englisch. Ziel ist es gesundheitliche Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene sicher zu analysieren, sowie Studien zu planen, durchzuführen und deren Ergebnisse umsetzen zu lernen. Das Studium führt zum international anerkannten Abschluss des „Master of Science in Epidemiology“. „Dass das Meiste unseres medizinischen Wissens auf epidemiologischen Daten beruht war mir durch mein bereits abgeschlossenes Medizinstudium bekannt, aber was sich tatsächlich dahinter verbirgt, welche Bedeutung daraus hervor geht und welche Verantwortung man mit der Veröffentlichung von Studienergebnissen trägt, wurde mir erst während dieses Studienganges richtig bewusst“, erklärt der erste Absolvent des Studiengangs, Sascha Al-Dahouk. „Dieses Wissen motiviert nun natürlich auch und macht neugierig. Bislang gab es in meiner medizinischen Tätigkeit „nur“ die Medizin und von Patient zu Patient wurden die individuellen Daten erfasst. Durch das Studium ist man flexibel und der Blickwinkel ist ein anderer geworden. Man integriert die ganzheitliche Betrachtung von Gegebenheiten und zieht Vergleiche zwischen Patienten und Daten im Arbeitsalltag. So können wir auch selbst zu neuen Ergebnissen und Erkenntnissen beitragen“, ergänzt die zweite erfolgreicheAbsolventin, Lamya Yousif. Sie hatte ein Stipendium vom Deutsch-Akademischen-Austausch-Dienst (DAAD) erhalten. „Wir freuen uns sehr, dass die ersten Absolventen den Studiengang nun erfolgreich abgeschlossen haben“, erklärt die Studienkoordinatorin Dr. Hiltrud Merzenich vom Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik. „Der Bedarf an geeignetem und gut ausgebildetem Personal in diesem Bereich ist groß. Daher bieten wir auch Interessenten die Möglichkeit als Gasthörer an Modulen teilzunehmen und ein Zertifikat zu erwerben.“ Aktuelle Veranstaltungshinweise und Allgemeine Informationen gibt es auf der Homepage des Studienganges. Druckversion |
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| Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 20.07.2007 |
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