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  23.08.2007

Lesen hilft genesen

Patientenbücherei der Uniklinik feiert 25-jähriges Bestehen

„Lesen macht Spaß oder Lesen hilft genesen“ – unter diesem Motto gehen seit 1982 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenbücherei auf die Stationen der Mainzer Uniklinik. Das Ziel von damals ist auch heute noch aktuell: kleinen und großen Patienten für Augenblicke den Aufenthalt im Klinikum zu erleichtern und Ängste vergessen zu lassen, sei es durch einen Besuch oder durch ein hilfreiches Gespräch. Was sich seither allerdings verändert hat, sind die Anfragen und die Wünsche der Patienten sowie das stetig wachsende Medienangebot der Bücherei selbst. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die hohe Kompetenz der Mitarbeiterinnen. Mittlerweile ist die Patientenbücherei der Mainzer Uniklinik die größte derartige Bibliothek in Rheinland-Pfalz und zählt somit gleichzeitig zu den größten im ganzen Bundesgebiet – heute feiert sie ihr 25-jähriges Jubiläum.

Waren es zu Beginn eine Schreibmaschine, ein alter Schrank voller Bücher und sechs Mitarbeiterinnen, so gehören mittlerweile rund 8.000 Bücher, Zeitschriften, CD’s, Kassetten, Recorder, Spiele und Lesehilfsgeräte zum Sortiment der Patientenbücherei am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die verschiedenen Medien können entweder direkt in der Bibliothek ausgeliehen werden oder für Patienten, die nicht mobil sind bieten Mitarbeiterinnen der Bücherei einmal pro Woche auf den Stationen eine Auswahl auf einem mobilen Bücherwagen an. Das Angebot variiert dabei je nach Station und wird somit an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst. Von Pippi Langstrumpf, über die Bibel bis zum Krimi, vom Heimatroman bis zu moderner und anspruchsvoller Literatur sowie von Belletristik bis hin zu Sachbüchern aus den verschiedensten Gebieten ist in zwölf Sprachen alles dabei. Träger der Patientenbücherei an der Mainzer Uniklinik ist der Deutsche Evangelische Frauenbund Mainz.

„Über 650.000 Ausleihen im Laufe unserer 25-jährigen Arbeit kennzeichnen den Erfolg. Das heißt, dass bei dem aktuellen Bestand dieser vier Mal im Jahr umgeschlagen wird. Dabei ist die Bücherei immer ein Kommunikationszentrum, ein gelebtes Stück der viel zitierten ‚Humanität im Krankenhaus’. Dies haben wir nicht nur unserem vielfältigen Angebot zu verdanken, sondern auch unseren 35 ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt die Mitbegründerin der Patientenbücherei und Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Frauenbundes Mainz, Ingeborg Zohlnhöfer, den Erfolg des Konzeptes. „Am hiesigen Universitätsklinikum haben wir dabei für unsere Arbeit immer gute Bedingungen vorgefunden und wurden stets vom Klinikvorstand unterstützt.“

Neben dem Medienangebot zählt in dieser Bücherei aber vor allem der Mensch: Vorraussetzung für die Mitarbeit sind seelsorgerliche und bibliothekarische Kenntnisse, gepaart mit fachlicher Kompetenz. So findet für die Mitarbeiterinnen einmal im Monat neben der Besprechung der bibliothekarischen Fragen eine Vorstellung und Diskussion neuer Bücher, unter der Berücksichtigung der Eignung für kranke Menschen, statt. Auch gibt es das Angebot für Supervisionen und die Fortbildung in der Gesprächsführung im Umgang mit den Patienten sowie eine theologische Begleitung für die Mitarbeiterinnen der Bücherei.

„Die Patientenbücherei ist hier an der Uniklinik zu einer festen Institution geworden. Sie unterstützt nicht nur den Patienten selbst, sondern auch ein Stück weit unsere pflegerische Tätigkeit. Der Patient hat durch das Gelesene oder das Gehörte wieder etwas mehr zu erzählen. Dies ist gerade für Patienten, die länger hier sind sehr wichtig. So hilft das Lesen tatsächlich genesen“, würdigt die Pflegedirektorin des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Dagmar Kaiser, die Tätigkeit und das Engagement der Mitarbeiterinnen der Patientenbücherei.



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Caroline Hänsch
Pressestelle Universitätsklinikum
Tel +49 6131 17-7424
Fax +49 6131 17-3496
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