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  31.08.2007

Richtfest der neuen Hochschule für Musik

Bezugsfertig im Herbst 2008

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz kann sich über eine "maßgeschneiderte" neue Hochschule für Musik freuen, die hohen Ansprüche genügt und ihrer "herausgehobenen Stellung im Land gerecht wird". Das sagte der rheinland-pfälzische Finanzminister Prof. Dr. Ingolf Deubel beim Richtfest in Mainz. Deubel zeigte sich zuversichtlich, dass der Kostenrahmen von 13 Millionen Euro eingehalten werden könne. Im Herbst 2008 soll das Gebäude bezogen werden.

Das neue dreigeschossige Gebäude besitzt einen U-förmigen Grundriss. "Gegliedert ist der Bau in einen 'Laut'- und in einen 'Leise'-Trakt", sagte Deubel. Im Laut-Trakt befinden sich die Übungsräume, die durch besondere raumakustische Maßnahmen stark gedämmt sind. Im gegenüberliegenden Leise-Trakt sind Tonstudio, Verwaltung und Bibliothek untergebracht. Im Zentrum der Anlage befindet sich der Konzertsaal für 220 Zuhörer mit Foyer und offener Haupttreppe. Die kleinere Studiobühne für experimentelle Musikprojekte und weitere Ensembleräume liegen im Obergeschoss.

Mit 440 Studierenden ist die Mainzer Hochschule für Musik die einzige Musikhochschule in Rheinland-Pfalz. Sie ist einer der wichtigsten regionalen und überregionalen Konzertveranstalter und gehört zu den wesentlichen Kulturvermittlern im Land.

"Der Neubau der Hochschule für Musik war eine bauliche Notwendigkeit. Besonders freut uns auch die Unterbringung auf dem Campus", sagte Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität. "Die Integration der Musikhochschulausbildung in eine Universität ist einmalig in Deutschland, sie spiegelt sich auch in vielen fachübergreifenden Einrichtungen und Projekten wider. Der neue Standort fördert die bereits vorhandene Vernetzung mit anderen Fächern. Wir erwarten wegen der Konzerte eine deutliche Belebung des Campus in den Abendstunden."

Prof. Dr. Jürgen Blume, Rektor der Hochschule für Musik, sagte: "Ich freue mich, dass wir nur zehn Monate nach dem ersten Spatenstich das Richtfest für den Neubau der Musikhochschule feiern können. In Gedanken richten sich die Kolleginnen, Kollegen und die Studierenden angesichts des fertigen Rohbaus schon die künftigen Büros und vor allem Unterrichts- und Übräume ein. Ich bin allen am Bau Beteiligten sehr dankbar, dass der Zeitplan des Bauvorhabens von Anfang an eingehalten wurde."

Geplant und gebaut wird die Hochschule für Musik von der Niederlassung Landau des rheinland-pfälzischen Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). Holger Basten, stellvertretender Geschäftsführer des LBB, zeigte sich sehr zufrieden damit, dass das Projekt "sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen" liege: "Für uns vom Landesbetrieb LBB ist dies von besonderer Bedeutung, weil es eines der ersten Projekte ist, das wir in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen im Mieter-Vermieter-Modell umsetzen." Die Hochschulimmobilien des Landes Rheinland-Pfalz sind Anfang des Jahres ins wirtschaftliche Eigentum des Landesbetriebs LBB übertragen worden.

Der Neubau der Hochschule für Musik ist Teil des Bauprogramms zum Ausbau und zur Modernisierung der Johannes Gutenberg-Universität. Es umfasst ein Bauvolumen von rund 350 Millionen Euro und wird im Zeitraum von 2005 bis 2015 umgesetzt.

Als erste Baumaßnahme des Ausbaus war im Dezember 2005 mit dem Neubau des Hörsaalzentrums Chemie begonnen worden. Im Sommer 2006 waren die Grundsteine für ein neues Tierhaus und den Erweiterungsbau der Kernchemie gelegt worden.

Zu den Maßnahmen zählen neben dem Neubau der Hochschule für Musik unter anderem:
- Neubau der Physikalischen Chemie: Bauzeit von 2008 bis 2010.
- Abbruch der Altgebäude des Fachbereichs Chemie: Er wird in Etappen durchgeführt. Dadurch entsteht im Kerngelände der Universität die in der städtebaulichen Rahmenplanung vorgesehene zentrale Erschließungszone (Esplanade).
- Neubau als Ersatz für den Sonderbau SB II / IV: Bauzeit 2008 bis 2010. Der Neubau soll auf dem Gelände des Mainzer Kollegs zwischen Philosophie und Bibliothek entstehen.

  • Hochhaus Augustusplatz: Es wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Bauzeit 2010 bis 2015.
  • Umbau und Erweiterung der Biologie.
  • Vorübergehende Verlagerung der Neurobiologie auf freie Flächen des Klinikums. Endgültige Unterbringung der Neurobiologie und der Biophysik im Bau J auf dem Campus. Bauzeit 2010 bis 2011.

Im Rahmen des Bauprogramms wird auch die Versorgungsinfrastruktur des Universitätsgeländes (Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Wärme) grundlegend saniert.



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Bernhard Landwehr
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Tel +49 6131 16-3279
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