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  22.10.2007

Herzkatheter-Messplatz des Uniklinikums eröffnet

Universitätsklinikum und Katholisches Klinikum kooperieren im Bereich der Kardiologie

**Das Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und das Katholische Klinikum Mainz haben eine Kooperation im Bereich der Kardiologie vereinbart. Ziel ist es, eine kardiologische Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen an beiden Kliniken anzubieten, um damit die Versorgungsqualität in der Region Mainz zu verbessern und zu optimieren. In einem ersten wichtigen Schritt hat die Universitätsklinik dazu einen Herzkatheter-Messplatz im St. Vincenz und Elisabeth Hospital installiert. Heute haben Domkapitular Monsignore Hans-Jürgen Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Caritas-Werkes St. Martin, und Dr. Gerald Gaß, Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, den Herzkatheter-Messplatz offiziell eröffnet. Langfristiges Ziel ist die Etablierung eines Herznetzes Mainz.**

„Wir haben im Katholischen Klinikum eine Herzkatheteranlage modernster Bauart – mit so genannter Flat-Panel Technologie – installiert“, erläutert Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum. „Mit dieser Anlage können invasive Koronardiagnostik und Therapie auf hohem Niveau durchgeführt werden. Die Kooperation sieht vor, dass die II. Medizinische Klinik erfahrene Herzkatheter-Operateure für die Behandlung der Herz-Patienten des Katholischen Klinikums zur Verfügung stellt. Die kardiologische Versorgung auf Station befindet sich weiterhin in den bewährten Händen der dort tätigen Kardiologen. Dabei werden Therapie und Verlauf täglich abgesprochen.“

„Diese Vereinbarung bietet viele Vorteile – für Klinik und Patienten. Die Patienten müssen nicht mehr wie bisher zur Herzkatheter-Untersuchung an die Universitätsklinik verlegt werden und können so in dem Krankenhaus untersucht werden, welches sie primär aufge¬nommen hat. Darüber hinaus wird das Untersuchungsspektrum des Katholischen Klinikums erweitert. Durch diese quantitative und qualitative Behandlungserweiterung wird die Attraktivität der Klinik und damit der Stadt Mainz als medizinischer Standort gesteigert“, betont Dipl.-Betriebswirt Ludger Meier, Kaufmännischer Geschäftsführer des Caritas-Werkes St. Martin.

„Das Katholische Klinikum Mainz profitiert vor allem davon, dass es mehr Patienten versorgen kann. In einem nächsten Schritt soll jetzt die Ausbildung der Assistenten des Katholischen Klinikums um den Bereich der Kardiologie erweitert werden. Hier wird derzeit ein gemeinsames Ausbildungskonzept mit Rotationsverfahren zwischen den Kliniken vereinbart“, ergänzt Dr. Hans-Jürgen Hennes, Medizinischer Geschäftsführer des Caritas-Werkes St. Martin. „Mit dieser Kooperation möchten wir Herzpatienten in der Region Mainz eine abgestimmte, optimale Versorgung bieten und dazu gemeinsam standardisierte Vorgehensweisen vereinbaren sowie strukturierte Behandlungsangebote aufbauen und entwickeln. Daneben sind Vernetzungen mit regionalen Partnern in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein probates Mittel, eine qualitativ wie wirtschaftlich adäquate Versorgung zu erreichen“, erklärt Norbert Finke, Verwaltungsdirektor des Universitätsklinikums. „Hochkomplexe Eingriffe bzw. Eingriffe, die einen herzchirurgischen Hintergrund erfordern, werden weiterhin am Universitätsklinikum vorgehalten.“

„Das Universitätsklinikum sieht die Aufgabe zudem vor allem in der Behandlung des akuten Koronarsyndroms. Notfall-Patienten mit akuten Herzproblemen sollten deshalb weiterhin und ausschließlich in der „Chest-Pain-Unit“ – dem Brustschmerz-Zentrum – der Universitätsklinik versorgt werden, da hier die bestmögliche Infrastruktur in Mainz – in Bezug auf die technische Ausstattung und die universitären Spezialisten im Hintergrund – besteht“, ergänzt Prof. Thomas Münzel.



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Dr. Renée Dillinger-Reiter
Pressestelle Universitätsklinikum Mainz
Tel +49 6131 17 7424
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Nicole Hollstein
Öffentlichkeitsarbeit Katholisches Klinikum Mainz
Tel +49 6131 575 83 20 33
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