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  16.11.2007

40 Jahre psychotherapeutische Beratung für Studierende an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Jubiläum wird mit wissenschaftlichem Symposium gefeiert

Von Lernschwierigkeiten und Prüfungsängsten über Schreibprobleme und Sprechblockaden bis zu Depressionen: Seit mittlerweile 40 Jahren haben Studierende an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei psychischen Schwierigkeiten einen professionellen und kompetenten Ansprechpartner auf dem Campus. Die Psychotherapeutische Beratungsstelle für Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet Studentinnen und Studenten in vielen problematischen Lebenslagen Unterstützung und Hilfe. 1967 gegründet, feiert die Beratungsstelle in diesem Jahr ihr vierzigjähriges Jubiläum mit einem wissenschaftlichen Symposium, zu dem renommierte Wissenschaftler mit Vorträgen beitragen werden.

Wie schon vor 40 Jahren, so ist die Universität auch heute von der Notwendigkeit überzeugt, dass ein professionelles Beratungsangebot für Studierende, deren Leistungsfähigkeit durch psychische Probleme beeinträchtig ist, zu den Rahmenbedingungen eines Studiums zählt. „Dazu gehört nicht nur die Beratung bei Schwierigkeiten im Studium, sondern auch bei Problemen in anderen Lebensbereichen, wobei in Einzelfällen auch psychotherapeutische Kurzzeit-Behandlung in Frage kommt“, erklärt Prof. Dr. Ursula Luka-Krausgrill, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle. Angeboten werden auch Kurse zur Verbesserung studienrelevanter Kompetenzen und Überwindung von Hemmnissen wie beispielweise Prüfungsvorbereitung, Stressbewältigung oder Zeitmanagement.

In den 40 Jahren ihres Bestehens hat die Beratungsstelle ihre Tätigkeit zunehmend erweitert. Nachdem der damalige Rektor der Universität, Prof. Dr. Hans Rohrbach, ein Mathematiker, 1967 die Errichtung einer Beratungsstelle initiiert hatte, wurden die Studierenden zunächst von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. 1973 wurde der erste Etat mit einer festen Psychologenstelle verabschiedet. „Die Nachfrage nach unseren Angeboten hat seither stetig zugenommen“, so Prof. Luka-Krausgrill, die die Ursache dafür vor allem im Anstieg der Studierendenzahlen sieht. „Dass die Probleme der Studentinnen oder Studenten so drastisch gestiegen sind, kann man sicherlich nicht sagen.“ 2006 hat die Psychotherapeutische Beratungsstelle 470 Studierende in Einzelgesprächen betreut, dieses Jahr werden es circa 500 werden. Darüber hinaus nehmen pro Semester etwa 130 Studierende an dem Kursprogramm teil.

Das Team um Ursula Luka-Krausgrill besteht aus Psychologischen Psychotherapeuten. Es wird ergänzt durch externe Kursleiterinnen und Kursleiter. Am Fachbereich 06 Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft besteht eine Außenstelle. Alle Informationen und Gespräche werden vertraulich behandelt und unterliegen der Schweigepflicht. Die Vereinigung der Förderer der Psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V, gegründet 1984, unterstützt die Beratungsstelle finanziell und ideell.

Der Jahrestag der Beratungsstelle wird am 16. November mit einem wissenschaftlichen Symposium auf dem Universitätscampus gefeiert. Zum Tagungsthema „Aktuelle Trends in der psychotherapeutischen Depressionsbehandlung und Versorgungsnetze“ werden ab 14.30 Uhr unter anderem auch renommierte Wissenschaftler mit Vorträgen beitragen: Univ.-Prof. Dr. Martin Hautzinger, Leiter der Abteilung Klinische und Entwicklungspsychologie am Psychologischen Institut der Universität Tübingen, wird über aktuelle Trends in der psychotherapeutischen Depressionsbehandlung berichten. Univ.-Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig, wird über Netzwerke in der Depressionsbehandlung sprechen. Univ.-Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, Präsident der Universität Trier, setzt sich in seinem Beitrag mit der Bedeutung eines psychotherapeutischen Beratungsangebots an Universitäten auseinander. Die Veranstaltung wurde von der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und von der Bezirksärztekammer als Fortbildung zertifiziert.



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Psychotherapeutische Beratungsstelle
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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