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  01.12.2007

10 Jahre Lebertransplantation in Mainz

Seminar und Feierstunde der Abteilung für Transplantationschirurgie zum Jubiläum

Mit der Durchführung von rund 60 Lebertransplantationen pro Jahr gilt die Abteilung für Transplantationschirurgie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als ausgewiesenes Zentrum auf diesem Gebiet. Mit einem Arzt-Patienten-Seminar und einer Feierstunde feierte die Abteilung heute das Jubiläum "10 Jahre Lebertransplantationen in Mainz". Zu den Gratulanten gehörten dabei neben Medizinern auch ehemalige Patienten sowie Vertreter des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums und der Kirche. Höhepunkt der Veranstaltung war die Festrede des Bischofs von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, zum Thema "Organspende und Transplantation aus christlich-ethischer Sicht". Für die Zukunft wünscht sich der Leiter der Abteilung, Prof. Dr. Gerd Otto, vor allem eine optimale Zusammenarbeit aller an der Transplantation und der Organspende beteiligten Organisationen, um vielen Patienten die Chance auf ein "zweites Leben" zu ermöglichen.

Die Leber ist ein zentrales Organ, dessen Aufbau und Funktion sehr komplex ist. Sie ist nicht nur Produktionsort der Gallenflüssigkeit, sondern erfüllt darüber hinaus zahlreiche lebenswichtige Stoffwechselfunktionen. Wird eine Lebererkrankung früh erkannt, ist sie oft gut behandelbar und Spätfolgen, wie schlimmstenfalls eine Transplantation, können vermieden werden. Dennoch ist in einigen Fällen diese das letzte Mittel. So erhielten im Jahr 2006 erhielten in Deutschland 971 Menschen eine "neue" Leber. "Alleine 60 davon wurden von uns in Mainz transplantiert -- der Organbedarf ist jedoch wesentlich höher. Daher wünschen wir uns für die Zukunft zum einen eine höhere Bereitschaft zur Organspende und zum anderen -- speziell für unsere Arbeit hier in Mainz -- eine weitere Optimierung der organisatorischen Voraussetzungen für diese komplexe Behandlung", so der Leiter der Abteilung für Transplantationschirurgie des Klinikums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Gerd Otto, in seiner Ansprache.

Im Anschluss sprach Dr. Jürgen Faltin als Vertreter des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen zum Thema "Förderung der Organspende-Kooperationsvereinbarung Rheinland-Pfalz": "Die Kooperationsvereinbarung hat die Organspende in Rheinland-Pfalz vorangebracht. Durch ein verbessertes Meldewesen, eine intensivere Konsultationstätigkeit der Deutschen Stiftung Organtransplantation
Region Mitte -- und eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit hat sich die Zahl der Organspendermeldungen positiv entwickelt. Es ist Aufgabe aller Partner, diesen Weg kontinuierlich weiter zu gehen."

Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz, unterstrich, dass sich die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche bereits im Jahr 1990 in einer "Gemeinsamen Erklärung" für die Organspende ausgesprochen hätten. Organspende sei "ein solidarisches Zeichen christlicher Nächstenliebe", sagte Lehmann. Die Transplantationsmedizin ermögliche es, Leben zu retten und die Lebenssituation vieler Menschen entscheidend zu verbessern. Es sei von jeher ein christliches Anliegen gewesen, für die Schwächeren und Hilfsbedürftigen einzutreten. Wer Organe spende, zeige sich solidarisch mit Behinderten und Bedürftigen, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Lehmann sprach bei der Feierstunde zum Thema "Organspende und Transplantation aus christlich-ethischer Sicht".



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Caroline Hänsch
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