Direkt nach dem Studienabschluss eine Festanstellung – jeder Dritte hat eine befristete Stelle
Der Wandel der Arbeitswelt
Die Eltern der jungen Erwachsenen, die heute als frischgebackene Absolventen auf den Arbeitsmarkt kommen, arbeiteten noch fast ein ganzes Leben für ein- und denselben Arbeitgeber oder wechselten zumindest selten. Heutzutage dagegen ist es fast normal, bereits als junge Fachkraft mehrere Arbeitgeber im Lebenslauf stehen zu haben, ohne dass das etwas Negatives bedeuten muss. Die Projekte liefen schlichtweg aus und der Arbeitsvertrag war deswegen von vornherein befristet. Ein solcher Arbeitsvertrag heißt natürlich, dass man sich kurz nach der Festanstellung fast schon wieder um eine neue Stelle bemühen muss. Doch das kann Vorteile mit sich bringen in einer Zeit, in der kaum eine Fachkraft lebenslänglich beim gleichen Arbeitgeber bleibt.
Jede Festanstellung ist anders
In jedem Betrieb herrscht ein anderes Klima, eine andere Philosophie. Kein Arbeitgeber gleicht dem anderen und man wird in jedem Job andere Hindernisse und Erfolgserlebnisse erfahren. Das ist auch gut so, denn durch jede neue Herausforderung wächst auch die fachliche Expertise und man lernt, mit immer mehr alltäglichen beruflichen Situationen umzugehen. Das wiederum schafft Vertrauen in die eigene Kompetenz und sorgt dafür, dass man die nächste Stelle bereits mit größerem Selbstbewusstsein antritt. Davon abgesehen bringt ein Wechsel nach einer befristeten Festanstellung die Möglichkeit, etwas Neues kennenzulernen, mehr Abwechslung zu bekommen und sich woanders ein neues Netzwerk aufzubauen. Dadurch bleibt das Berufsleben spannend und man bleibt ein (Berufs-)Leben lang gefordert und gefördert. Viele junge Absolventen wollen sich nach dieser Erkenntnis gar nicht mehr so fest an einen Arbeitgeber binden und freuen sich darauf, sich immer wieder neu zu orientieren und nach einiger Zeit neue Herausforderungen anzunehmen, sich weiterzubilden und neue Kenntnisse und Kompetenzen in einem anderen Arbeitsumfeld zu kultivieren.