Archäologie (M.A.)
|
Das Wichtigste auf einen Blick: |
|
|
Abschluss: |
|
|
Regelstudienzeit: |
4 Semester |
|
Studienbeginn: |
Winter- und Sommersemester |
|
Zulassungsbedingungen: |
zulassungsfrei |
|
Bewerbung: |
über das Studierendensekretariat der JGU |
|
Bewerbungsfrist: |
Wintersemester: 01.04. - 15.05. Sommersemester: 01.10. - 15.11. |
|
vorausgehende Bachelor: |
|
|
Homepage: |
|
|
Fachbereich: |
|
|
Prüfungsordnung: |
Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen. |
|
Akkreditierung: |
Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar. |
Gegenstand
Archäologie erforscht die frühen Epochen menschlicher Kultur. Ihr Hauptgegenstand sind die überwiegend durch Ausgrabungen gewonnenen materiellen Zeugnisse früherer Gesellschaften und Zivilisationen. Der zeitliche Rahmen des Studiengangs spannt sich von dem sehr langen Abschnitt von der Menschwerdung in der Steinzeit über die sogenannten Metallzeiten (Kupfer-, Bronze-, Eisenzeit) und der klassischen Antike hinweg bis zur Spätantike ins frühe abendländische und byzantinische Mittelalter. Der integrative Studiengang M.A. Archäologie ist ein konsekutiver Studiengang, der auf den bestehenden B.A. Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität oder vergleichbarer Studiengänge an anderen Universitäten aufbaut. Die Fächer (hier: Fachrichtungen) Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte sind am Studiengang beteiligt. Dem Studierenden wird eine fundierte Ausbildung in der Archäologie Europas und des Mittelmeerraums geboten. Dabei wird eine besondere Kompetenz in einer Fachrichtung durch einen hohen Anteil von absolvierten Modulen in diesem Fach erworben. Bei der Einschreibung in den Master-Studiengang Archäologie wird eine der drei Fachrichtungen gewählt. Fachrichtungsspezifische Anforderungen (z.B. Sprachen) sind in der Prüfungsordnung festgelegt. Abschluss ist der Master of Arts (M.A.) in Archäologie. Zusätzlich wird die gewählte Fachrichtung im Zeugnis genannt.Das Spektrum der Fragestellungen, die in den verschiedenen Modulen des Studiengangs behandelt werden, ist weit gefächert. Angefangen bei der Bestimmung der Funktion von Objekten und Befunden, ihrer Klassifizierung, Einordnung und Datierung, reicht es bis hin zu deren Analyse als Zeugnisse unterschiedlicher Aspekte der prähistorischen, antiken und frühmittelalterlichen Lebenswelt. Dabei wird auch das komplexe menschliche Einwirken auf die natürliche Umwelt untersucht. Die Anwendung vielfältiger naturwissenschaftlicher Verfahren unterstützt heute die archäologische Forschung in einem großen Umfang. Darüber hinaus versucht Archäologie schließlich durch Modelle und Theorien Erklärungen für die kultur- und geistesgeschichtliche Entwicklung des Menschen zu entwickeln. Ein besonderes interdisziplinäres Studium bietet dabei das Theoriemodul, in dem methodische Ansätze und neuere Forschungsergebnisse von breiterem Interesse unter Beteiligung aller archäologischen Disziplinen an Beispielen diskutiert werden. So erhalten die Studierenden eine umfassende und breite Basis um sich mit wissenschaftlicher Literatur kritisch auseinanderzusetzen. Eine weitere Besonderheit des Studiengangs ist, dass Studierende aufgrund der Kooperation mit der Fachhochschule Mainz am Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik im Rahmen von 3 Modulen spezielle Kenntnisse in der digitalen Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung geographischer Daten erwerben können. Der Erwerb solcher Kompetenzen ist heutzutage in der anwendungs- wie auch in forschungsorientierten Archäologie von besonderer Bedeutung. Ferner gibt es die Möglichkeit, Module aus nicht-archäologischen Fächern zu absolvieren sowie Sprachkenntnisse zu erwerben, sowohl in den modernen wie auch in den alten Sprachen (insbesondere Griechisch für die Fachrichtungen Klassische Archäologie und Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte). In einem Praxismodul können die Studierenden an Exkursionen ins In- und Ausland und an Feldforschungen (Grabungen, Surveys, etc.) oder Praktika (z.B. zur Archäobotanik oder zur Museumsarbeit) teilnehmen.
Studienaufbau
Besuch von Seminaren, Vorlesungen und Übungen in 6 thematischen Modulen aus dem Angebot der insgesamt 19 Module des Studiengangs oder frei zu wählender Module aus anderen Fächern. Mindestens 3 und maximal 5 dieser 6 thematischen Module (siehe die Regelungen im Anhang der Prüfungsordnung) werden in der gewählten Fachrichtung besucht.Ein Theoriemodul, in dem die Studierenden neuere Forschungsansätze, Methoden und Ergebnisse in Kurzreferaten vorstellen und gemeinsam mit den Dozenten diskutieren. Ein Praxismodul mit Exkursionen, archäologischen Feldarbeiten, regelmäßig angebotenen Praktika (zur Archäobotanik und zur Museumsarbeit) oder frei zu wählenden Praktika in verschiedenen Bereichen (Denkmalpflege, Museen, Verlage, etc.).
Ein Kolloquiumsmodul zur geplanten Masterarbeit, die Masterarbeit und schließlich die Masterprüfung schließen das Studium ab.
Zugangsvoraussetzungen
Zugangsvoraussetzungen unter Vorbehalt der Zustimmung der universitären Gremien:
Nachweis eines Bachelorabschlusses mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland mit einem archäologischen Anteil von mindestens 60 Leistungspunkten (LP), und davon mindestens 40 LP aus der gewählten Fachrichtung (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Klassische Archäologie, Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte), oder eines gleichwertigen Studienabschlusses mit gleichwertigem Umfang der fachbezogenen Studien- und Prüfungsleistungen. In besonderen Fällen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Sofern das Bachelor-Abschlusszeugnis noch nicht vorliegt, müssen bis Bewerbungsschluss mindestens 40 Leistungspunkte (LP), und davon mindestens 27 LP aus der gewählten Fachrichtung (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Klassische Archäologie, Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte) nachgewiesen werden. Die Zulassung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass innerhalb des ersten Semesters des Masterstudiengangs ein Bachelorabschlusszeugnis vorgelegt wird, das die geforderten Leistungspunkte vollständig nachweist.
Ausreichende Kenntnisse in mindestens zwei Fremdsprachen (als Fremdsprachen werden hier auch die Alten Sprachen – Latein, Altgriechisch – verstanden) werden gefordert. Als ausreichend sind in der Regel Kenntnisse anzusehen, die bei der ersten Sprache in mindestens fünf, bei der anderen in mindestens drei Jahren schulischer Ausbildung mindestens mit der abschließenden Note „ausreichend“ nachgewiesen werden.
Bei Wahl der Fachrichtung „Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie“ sind Lateinkenntnisse im Umfang von drei Jahren Schulunterricht mit mindestens der abschließenden Note „ausreichend“ oder vergleichbare Leistungen erforderlich.
Bei Wahl der Fachrichtungen „Klassische Archäologie“ und „Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte“ sind Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums, fünf Jahren Schulunterricht mit mindestens der abschließenden Note „ausreichend“ oder vergleichbare Leistungen erforderlich.
Es wird zudem vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive englische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur und zur Teilnahme an Lehrveranstaltungen in englischer Sprache befähigen; dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen sowie von Prüfungsleistungen in englischer Sprache (Nachweis nicht erforderlich).
Bitte reichen Sie mit der Bewerbung den Zusatzbogen und entsprechende Nachweise ein. Den Zusatzbogen finden Sie in der Checkliste am Ende der Online-Bewerbung.Bei Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern, die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH) erforderlich.
Auslandsstudium
Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.Praktika
Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.
Fremdsprachenkenntnisse
Zur Einschreibung in die Fachrichtung "Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie" sind Lateinkenntnisse im Umfang von drei Jahren Schulunterricht mit mindestens der abschließenden Note "ausreichend" oder vergleichbaren Leistungen, zur Einschreibung in die Fachrichtungen "Klassische Archäologie" und "Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte" sind Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums, fünf Jahren Schulunterricht mit mindestens der abschließenden Note "ausreichend" oder vergleichbaren Leistungen erforderlich.Information/Beratung
Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.
Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.