Ethnologie (M.A.)
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Das Wichtigste auf einen Blick: |
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Abschluss: |
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Regelstudienzeit: |
4 Semester |
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Studienbeginn: |
Winter- und Sommersemester |
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Zulassungsbedingungen: |
zulassungsfrei |
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Bewerbung: |
über das Studierendensekretariat der JGU |
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Bewerbungsfrist: |
Wintersemester: 01.04. - 15.05. Sommersemester: 01.10. - 15.11. |
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vorausgehende Bachelor: |
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Homepage: |
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Fachbereich: |
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Prüfungsordnung: |
Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen. |
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Akkreditierung: |
Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar. |
Gegenstand
Das zweijährige Masterstudium der Ethnologie bietet eine forschungsorientierte Ausbildung in Ethnologie als allgemeine und vergleichende Sozial- und Kulturwissenschaft, die sich mit der Vielfalt menschlicher Lebensweisen befasst und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersucht und analysiert. Diese Ausbildung erfolgt in der Regel in engem Zusammenhang mit den Forschungsschwerpunkten des Mainzer Instituts, die regional in Afrika liegen. Der Studiengang verbindet eine breit angelegte, theoretisch-reflektierte Auseinandersetzung mit Gegenstandsbereichen, Theorien und Methoden der Ethnologie auf fortgeschrittenem Niveau mit einem Forschungsprojekt, in dem Studierende unter Anleitung der Lehrenden am Mainzer Institut selbstständig ein Forschungsthema vorbereiten, durchführen und aufarbeiten. Im Forschungspraktikum werden ethnologische Forschungsmethoden und –praxis differenziert und themenspezifisch eingeübt. Das Forschungsprojekt wird entweder in einer "Lehrforschungsgruppe" (aus einem Jahrgang) absolviert oder ist selbst organisiert (individuell oder in kleinen "Forschungsteams").Im Masterstudiengang werden Themen, Theorien und Methoden der Ethnologie auf fortgeschrittenem Niveau in Verbindung mit einem studentischen Forschungsprojekt vermittelt, in dem sich die Studierenden mit einem Thema und einer Region auseinandersetzen, einen Forschungsaufenthalt planen und durchführen und die gewonnenen Daten aufarbeiten, analysieren, interpretieren und präsentieren.
Die Forschungsschwerpunkte am Mainzer Institut liegen regional in Afrika (südlich der Sahara) und umfassen eine große thematische Bandbreite von der Politik-, Religions- und Wirtschaftsethnologie über die Untersuchung von Entwicklung, Ethnizität und Kolonialismus bis hin zu Medienethnologie, Migrations- und Diasporaforschung und die Beschäftigung mit afrikanischen Literaturen, Musik und populärer Kultur. Der Studiengang bietet damit einen großen Freiraum bei der inhaltlichen Gestaltung des Forschungsprojektes, das neben Afrika und anderen außereuropäischen Regionen auch „zu Hause“ stattfinden kann, und des Studiums allgemein. Ungeachtet der inhaltlichen und regionalen Spezialisierung befähigt der Studiengang, sich mit menschlichem Handeln in allen Regionen theoretisch-reflektiert und methodisch fundiert auseinanderzusetzen.
Studienaufbau
- Zwei Pflichtmodule zwischen dem ersten und dritten Fachsemester:
kritisch-reflektierte Auseinandersetzung mit den Gegenstandsbereichen und Theorien und Debatten der Ethnologie. - Drei Pflichtmodule zwischen dem ersten und dritten Fachsemester:
Planung, Durchführung und Aufarbeitung eines Forschungsprojektes in Verbindung mit fundierten methodologischen Ausbildung; das Forschungspraktikum findet in der vorlesungsfreien Zeit nach dem ersten oder zweiten Fachsemester statt. - Ein Pflichtmodul zur akademischen Praxis und Berufspraxis:
in dem zum einen die Studierenden durch Teilnahme an berufspraktischen Veranstaltungen relevante Berufsfeldern kennen lernen und zum anderen Formen der Präsentation, Moderation und (akademischen) Wissensvermittlung vermittelt und eingeübt wird. - Zwei Wahlpflichtmodule (aus dem Lehrangebot des Studium generale, des Fachbereichs 07 Geschichts- und Kulturwissenschaften und von Fächern aus den Fachbereichen 02, Sozialwissenschaften, Medien und Sport, 05, Philosophie und Philologie und 03, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften):
in dem interdisziplinäre Kompetenzen erworben werden.
Der viersemestrige Studiengang umfasst 120 Leistungspunkte, die sich wie folgt verteilen:
- Fachstudium der Ethnologie (62 LP)
- Wahlpflichtbereich (fachextern) (12 LP)
- Akademische Praxis und Berufspraxis (16 LP)
- Masterarbeit (30 LP) und mündliche Abschlussprüfung (5 LP)
Zugangsvoraussetzungen
- Nachweis eines Bachelorabschlusses im Fach Ethnologie oder in einer vergleichbaren Kultur-, Sozial- oder Regionalwissenschaft an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland einschl. Nachweis über erfolgreich absolvierte Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 60 Leistungspunkten aus dem Bereich Ethnologie. Wenn mindestens 48, jedoch weniger als 60 Leistungspunkte vorliegen, kann eine Einschreibung unter der Bedingung erfolgen, dass die erforderlichen Nachweise bis zum Ablauf des ersten Studienjahres nachträglich erworben werden. Wird der Nachweis nicht innerhalb der genannten Frist gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich. Die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben. Über das Vorliegen der Voraussetzungen entscheidet in Zweifelsfällen der Prüfungsausschuss.
- Fachspezifische Sprachkenntnisse: Die Studierenden müssen Kenntnisse in einer außereuropäischen Sprache nachweisen, vergleichbar einem Umfang von etwa 8 SWS. Wenn die Nachweise über die Sprachkenntnisse nicht vorliegen, kann eine Einschreibung unter der Bedingung erfolgen, dass die erforderlichen Nachweise bis zum Ablauf des ersten Studienjahrs (31. März bzw. 30. September) nachgereicht werden. Wird der Nachweis nicht innerhalb der genannten Frist gegenüber dem Prüfungsausschuss geführt, ist eine Fortführung des Studiums nicht mehr möglich. Die Immatrikulation wird ohne weitere Mitteilung aufgehoben.
- Vor Beginn des Studiums sind eine Studienberatung und eine zweite nach dem Ende des ersten Studienjahres dringend empfohlen.
- Bei Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern, die weder ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer deutschsprachigen Einrichtung noch einen Abschluss in einem deutschsprachigen Studiengang erworben haben, ist der Nachweis von Deutschkenntnissen auf dem Niveau der „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)“ erforderlich.
Auslandsstudium
Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.Praktika
Praktika als wichtige Schnittstelle zwischen Universität und Beruf helfen Ihnen sowohl bei Ihrer Berufs- als auch bei Ihrer Studienplanung. Sie lernen mögliche Berufsfelder kennen, wenden im Studium erworbenes Wissen praktisch an und können während des Praktikums feststellen, ob der Arbeitsalltag Ihren beruflichen Vorstellungen und Interessen überhaupt entspricht. Praktika vermitteln zudem wichtige Zusatzqualifikationen, erste Berufserfahrungen und Kontakte zu potentiellen späteren Arbeitgebern.Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.
Fremdsprachenkenntnisse
Es wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende passive französische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre französischsprachiger Fachliteratur befähigen (Nachweis nicht erforderlich).Information/Beratung
Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.
Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.
Berufsfelder
Der Masterstudiengang Ethnologie bereitet auf akademische und wissenschaftsnahe Berufsfelder, sowie allgemein auf höher qualifizierte berufliche Tätigkeiten vor. Das Studium befähigt zur Wahrnehmung verantwortungsvoller Fach-, Management- und Führungspositionen (so genannte Seniorfunktionen). Die fachwissenschaftliche Ausbildung in Verbindung mit dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie interkultureller Kompetenz qualifiziert die Studierenden für Forschen und Arbeiten in interdisziplinären und internationalen Kontexten. Bestandteil des Studiengangs ist es, die Vermittlung von Wissen in fachspezifischen, interdisziplinären und internationalen Kontexten kennen zu lernen und einzuüben.Im Studiengang werden allgemeine für die Berufspraxis wichtige Kompetenzen vermittelt, insbesondere Teamfähigkeit und Zeitmanagement. Im gesamt Studium müssen sich Studierende untereinander abstimmen und miteinander kooperieren (bei Gruppenarbeiten, Stundenmoderationen und anderen kooperativen Lernformen). Dies gilt in besondere Weise für das Forschungsprojekt, dessen Durchführung in der Regel in unvertrauten kulturellen und organisatorischen Umwelten stattfindet. Teamfähigkeit und Zeitmanagement werden somit nicht isoliert vermittelt, sondern eingebunden in konkrete Lernumgebungen.
In Veranstaltungen wie einem berufspraktischem Kolloquium oder einer Ringvorlesung sowie Exkursionen und Besuchen bei relevanten Organisationen und Einrichtungen (Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Medien, Museen etc.) werden Kontakte zur außeruniversitären Berufspraxis hergestellt. Außerdem führen Experten aus diesen Berufsfeldern als Lehrbeauftragte regelmäßig einzelne Lehrveranstaltungen am Institut durch.
Neben der akademischen Karriere in Forschung und Lehre an Universitäten (mit der Möglichkeit zur Promotion zum Dr.phil.) und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen qualifizieren sich die Masterstudierenden für eine große Bandbreite an Berufsfeldern, auch und gerade in interkulturell sensiblen und internationalen Kontexten, bspw.
- Entwicklungszusammenarbeit,
- Organisations- und Managementberatung,
- Medien und Öffentlichkeitsarbeit,
- Museen und andere Bildungseinrichtungen des Kulturaustauschs und der Kulturvermittlung,
- Migrations- und Flüchtlingsarbeit, Konfliktmanagement, interkulturelle Vermittlungstätigkeit,
- Coaching und Mediation sowie
- Werbung und Marketing.
Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de