Studientechniken


Um ein Studium erfolgreich zu bewältigen, benötigen Sie sowohl fachspezifische Techniken als auch fachungebundene Lern- und Arbeitstechniken. Sie sind zugleich wichtige Qualifikationen für Ihre zukünftige berufliche Tätigkeit.

Fachspezifische Techniken

Mit Studientechniken sind zum einen fachspezifische Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens gemeint, wie z.B. Experimente, Befragungen oder Quellenstudium. Die Grundzüge der Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens werden in allen Fächern zu Beginn des Studiums gelehrt. In Einführungskursen wird ein Überblick über die Methoden des Faches vermittelt, die dann in speziellen Veranstaltungen vertieft werden.

Lern- und Arbeitstechniken

Studientechniken sind aber auch Lern- und Arbeitstechniken, die Studierende benötigen, gleich welches Fach sie studieren. Dazu gehören:
  • Selbstorganisation und Zeitmanagement: Sie müssen z.B. Ihren Stundenplan zusammenstellen, Ihren Studienverlauf gestalten und die Vorbereitung auf Prüfungen planen. Zur Selbstorganisation gehört aber auch, sich selbst zum Lernen zu motivieren, da externe Anreize wie Leistungskontrollen und Feedback an der Universität eine untergeordnete Rolle spielen.
  • Lesen, Schreiben, Reden: Diese Kulturtechniken haben Sie natürlich bereits gelernt. Allerdings sind Sie an der Universität häufig mit höheren Anforderungen konfrontiert als in der Schule oder im Alltag. Beispielsweise werden Bücher nicht komplett, sondern selektiv gelesen, da im Studium große Textmengen bewältigt werden müssen. Wichtig ist dabei, sich einen Überblick zu verschaffen und die für die eigene Fragestellung relevanten Textpassagen gründlich zu bearbeiten. Beim Schreiben genügt es z.B. nicht, einfach aufzuschreiben, was man denkt. Umfangreiche Texte müssen in der Regel mehrmals überarbeitet werden, bis sie gut strukturiert und präzise formuliert sind.
  • Wissen aneignen: Je nach Fach benötigen Sie unterschiedliche Strategien, um sich Wissen anzueignen und sich für Prüfungen vorzubereiten. In einigen Bereichen besteht die Herausforderung darin, sehr viel Stoff auswendig zu lernen, in anderen eher darin, sehr komplexe Zusammenhänge zu begreifen und diese Erkenntnisse anwenden zu können. Dadurch, dass an der Universität Prüfungen seltener, jedoch umfangreicher und anspruchsvoller sind, ist der Prüfungsstress oft besonders hoch.
  • EDV-Kenntnisse: An der Universität wird in der Regel mit dem Computer gearbeitet. Das gilt z.B. für die Recherche im Internet, für die Anwendung von Statistikprogrammen oder für das Schreiben von Referaten oder Hausarbeiten.

Techniken lernen und weiterentwickeln

Die meisten Studienanfänger/innen und Studierenden haben die genannten Lern- und Arbeitstechniken bereits in den Grundzügen gelernt. Viele stellen aber auch fest, dass ihre bisherigen Techniken nicht ausreichen, um das Studium gut zu bewältigen.

Wenn das der Fall ist, sollten Sie den Verbesserungsbedarf nicht einfach ignorieren, sondern in den betreffenden Bereichen dazulernen. Fachspezifische Techniken wissenschaftlichen Arbeitens werden in Lehrveranstaltungen der jeweiligen Fächer vermittelt.

Fächerübergreifende Kurse zu Lern- und Arbeitstechniken (kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr) bieten z.B. folgende Einrichtungen an:

Career Service

Frauenbüro

Psychotherapeutische Beratungsstelle

Im Buchhandel sind eine Reihe brauchbarer Ratgeber erhältlich, mit denen Sie Lern- und Arbeitstechniken trainieren können.

Auch die Infothek der Zentralen Studienberatung bietet Ihnen Literatur zu diesem Thema.

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