Bild ohne Titel

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Universität | Fachbereiche | Studium | Forschung | Weiterbildung | International | Presse |

Weiterführende Links Weiterführende Links


Kontakt Studienfachberatung
Teilbereich Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Prof. Dr. Markus Egg
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz
Telefon +49 6131 9124-0
E-Mail
Homepage
Sprechzeiten in der Vorlesungszeit:
nach Vereinbarung

Teilbereich Vor- und Frühgeschichte
Univ.-Prof. Dr. Christopher Pare
Schönborner Hof
Schillerstr. 11
D 55116 Mainz
Telefon +49 6131 39-30009
E-Mail
Homepage
Sprechzeiten in der Vorlesungszeit:
nach Vereinbarung



Kontakt Kontakt
Restaurierungswerkstätten Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Ernst-Ludwig-Platz 2
D 55116 Mainz
Tel +49 6131 9124-113
Fax +49 6131 9124-199
E-Mail
Homepage

Archäologische Restaurierung (B.A.)


Steckbrief

Abschluss Beschränkung Hinweis
Bachelor of Arts (B.A.) keine

besondere Zugangsvoraussetzungen sind:

  • Allgemeine Hochschulreife (§ 65 Abs. 1 HochSchG)
  • Abgeschlossene Berufsausbildung (berufsfeldbezogen)
  • Ausbildungsvertrag mit dem Römisch-Germanischen-Zentralmuseum (nach dreimonatigem erfolgreich bestandenen Vorpraktikum am RGZM)
Studienbeginn: Wintersemester
Regelstudienzeit:
  • 6 Semester
Zahl der Studierenden im Wintersemester 2008/09
  • Studierende an der Universität Mainz: 34.437
  • Archäologische Restauration: 9
    • davon Erstsemester: 6

Gegenstand

Die Tätigkeit des archäologischen Restaurators besteht in der Erhaltung, Pflege und Restaurierung sowie der technologischen Erforschung von Kunst- und Kulturgut.

Der Restaurator nimmt am Objekt vor

  • alle konservatorischen Maßnahmen, die am Objekt bestandsgefährdende Veränderungen verhindern und aufhalten sollen,
  • alle restauratorischen Eingriffe, durch die ein beschädigtes, entstelltes oder fragmentarisches Objekt ohne Zerstörung von historisch bedeutender Substanz in allen relevanten Dimensionen erschlossen werden soll,
  • alle Untersuchungen zur Bestimmung von historischer Substanz, Schadensbild sowie handwerklicher und künstlerischer Technik.

Aus dieser Tatsache erwächst seine besondere Verantwortung und die Notwendigkeit einer methodisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung, die das Original in allen wesentlichen Dimensionen zu verstehen sucht und zugleich die Konsequenzen eines jeden Eingriffes abwägt. In diesem Sinne bedeutet Restaurierung heute die Anwendung wissenschaftlicher Methoden auf die Erhaltung historischer Substanz, bei der theoretische Kenntnisse und die Fähigkeit, diese zielgerichtet und koordiniert einzusetzen ebenso wichtig sind, wie manuelle Geschicklichkeit, praktische Erfahrung mit historischem Material und künstlerisches Einfühlungsvermögen.

Der duale Bachelor-Studiengang Archäologische Restaurierung wird in Kooperation zwischen dem Institut für Vor- und Frühgeschichte, dem Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften – und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM), Forschungsinstitut für Vor- und Frühgeschichte, unter Beteiligung der Institute für Geowissenschaften und für Kernchemie (beide Fachbereich 09 – Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften) durchgeführt. Das Anforderungsprofil umfasst neben feinmanuellem Geschick, hoher persönlicher Motivation, Kommunikations- und Ausdrucksvermögen, geschichtlichem Interesse und Verantwortungsbewusstsein in besonderem Maße auch chemisches Grundwissen sowie Interesse an Naturwissenschaften und Technik.

Studienaufbau

Im Bachelor-Studiengang Archäologische Restaurierung sind theoretisch-systematisches Lernen in den wissenschaftlichen Ausbildungsmodulen und berufliches und Erfahrungslernen in den praktischen Ausbildungsmodulen eng miteinander verknüpft. Die theoretisch-wissenschaftlichen Module werden dabei durch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die berufsrelevanten praktischen Ausbildungsanteile in den Werkstätten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) vermittelt.

Im Bereich der Theorie gibt es eine vertikale Gliederung in Grund- und Aufbaumodule im Bereich der Archäologie und Naturwissenschaften sowie das den Studiengang beschließende Abschluss- bzw. Prüfungsmodul mit Bachelor-Arbeit und Bachelor-Prüfung.

In weiteren Modulen sind miteinander in Beziehung stehende theoretische und praktische Ausbildungseinheiten strukturell verzahnt und inhaltlich aufeinander abgestimmt; hier können in der Theorie erworbene Kenntnisse und Kompetenzen unmittelbar in der Praxis angewendet werden. Umgekehrt können praktische Erfahrungen durch vertiefende Theorie-Module immer wieder reflektiert werden. Praxismodule schließlich stehen nicht isoliert, sondern haben einen deutlichen inhaltlichen Bezug zu den theoretischen Modulen aus dem archäologischen und naturwissenschaftlichen Bereich.

In die abschließende Bachelor-Arbeit fließen praktische Anteile mit ein. So wird im Prüfungsmodul die gelungene Verzahnung von Theorie und Praxis im dualen Studiengang überprüfbar. Während der dreijährigen Studienzeit sind die Studierenden gleichzeitig in Ausbildung befindliche Beschäftigte des Römisch-Germanischen Zentralmuseums und erhalten eine entsprechende tarifliche Vergütung. Da das Römisch-Germanische Zentralmuseum aufgrund seines Stellenplanes nur über 14 Ausbildungsplätze verfügt, werden pro Studienjahr durchschnittlich fünf Studienplätze zu belegen sein.

Berufsfelder

Derzeit sind nahezu alle Absolvent/innen der bisherigen Restauratorenausbildung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums auch im Beruf des Restaurators/der Restauratorin tätig. Arbeitgeber sind in der Hauptsache archäologische Sammlungen und Museen sowie die Bodendenkmalpflege. Daneben wählt ein Teil der Absolvent/innen auch den Weg in die Selbständigkeit. Insgesamt nimmt die europäische bzw. internationale Ausrichtung des Arbeitsmarktes beständig zu.

Literatur zur Einführung

  • J. M. Cronyn, The Elements of Archaeological Conservation (London, Routledge 1990).
 
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 01.04.2009
   WebmasterWebmaster   ImpressumImpressum   Zum SeitenanfangZum Seitenanfang
Zum Inhalt der Seite springen Zur Navigation der Seite springen