Prüfungen/Leistungsnachweise

Prüfungen gehören zum Studium. Aber woher wissen Sie, wieviele Prüfungen für den Abschluss Ihres Studiums erforderlich sind? Welche verschiedenen Prüfungsarten gibt es? Und wie Sie sich auf Prüfungen vorbereiten? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Prüfungen finden Sie auf dieser Seite bzw. hier finden Sie die entsprechenden Ansprechpartner/innen, die Sie bei diesen und weiteren Fragen unterstützen.

Module

In Bachelor- und Masterstudiengängen werden einzelne Lehrveranstaltungen zu Modulen zusammengefasst. Module bezeichnen thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmte, in sich abgeschlossene Lerneinheiten, die in der Regel mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Die Noten der Modulprüfungen gehen in die Ab­schluss­­note des Studiengangs ein. Durch dieses System studienbegleitender Prüfungen werden die Abschluss­prüfungen geringer gewichtet als bisher. Die Modulprüfungen können in Form mündlicher Prü­fungen, Klausuren, sonstiger schriftlicher

Leistungen oder anderer Prüfungsleistungen erbracht werden und sollen zeitnah nach dem Absolvieren sämtlicher Lehrveranstaltungen des Moduls stattfinden. Einzelne benotete Studien­nachweise des Moduls (z. B. ein Referat, Hausarbeiten etc.) können, sofern sie unter Prüfungs­bedingungen erbracht worden sind, in die Modulprüfung eingehen. Modulprüfungen können zweimal wiederholt werden.

Leistungsnachweise

Wie in der Schule gibt es auch an der Universität Noten. Beurteilt werden z.B. Referate, Hausarbeiten und Klausuren, die Sie in einzelnen Lehrveranstaltungen anzufertigen haben. Diese Lehrveranstaltungen entsprechen Bausteinen innerhalb der verschiedenen Module, welche schließlich mit einer Modulabschlussprüfung (s.o.) abgeschlossen werden.

Leistungsnachweise können folgendermaßen erbracht werden:

  • Mündliches Referat:
    Es wird mit der/dem Dozentin/en ein Thema abgesprochen, über das ein Referat erarbeitet wird. Das Referat wird in einer Seminarsitzung den anderen Studierenden vorgetragen. Gelegentlich ist dies auch zu zweit oder in einer Gruppe möglich. Meist muss auch ein Thesenpapier für alle Teilnehmer/innen ausgeteilt werden, das die Kernaussagen des Referates sowie die Literaturangaben beinhaltet.
  • Schriftliche Hausarbeit:
    Eine schriftliche Hausarbeit wird in Absprache mit der/dem Dozentin/en zu einem Thema verfasst, das mit der Lehrveranstaltung in Verbindung steht. Häufig wird die Hausarbeit in der vorlesungsfreien Zeit geschrieben.
  • Klausur:
    Am Ende der Vorlesungszeit des Semesters finden in vielen Lehrveranstaltungen schriftliche Prüfungen statt – ähnlich wie Klassen- bzw. Kursarbeiten in der Schule.
  • Mündliche Prüfung:
    Bei dieser Prüfungsart wird das Wissen von der/dem Dozent/in mündlich abgefragt (oft ist ein/e Protokol­lant/in anwesend). Sie wird manchmal als letzte Möglichkeit bei nicht bestandener Klausur angeboten, häufig ist sie Bestandteil der Abschlussprüfungen.

Prüfungen

Für jeden Studiengang an der Universität ist in der Prüfungsordnung festgelegt, welche Leistungsnachweise Studierende erbringen müssen, um ihr Studium abschließen zu können. Die Prüfungsordnung ist im dazugehörenden Studienplan genauer ausgeführt. Die Prüfungsordnungen und Studienpläne sind in einer juristisch korrekten Fachsprache verfasst und deswegen nicht immer leicht verständlich. Trotzdem sollten Sie sich diese Regelwerke bereits zu Beginn Ihres Studiums besorgen, um einen Überblick über die Studien­anfor­derungen zu gewinnen. Sie erhalten sie hier und als Ausdruck beim Studienbüro bzw. Dekanat, das für Ihr Kernfach zuständig ist.

Literatur­empfehlungen zum Thema Studienplanung finden Sie hier. Diese Bücher können Sie auch in der Infothek des Studierenden Service Centers ausleihen.

Leistungspunkte

Für jedes erfolgreich abgeschlossene Modul wird eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (auch Kreditpunkte oder Credits genannt) vergeben. Das Leistungspunktesystem ist ein formales System zur Beschreibung des quantitativen Studienaufwands auf der Grundlage der studentischen Arbeitsbelastung.

Dabei richtet sich die Vergabe der Punkte üblicherweise nach den Regeln des European Credit Transfer Systems (ECTS). Die Anzahl der zu erwerbenden Leistungspunkte pro Modul spiegelt den durchschnittlichen studentischen Arbeitsaufwand (1 Leistungspunkt entspricht ungefähr 30 Stunden studentischer Arbeitszeit). Zum Zeitaufwand zählt dabei sowohl die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls als auch die Zeit, die zur Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs (Selbststudium) notwendig ist. Für einen dreijährigen Bachelor-Studiengang sind in der Regel 180 Leistungspunkte vorgesehen, für einen zweijährigen Mas­ter­studiengang 120. Wie viele Leistungspunkte den einzelnen Modulen zugeordnet sind, ist in der jeweiligen Prüfungsordnung und im Studienplan festgelegt.

Punkte werden nur für erfolgreich absolvierte Veranstaltungen vergeben, unabhängig von der Benotung der Leistung.

Lern- und Arbeitstechniken

Viele der Lern- und Arbeitstechniken, die Sie in der Schule gelernt und genutzt haben, werden Sie auch an der Universität anwenden können, z.B. Zeitmanagement, Prüfungsvorbereitung, Vorbereiten von Referaten usw. Zu den an der Universität benötigten Arbeitstechniken gehört auch die Arbeit mit dem Computer, z.B. für die Recherche im Internet, für die Anwendung von Statistikprogrammen oder für das Schreiben von Referaten und Hausarbeiten.

Wahrscheinlich werden Sie Ihre bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf Lernstrategien und -praxis weiterentwickeln müssen. Insbesondere fachspezifische Lern- und Arbeitstechniken, z.B. wissenschaft-
liches Schreiben oder das Durchführen von Experimenten, lernt man in der Regel erst in Lehr­veran­staltungen der jeweiligen Fächer an der Universität.

Bei Fragen zu fachspezifischen Arbeits­techniken sind die Lehrenden im Fach und die Studienfachberater/innen Ihre ersten Ansprechpartner/innen.

Wenn Sie feststellen, dass Ihre bisherigen Lern- und Arbeitstechniken und die Erkenntnisse aus den fachbezogenen Lehrveranstaltungen nicht ausreichen, um das Studium gut zu bewältigen, sollten Sie den Ver­besserungsbedarf nicht einfach ignorieren, sondern in den betreffenden Bereichen dazulernen. Wer z.B. erst wenig Erfahrung mit der Arbeit am Computer hat, kann diese in entsprechenden Kursen im Zentrum für Datenverarbeitung erwerben.

Fachübergreifende Kurse zu Lern- und Arbeitstechniken und zur Prüfungsvorbereitung (kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr) bieten folgende Stellen an:


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