Ethnologie (B.A.)

Das Wichtigste auf einen Blick:

Abschluss:

Bachelor of Arts (B.A.)

Zwei-Fächer-Bachelor (Kern- und Beifach)

Regelstudienzeit:

6 Semester

Studienbeginn:

Winter- und Sommersemester

Zulassungsbedingungen:

zulassungsfrei

Bewerbung:

in Kombination mit einem zulassungsfreien Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

in Kombination mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach
> zum Bewerbungsverfahren (Ablauf und Bewerbungsportal)

Bewerbungsfrist:

Wintersemester: 01.06. – 01.09.

Sommersemester: 01.12 – 01.03.

Kombinieren Sie im Zwei-Fächer-Bachelor ein zulassungsfreies mit einem zulassungsbeschränkten Kern- oder Beifach, so gelten die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Fächer:

Wintersemester: 01.06. – 15.07.

Sommersemester: 01.12 – 15.01.

Master:

Ethnologie (M.A.)

Homepage:

Institut für Ethnologie und Afrikastudien

Fachbereich:

Fachbereich 07 - Geschichts- und Kulturwissenschaften

Prüfungsordnung:

Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen.

Akkreditierung:

Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar.

 

 

Gegenstand

Ethnologie ist eine allgemeine und vergleichende Sozial- und Kulturwissenschaft. Sie befasst sich mit der Vielfalt menschlicher Lebensweisen und beschreibt ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede. Sie begreift die von ihr untersuchten Gesellschaften, sozialen Gruppen und Alltagswelten im Kontext politischer, ökonomischer und kultureller Strukturen und Netzwerke, die auch durch globale Prozesse geprägt werden. Darum erforschen Ethnologinnen und Ethnologen längst nicht mehr nur außereuropäische nichtindustrielle oder schriftlose Gesellschaften, sondern auch z.B. transnationale Migration, Auswirkungen von Urbanisierung oder die Wiederbelebung oder Neuschaffung von Traditionen im Rahmen politischer Transformationen. Ethnologische Methoden werden auch bei der Erforschung überschaubarer Gemeinschaften in Industriegesellschaften (z.B. Vereine, Sekten, Industrieunternehmen, Bürokratien, ethnische Bewegungen, transnationale Netzwerke) in und außerhalb Europas eingesetzt. Damit setzt sich die Ethnologie auch kritisch mit der kulturellen und gesellschaftlichen Bedingtheit der eigenen, europäischen Lebens- und Denkweisen auseinander.

Das Institut für Ethnologie und Afrikastudien der JGU zeichnet sich durch eine in Deutschland einmalige Bandbreite der Lehr- und Forschungsaktivitäten aus. Diese umfassen nicht nur klassische Themen der Ethnologie, sondern auch afrikanische Sprachen und Sprachwissenschaft, Literatur, Musik, Film und populäre Kultur und Entwicklungssoziologie und -politik.

Der Studiengang konzentriert sich auf außereuropäische Gesellschaften sowie auf gegenwarts- und problembezogene Themenfelder, wie z.B. Staat im Alltag, aktuelle politische Konflikte, religiöser Pluralismus und Entwicklungspolitik. Darüber hinaus zeichnet sich der Studiengang durch die Beschäftigung mit Sprachen und den Produkten kulturellen Handelns vornehmlich in Afrika aus, wie z.B. Literatur, Musik, Film und Video. Daher ist Ethnologie und Afrikastudien ein geeignetes Kern- oder Beifach in Kombination mit anderen sozial-, kultur- und sprachwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen.

Studienziel ist die Vermittlung von grundlegenden Fachkenntnissen in der Ethnologie und der Erwerb von Kompetenzen in der Analyse gegenwärtiger Gesellschaften und ihrer kulturellen Dimensionen aus einer vergleichenden Perspektive. Der Studiengang integriert Fragestellungen, Methoden und Erklärungsansätze der Ethnologie, der Entwicklungssoziologie, der afrikanistischen Sprach- und Literaturwissenschaften, der Medienwissenschaften und der Cultural Studies.

Studienaufbau

Kernfach

Es können zwei Studienrichtungen (SR) gewählt werden:

  • Ethnologie: ohne regionale und thematische Festlegung
  • Afrikastudien: mit regionaler Festlegung – Afrika – und thematischer Konzentration auf Sprachen, Literatur, Musik, Film und Video
  • 1. Jahr: Grundlagenphase (mit Einführungs- und Basismodul)
  • 2. Jahr: Aufbauphase (mit Modul Regionale Studien, Kultur und Gesellschaft und Aufbaumodul)
  • 3. Vertiefungsphase (mit Vertiefungsmodul, Praxismodul und Bachelorarbeit und -prüfung)
  • Das Praxismodul sieht ein Praktikum in gegenstandsnahen Institutionen und Organisationen vor, die Teilnahme an Workshops mit Praxisbezug zu Berufsfeldern wie Medien, Entwicklungszusammenarbeit oder Summer Schools; ab dem 3. FS möglich.
Beifach

Keine Schwerpunktwahl;
vergleichbarer Aufbau, jedoch ohne Sprach- und Praxismodul.

Auslandsstudium

Ein Auslandsaufenthalt ist im 4. oder 5. Fachsemester möglich. Dieser erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.

Vorgeschriebene Praktika

Im Rahmen des Studiums der Ethnologie und Afrikastudien im Kernfach ist ein Praktikum zu absolvieren. Für das Praktikum werden 6 LP vergeben.

Weitere Informationen rund ums Praktikum sowohl im Inland als auch im Ausland erhalten Sie im Portal des Career Service.

Fremdsprachenkenntnisse

Fremdsprachenkenntnisse sind für ein erfolgreiches Studium der Ethnologie unverzichtbar. Unbeschadet des formalen Nachweises stehen die Studierenden im Rahmen ihres Studiums wiederholt vor der Aufgabe, im Rahmen von Referaten, Hausarbeiten etc. fremdsprachliche wissenschaftliche Literatur zu erarbeiten und zu präsentieren. In zahlreichen Lehrveranstaltungen im Grund- und Hauptstudium ist diese Voraussetzung für das Erbringen der geforderten qualifizierten Leistungen.

Ergänzend zu vorausgesetzten passiven und aktiven englischen Sprachkenntnissen wird vorausgesetzt, dass die Studierenden über ausreichende aktive und passive französische Sprachkenntnisse verfügen, die zur Lektüre französischsprachiger Fachliteratur befähigen.  

Information/Beratung

Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.

Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.

Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.

Berufsfelder

Absolventinnen und Absolventen sind in vielen Bereichen gefragt, weil sie über die grundlegende Fähigkeit verfügen, sich mit Fremdem konstruktiv und kreativ auseinanderzusetzen. Interkulturelle Vermittlungskompetenz, gepaart mit einer grundlegenden Ausbildung im komparativen Arbeiten und regionaler Kompetenz, ist in vielen Berufsfeldern, die die Studierenden auch durch das Berufspraktikum kennen lernen können, eine wichtige Schlüsselqualifikation.

Mögliche Berufsfelder sind:

  • Medien: Presse, Fernsehen, neue Medien, Verlage
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Museen, Sammlungen, Bibliotheken  
  • Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen
  • Internationale Institutionen (politisch, wirtschaftlich, kulturell)
  • Kulturmanagement, Kulturvermittlung
  • Konfliktmanagement (z.B. in bzw. für Organisationen, die mit Migrantinnen und Migranten und Flüchtlingen arbeiten)
  • Touristik
  • Erwachsenen- und Weiterbildung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Beratung
Datenbank mit aktuellen Informationen zu Tätigkeitsfeldern: www.berufenet.arbeitsagentur.de
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*uni-mainz.de



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