Evangelische Religionslehre (B.Ed.)
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Das Wichtigste auf einen Blick: |
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Abschluss: |
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Regelstudienzeit: |
6 Semester |
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Studienbeginn: |
Winter- und Sommersemester |
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Zulassungsbedingungen: |
zulassungsfrei |
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Bewerbung: |
in Kombination mit einer weiteren zulassungsfreien Fachwissenschaft
in Kombination mit einer zulassungsbeschränkten Fachwissenschaft
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Bewerbungsfrist: |
Wintersemester: 01.06 - 01.09. Sommersemester: 01.12 - 01.03. Kombinieren Sie eine zulassungsfreie mit einer zulassungsbeschränkten Fachwissenschaft, so gelten die Bewerbungsfristen für zulassungsbeschränkte Fächer: Wintersemester: 01.06. – 15.07. Sommersemester: 01.12. – 15.01. |
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Master: |
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Homepage: |
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Fachbereich: |
Fachbereich 01 - Katholische Theologie und Evangelische Theologie |
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Prüfungsordnung: |
Die Prüfungsordnung regelt die Anforderungen, Verfahren und Bewertung der Modulprüfungen und Abschlussmodulprüfungen. |
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Akkreditierung: |
Die Akkreditierung stellt in Rheinland-Pfalz die Voraussetzung zur Einrichtung und Weiterführung von Studiengängen dar. |
Gegenstand
Das Fach Evangelische Theologie analysiert die Aussagen des christlichen Glaubens mit dem Ziel, ihre Relevanz und ihre Wahrheit im Gespräch mit der jeweiligen Gegenwart zur Geltung zu bringen; sie ist dabei dem Erbe der reformatorischen Theologie und ihrer Wirkungsgeschichte verpflichtet.
Diese Aufgabe wird in mehreren Fachgebieten wahrgenommen: Das Fach Altes Testament und das Fach Neues Testament befassen sich mit den biblischen Schriften als den Dokumenten der Geschichte Israels und der frühen Christenheit, die für die christlichen Kirchen normativ sind; die Fachgebiete fragen nach der Entstehungsgeschichte der Texte, nach den Facetten und Wandlungen des Textverständnisses unter beständiger Berücksichtigung des institutionellen, sozialen, juristischen und ereignisgeschichtlichen Entstehungskontextes und auch der archäologischen Befunde, die in Mainz in einer eigenen Abteilung für biblische Archäologie erforscht werden.
Das Fach Kirchengeschichte verfolgt Entwicklung der Lehre (Dogmen- und Theologiegeschichte) und der kirchlichen Institutionen und damit in Interaktion stehenden Bewegungen (Kirchengeschichte); sie fragt ebenso nach den großen Persönlichkeiten wie nach den kollektiven Entwicklungen bei der Interpretation und Aneignung der biblischen Texte und berücksichtigt die Wechselwirkung mit außerreligiösen Faktoren; die ungeheure Fülle des Stoffs wird gemeinhin in mehrere Epochen gegliedert, die jeweils von gemeinsamen und typischen Wesenszügen geprägt sind, aber in sich regional und zeitlich jeweils wieder differenziert sind (Alte Kirche/Patristik; Mittelalterliche Kirchengeschichte; Geschichte der Reformation und der nachreformatorischen Kirche und Theologie; Kirchengeschichte der Neuzeit und der Neuesten Zeit).
Die genannten historischen Fächer zielen jeweils von sich aus auch auf die Aufgabe ab, die die Systematische Theologie im Besonderen wahrnimmt; die Rechenschaft über den Wahrheitsanspruch der christlichen Tradition im Gespräch mit den Grundüberzeugungen der jeweiligen Gegenwart zur Geltung zu bringen. Das Fach Systematik gliedert sich in zwei Gebiete (Dogmatik und Ethik); zu den Aufgaben der Systematik gehört im Zuge der geordneten und reflektierten Darstellung der Relevanz des christlichen Glaubens (Dogmatik) und der christlichen Lebensorientierung (Ethik) auch die Wahrnehmung und Analyse philosophischer und weltanschaulicher Positionen sowie das ökumenische Gespräch und der interreligiöse Dialog.
Die Praktische Theologie stellt eine methodisch reflektierte Theorie der kirchlichen Handlungsfelder zur Verfügung, in der die gegenwärtigen Bedingungen kirchlichen Handelns unter durchgängiger Berücksichtigung der Methoden außertheologischer Wissenschaften (Soziologie; Psychologie; Pädagogik; Rhetorik) reflektiert werden. Auf der anderen Seite untersucht die Praktische Theologie kulturelle Gegenwartsphänomene auf ihren latenten religiösen Gehalt hin. Ihre fachliche Untergliederung bzw. Schwerpunktsetzung orientiert sich an den verschiedenen kirchlichen oder kirchlich motivierten Handlungsfeldern und wird überwiegend unter den Hauptschwerpunkten Homiletik (Predigtlehre) und Religionspädagogik zusammengefasst.
Der Erforschung nichtchristlicher Religionen und dem Dialog mit ihnen dienen die Fächer Religions- und Missionswissenschaften und Judaistik. Die ursprünglich intendierte Unterstellung der Fächer unter den christlichen Missionsauftrag hat sich in der Gegenwart gewandelt zu einer analytischen Wahrnehmung der anderen Religionen und ihrer Lebensbedingungen, die nicht zuletzt eine Außenperspektive auf die je eigene religiöse Überzeugung erlauben, in der das Unselbstverständliche und Besondere des christlichen Glaubens fassbar wird.
Studienaufbau
Im Lehramtsstudium werden theologische und erziehungswissenschaftliche Lehrveranstaltungen besucht. In Methodenkursen und Proseminaren üben die Bachelor-Studierenden modernen Religionsunterricht an fachspezifischen Beispielen. Dieses Wissen wird im Masterstudiengang in Seminaren vertieft. Weiterführende Informationen zum lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengang finden Sie hier.Auslandsstudium
Ein Auslandsstudium erfolgt in der Regel in Form eines Auslandssemesters oder eines ganzen Studienjahres. Es kann individuell organisiert werden, d.h. der/die Studierende wählt eine Hochschule im Ausland, die den eigenen Bedürfnissen entspricht, und finanziert den Studienaufenthalt selbst oder über Auslands-BAföG. Darüber hinaus gibt es im Rahmen von Bildungsprogrammen mehr oder minder fest organisierte Auslandsstudienaufenthalte an ausländischen Hochschulen, die in der Regel durch ein Stipendium gefördert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie auf unseren Seiten zu Auslandsaufenthalten.Vorgeschriebene Praktika
Im Bachelorstudium sind zwei orientierende Praktika und ein vertiefendes Praktikum zu absolvieren. Weitere Informationen zu den Schulpraktika finden Sie hier.Fremdsprachenkenntnisse
Latinum und Graecum oder vertiefte Griechischkenntnisse und Grundwissen zum biblischen Hebräisch.Fremdsprachenkenntnisse müssen bis zum Beginn der Module 4 bzw. 6 im B.Ed. nachgewiesen werden. Der Nachweis wird durch das Abiturzeugnis oder durch eine Zusatzprüfung an der Universität erbracht. Entsprechende Sprachkurse werden angeboten.
Weitere Informationen zum Erwerb des Latinums/Graecums während des Studiums finden Sie auf unserem Infoblatt. Zudem werden aktive und passive englische Sprachkenntnisse, die zur Lektüre englischsprachiger Fachliteratur befähigen, vorausgesetzt. Dies umfasst nicht das Anfertigen von schriftlichen Studienleistungen oder von Prüfungsleistungen in englischer Sprache.Information/Beratung
Beratung zur Studienwahl, Bewerbung, etc. erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.Für fachspezifische Informationen und Beratung zur Studienplanung wenden Sie sich an die Studienfachberatung.
Informationen aus studentischer Sicht vermitteln die Fachschaften.