Univ.-Prof. Dr. BIRGER PETERSEN

Professor für Musiktheorie


Birger Petersen, 1972 in Lübeck geboren, wurde bereits während seiner Schulzeit als außerordentlicher Student in eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Lübeck aufgenommen. Hier studierte er nach dem Abitur von 1992-1996 Musiktheorie und Komposition, ab 1993 auch Elektronische Komposition und Dirigieren. Im Jahr 1995 legte er seine Kirchenmusikerprüfung ab und war bis 2004 als Kantor und Organist an der evangelisch-lutherischen Friedenskirche Eutin-Neudorf tätig. In seinem 1996 aufgenommenen Promotionsstudiengang an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wählte er die Fächer Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie und promovierte im Jahr 2001 mit einer Dissertation über "Die Melodielehre des Vollkommenen Capellmeisters Johann Mattheson. Eine Studie zum Paradigmenwechsel in der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts". Petersen hat Meisterkurse u.a. bei Prof. Violeta Dinescu (Oldenburg/O.), Prof. Edison Dennisov (Moskau) und Prof. Paul-Heinz Dittrich (Berlin) absolviert.

Nach Lehrtätigkeiten in Lübeck, Rostock, Herford, Bremen, Greifswald und Osnabrück war Birger Petersen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Abteilung Komposition und Musiktheorie tätig, seit 2004 als hauptamtliche Lehrkraft. Von 2004-2011 war Petersen Vorsitzender des von ihm mitgegründeten Vereins für Neue Musik Mecklenburg-Vorpommern e.V.; von 2008-2011 leitete er das Institut für Musik der Hochschule für Musik und Theater Rostock und war Vorsitzender des Akademischen Senats der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Der Schwerpunkt seiner musiktheoretischen Arbeiten liegt im Bereich der Geschichte der Musiktheorie, insbesondere des 17. und 18. Jahrhunderts, sowie in der Vermittlung Neuer Musik. Darüber hinaus publiziert er zur Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Musikphilosophie Theodor W. Adornos. Sein kompositorisches Schaffen wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Europäischen Kulturpreis der Terminbörse Amsterdam, dem Kunstpreis Cloppenburg und dem Kulturpreis des Kreises Ostholstein. Für seine Komposition "(sch-)till" erhielt Petersen 2005 den Kompositionspreis des Deutschen Musikrats. Im Jahr 2007 wurde er mit dem Kulturpreis des Kreises Ostholstein als Cembalist mit dem Ensemble "Musica floreat" ausgezeichnet.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 wurde Birger Petersen auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Neben zwei interdisziplinären Forschungsprojekten zur Musiktheorie Jean-Philippe Rameaus sowie zur Musik Gabriel Josef Rheinbergers wird er sich in den kommenden Jahren u.a. dem Aufbau des Hauptfach-Masterstudiengangs Musiktheorie an der Hochschule für Musik widmen.

Wissenschaftlicher Werdegang

Oktober 2011
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Musiktheorie an die Hochschule für Musik Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

April 2008-September 2011
Vorsitzender des Senats der Hochschule für Musik und Theater Rostock

2008-2011
Leiter des Instituts für Musik der Hochschule für Musik und Theater Rostock
Mitglied des Akademischen Senats und des Konzils der Hochschule für Musik und Theater Rostock

2008
Ernennung zum Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Theater Rostock

2007-2010
Koordinierender Leiter des Zentrums für Verfemte Musik der Hochschule für Musik und Theater Rostock

2004-2011
Hauptamtliche Lehrkraft für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock

2009-2010
Lehrbeauftragter für Geschichte der Musiktheorie am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück

2001-2011
Lehrbeauftragter für Tonsatz, Generalbass- und Partiturspiel und Komposition am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

2001-2008
Lehrer für Komposition am Konservatorium "Rudolf Wagner Régeny" der Hansestadt Rostock

2001-2005
Lehrbeauftragter für Formenlehre und Analyse an der Hochschule für Künste Bremen, seit 2003 auch an der Universität Bremen

2001
Promotion an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Titel der Dissertation: "Die Melodienlehre des Vollkommenen Capellmeisters Johann Mattheson. Eine Studie zum Paradigmenwechsel in der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts"

2000-2002
Lehrbeauftragter für Tonsatz und Analyse an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford

1997-2004
Lehrbeauftragter für Tonsatz, musikalische Analyse und Gehörbildung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, seit 2000 auch für Komposition, Instrumentation und Improvisation Neue Musik, seit 2002 auch für Literaturkunde Musiktheorie

1997
Diplomabschluss im Fach Komposition an der Musikhochschule Lübeck

1996-2000
Promotionsstudiengang in den Fächern Musikwissenschaft, Evangelische Theologie und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

1996
Diplomabschluss im Fach Musiktheorie an der Musikhochschule Lübeck

1995-2004
Kantor und Organist an der evangelisch-lutherischen Friedenskirche Eutin-Neudorf

1995
Kirchenmusikerprüfung

1993-1998
Lehrtätigkeit für Klavier, Musiktheorie und Komposition an der Musik- und Kunstschule Lübeck

1993-1997
Studium der Elektronischen Komposition und Dirigieren an der Musikhochschule Lübeck

1992-1996
Studium der Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Lübeck

1991
Aufnahme als außerordentlicher Student in die Kompositionsklasse von Prof. Roland Ploeger an der Musikhochschule Lübeck

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Musiktheorie, insbesondere des 17. und 18. Jahrhunderts
  • Vermittlung Neuer Musik
  • Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Musikphilosophie Theodor W. Adornos

Preise und Stipendien

2007
Kulturpreis des Kreises Ostholstein als Cembalist mit dem Ensemble "Musica floreat"

2005
Kompositionspreis des Deutschen Musikrats für "(sch-)till"

1995
Erster Preis in der Sparte Alt solo im Kompositionswettbewerb der "Wittlicher Woche für Neue Vokalmusik"

1994
Erster Preis im Kompositionswettbewerb zur Eröffnung der Musik- und Kongresshalle Lübeck

1993/1994
Stipendium der Hinrichsen-Stiftung Lübeck

1993
Europäischer Kulturpreis der Terminbörse Amsterdam

1992
Kulturpreis des Kreises Ostholstein

1992
Kunstförderpreis Cloppenburg

Mitgliedschaften

2004-2011
Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins für Neue Musik Mecklenburg-Vorpommern

seit 2002
Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Komponisten-Verbands (DKV), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

2001-2005
Gründungsmitglied und Stellvertretender Vorsitzender des Collegium Musica Nova Lubecensis e.V., Verband Lübecker Komponisten

1999-2005
Vorstandsmitglied im Nordelbischen Landesverband evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Deutschland

1997
Gründung des Ensembles "Musica Floreat" - Musik am Eutiner Hof, gespielt auf historischen Instrumenten

Publikationen (Auswahl)

  • "Zwischen Schütz und Buxtehude: Zu Johann Rosenmüllers geistlichen Konzerten", in: Forum Kirchenmusik 59 (2008) Heft 6, S. 4-14.
  • "Ökonomie und dennoch: Reichtum". Faßlichkeit bei Brahms und Schönberg, in: Die Tonkunst 2 (2008), S. 198-205.
  • "Zur Concerto-Aria-Kantate bei Dieterich Buxtehude", in: Forum Kirchenmusik 58 (2007), Heft 6, S. 4-13.
  • Akademische Musiktheorie in der jungen Bundesrepublik. Zwei Studien zu Wolfgang Jacobi und Roland Ploeger, Eutin und Norderstedt 2006 (Eutiner Beiträge zur Musikforschung. Neue Folge Bd. 5). (gemeinsam mit Christina Petersen)
  • "Jean-Philippe Rameaus Auseinandersetzung mit dem Monolog aus Lullis Armide", in: Jan Philipp Sprick, Reinhard Bahr und Michael von Troschke (Hg.), Musiktheorie im Kontext. Bericht des 5. Kongresses der Gesellschaft für Musiktheorie Hamburg 2005, Berlin 2008 (Musik und. Neue Folge Bd. 9), S. 345-356.
  • "Musique théologique? Zur Analyse der Musik Olivier Messiaens", in: Zeitschrift für Musik und Ästhetik 8 (2004), Heft 31, S. 88-96.
  • "Zwischen den Gattungen. Zur Gestalt des Weihnachts-Oratoriums von Johann Sebastian Bach", in: Forum Kirchenmusik 55 (2004), Heft 5, S. 4-10.
  • Gegen die Zeit. Roland Ploeger zum 75. Geburtstag, Lübeck 2003. (gemeinsam mit Andreas Pieper)
  • "Majuskel und Minuskel. Theodor W. Adorno und die 'Neue Musik'", in: Zeitschrift für Musik & Ästhetik 7 (2003), Heft 28, S. 70-79.
  • Kirchenmusik und Verkündigung – Verkündigung als Kirchenmusik. Zum Verhältnis von Theologie und Kirchenmusik. Die Referate des Eutiner Symposions 2001, Eutin und Norderstedt 2003 (Eutiner Beiträge zur Musikforschung Bd. 4). (gemeinsam mit Axel Frieb-Preis)
  • Josef Gabriel Rheinberger und seine Zeit. Die Referate des Symposions anläßlich der 15. Internationalen Orgelwochen Eutin 2001, Eutin und Norderstedt 2002 (Eutiner Beiträge zur Musikforschung Bd. 2). (gemeinsam mit Martin West)
  • "'Fasslichkeit durch Erinnerbarkeit': Zu den Finalsätzen der späten Orgelsonaten Gabriel Josef Rheinbergers", in: Arnfried Edler und Sabine Meine (Hg.), Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung. Bericht über die internationale Musikwissenschaftliche Tagung Hannover 2001, Augsburg 2002 (Publikationen der Hochschule für Musik und Theater Hannover Bd. 12), S. 236-239.
  • Die Melodielehre des Vollkommenen Capellmeisters von Johann Mattheson. Eine Studie zum Paradigmenwechsel in der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts, Eutin und Norderstedt 2002 (Eutiner Beiträge zur Musikforschung Bd. 1).
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