Univ.-Prof. Dr. KONRAD HUBER
Professor für Neues Testament
Konrad Huber, 1965 im österreichischen Heinfels (Tirol) geboren, schrieb sich 1983 für Fachtheologie und Selbstständige Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck ein und schloss sein Studium im Jahr 1989 mit Auszeichnung ab. 1994 promovierte er mit Auszeichnung, ebenfalls an der Universität Innsbruck, mit einer Dissertationsschrift zum Thema "Jesus in Auseinandersetzung. Exegetische Untersuchungen zu den sogenannten Jerusalemer Streitgesprächen des Markusevangeliums im Blick auf ihre christologischen Implikationen". Huber wurde im Jahr 2006 mit seiner in der Fachwelt viel beachteten Schrift "Einer gleich einem Menschensohn. Die Christusvisionen in Offb 1,9-20 und Offb 14,14-20 und die Christologie der Johannesoffenbarung" an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz in Österreich habilitiert und erlangte die Venia docendi für das Fach Neutestamentliche Bibelwissenschaft.
Ab 1993 lehrte Huber an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck und übernahm im Studienjahr 2010/2011 die Vertretung der Professur für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Zum 1. Oktober 2011 wurde er zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Neues Testament an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) berufen.
Durch seine Teilnahme an wichtigen internationalen Tagungen, seine Mitarbeit an einer Reihe von Aufsatzbänden und seine Mitherausgeberschaft der "Protokolle zur Bibel" (2001-2011), der "Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt" (seit 2009) sowie einiger Sammelbände zeigt sich Huber ausgezeichnet vernetzt. Auch die große Bandbreite seiner bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten, seine ausgewiesene Stärke in der Forschung - u.a. auch als Leiter des Forschungsprojekts "Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck (BILDI)" - und seine langjährige Erfahrung in der Lehre machen ihn zu einer idealen Verstärkung für die Katholisch-Theologische Fakultät der JGU.
Seine inhaltliche Schwerpunktsetzung im Bereich der Apokalypseforschung plant Huber in den kommenden Jahren weiter fortzusetzen und auszuweiten, unter anderem etwa mit der Herausgabe einer deutschsprachigen Übersetzung des ältesten lateinischen Kommentars zur Johannesoffenbarung. Zu seinen Vorhaben zählt auch der Aufbau einer tragfähigen Kooperation mit der an der Universität Innsbruck betriebenen bibelwissenschaftlichen Literaturdokumentation.
Wissenschaftlicher Werdegang
Oktober 2011Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Neues Testament an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2010-2011
Vertretung der Professur für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, Österreich
2008-2011
Leiter des Forschungsprojekts "Bibelwissenschaftliche Literaturdokumentation Innsbruck (BILDI)"
2007-2011
Außerordentlicher Universitätsprofessor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
2006
Habilitation im Fach "Neutestamentliche Bibelwissenschaft" an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, Österreich
Titel der Habilitationsschrift: "Einer gleich einem Menschensohn. Die Christusvisionen in Offb 1,9-20 und Offb 14,14-20 und die Christologie der Johannesoffenbarung"
Erteilung der Venia docendi
2001-2011
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten an bibelwissenschaftlichen Instituten in Österreich (ArgeAss)
2001-2007
Assistenzprofessor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
1994
Promotion (mit Auszeichnung) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
Titel der Dissertation: "Jesus in Auseinandersetzung. Exegetische Untersuchungen zu den sogenannten Jerusalemer Streitgesprächen des Markusevangeliums im Blick auf ihre christologischen Implikationen"
1993-2001
Universitätsassistent an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
1989-1994
Promotionsstudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
1989
Sponsion zum Magister der Theologie (mit Auszeichnung) an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
1983-1989
Studium der Fachtheologie und der Selbständigen Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Österreich
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Offenbarung des Johannes
- Markusevangelium: Christologie des Markusevangeliums
- Rezeption alttestamentlicher Texte, Themen und Motive in den Schriften des Neuen Testaments
- Apokryphe Evangelien
- Fragen der Methodik und Hermeneutik
Publikationen (Auswahl)
Monografien- Einer gleich einem Menschensohn. Die Christusvisionen in Offb 1,9-20 und Offb 14,14-20 und die Christologie der Johannesoffenbarung (Neutestamentliche Abhandlungen 51), Münster 2007.
- Jesus in Auseinandersetzung. Exegetische Untersuchungen zu den sogenannten Jerusalemer Streitgesprächen des Markusevangeliums im Blick auf ihre christologischen Implikationen (Forschung zur Bibel 75), Würzburg 1995.
- Die Ernte des Menschensohngleichen. Zur Ambivalenz eines Gerichtsbildes in der Johannesoffenbarung, in: Labahn Michael - Lehtipuu Outi (Ed), Imagery in the Book of Revelation (Contributions to Biblical Exegesis & Theology 60), Leuven 2011, 79-106.
- Zu Amt und Ämtern im Matthäusevangelium, in: Schmeller Thomas - Ebner Martin - Hoppe Rudolf (Hg.), Neutestamentliche Ämtermodelle im Kontext (QD 239), Freiburg i. Br. 2010, 34-71.
- Fundament und kostbarer Schmuck. Die zwölf Apostel in der Offenbarung des Johannes, in: De Santos Lorenzo - Grasso Santi (Ed.), "Perché stessero con Lui". Scritti in onore di Klemens Stock SJ, nel suo 75º compleanno (Analecta Biblica 180), Rom 2010, 369-385.
- Reiter auf weißem Pferd. Ein schillerndes Christusbild in der Offenbarung des Johannes, in: Huber Konrad - Repschinski Boris (Hg.), Im Geist und in der Wahrheit. Studien zum Johannesevangelium und zur Offenbarung des Johannes sowie andere Beiträge. Festschrift für Martin Hasitschka SJ zum 65. Geburtstag (NTA 52), Münster 2008, 385-409.
- Volk Gottes als Tempel in der Offenbarung des Johannes, in: Vonach Andreas - Meßner Reinhard (Hg.), Volk Gottes als Tempel (Synagoge und Kirchen 1), Münster 2008, 195-231.
- Psalm 2 in der Offenbarung des Johannes, in: Vonach Andreas - Fischer Georg (Hg.), Horizonte biblischer Texte. Festschrift für Josef M. Oesch zum 60. Geburtstag (Orbis Biblicus et Orientalis 196), Freiburg/Schweiz 2003, 247-273.
- Being Alive to God in Christ. Some Perspectives on Human Fulfilment from Paul’s Anthropology in Romans 5-8, in: Pandikattu Kuruvilla - Quitterer Josef (Ed.), Human Longing and Fulfilment. East Encounters West, Pune 2002, 133-146.
- Von Pianisten und Musikern. Bemerkungen zur theologischen Dimension der Bibelwissenschaft, in: Huber Konrad - Prüller-Jagenteufel Gunter M. - Winkler Ulrich (Hg.), Zukunft der Theologie - Theologie der Zukunft. Zu Selbstverständnis und Relevanz der Theologie (Theologische Trends 10), Thaur 2001, 116-130.
- Theologie als Topologie. Bemerkungen zum Raumkonzept von Joh 1,43-51, in: Zeitschrift für katholische Theologie 121 (1999) 300-310.
- Die Könige Israels: Saul, David und Salomo, in: Öhler Markus (Hg.), Alttestamentliche Gestalten im Neuen Testament. Beiträge zur Biblischen Theologie, Darmstadt 1999, 161-183.
- Vom "Weinberglied" zum "Winzergleichnis". Zu einem Beispiel innerbiblischer relecture, in: Protokolle zur Bibel 5 (1996) 71-94.
- Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt (seit 2009)
- Protokolle zur Bibel (2001-2011)
