Univ.-Prof. Dr. PHILIPP MÜLLER

Professor für Pastoraltheologie


Philipp Müller, 1960 in Düren geboren, studierte von 1981-1988 Katholische Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Hier schloss er 1987 sein Studium mit dem Staatsexamen ab, diesem folgte 1988 das Diplom im Fach Katholische Theologie. Von 1987-1994 war Müller als Dozent für Altes Testament am Seminar für Gemeindepastoral und Religionspädagogik in Freiburg tätig. Außerdem trat er im Jahr 1989 in das Priesterseminar der Erzdiözese Freiburg ein und wurde 1991 zum Priester geweiht. Anschließend war er bis 1997 Assistent am Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.

Mit seiner Dissertation "Dem Leben dienen. Das Seelsorgeverständnis von Linus Bopp (1888-1971) im Kontext heutiger Seelsorgekonzeptionen" wurde Philipp Müller 1997 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg mit dem Prädikat "summa cum laude" promoviert und war von 1999-2006 als Regens des Priesterseminars der Erzdiözese Freiburg in St. Peter im Schwarzwald tätig.

Im Jahr 2006 habilitierte er sich an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Freiburg mit einer Habilitationsschrift zum Thema "Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik" und erwarb in diesem Zusammenhang die Venia legendi für Pastoraltheologie und Homiletik. Von 2007-2008 vertrat Müller in Freiburg die Professur für Pastoraltheologie und Homiletik und wechselte im Anschluss als Professor für Pastoraltheologie an die Katholische Fachhochschule Mainz. Seit dem 1. Oktober 2011 hat er die Professur für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne.

Müller verfügt nicht nur über eine langjährige Lehrerfahrung als Assistent und Dozent, sowohl in Freiburg als auch in Mainz, sondern sammelte auch in seiner mehrjährigen pastoralen Praxis als Vikar und Regens reichhaltige Berufserfahrung. Von 2000-2004 wurde er von der Deutschen Regentenkonferenz in den Beirat der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen delegiert. Seit 2011 ist er Berater der Kommission IV der Deutschen Bischofskonferenz "Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste". Zu Müllers konkreten Lehr- und Forschungsvorhaben an der JGU zählen u.a. das Thema Berufungspastoral (Buchprojekt), empirische Erhebungen und theologische Reflexionen zum Selbstverständnis der pastoralen Berufe (Priester, Diakone, Pastoralreferenten, Gemeindereferentinnen) sowie Einzelstudien zur Geschichte der Pastoral und der Pastoraltheologie.

Wissenschaftlicher Werdegang

Oktober 2011
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Pastoraltheologie an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2008-2011
Professor für Pastoraltheologie an der Katholischen Fachhochschule Mainz

2007-2008
Vertretungsprofessur für die Fächer Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

2006
Habilitation an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Titel der Habilitationsschrift: "Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik"
Erteilung der Venia legendi für die Fächer Pastoraltheologie und Homiletik

2004-2006
Vorsitzender der Südwestdeutschen Regentenkonferenz

2000-2004
Beirat in der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen der Deutschen Regentenkonferenz

1999-2006
Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars der Erzdiözese Freiburg in St. Peter im Schwarzwald

1998-2000
Ausbildung in Klientenzentrierter Gesprächsführung

1997
Promotion (summa cum laude) an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Titel der Dissertation: "Dem Leben dienen. Das Seelsorgeverständnis von Linus Bopp (1887-1971) im Kontext heutiger Seelsorgekonzeptionen"
Bernhard-Welte-Preis der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1992-1999
Vikar in der Pfarrei St. Pankratius in March-Holzhausen

1992-1997
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Pastoraltheologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1991-1992
Vikar an St. Bonifatius und Herz-Jesu in Karlsruhe

1991
Priesterweihe für das Erzbistum Freiburg

1990
Diakonatsjahr in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Offenburg

1989
Eintritt in das Priesterseminar der Erzdiözese Freiburg in St. Peter
Weihe zum Diakon

1988-1995
Dozent für Altes Testament am Freiburger Seminar für Gemeindepastoral und Religionspädagogik

1988
Diplomabschluss in Katholischer Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Titel der Diplomarbeit: "Weish 13,1-9 als 'locus classicus' der Natürlichen Theologie im Spannungsfeld von Biblischer und Systematischer Theologie" (als Aufsatz veröffentlicht in der MThZ)

1987
Staatsexamen in Katholischer Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1984-1988
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1981-1988
Studium der Katholischen Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

1977-1981
gewähltes Mitglied des Pfarrgemeinderats in Nideggen (Rheinland), St. Johannes B.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Seelsorgelehre
  • Martyria als pastoraler Grundvollzug
  • Berufungspastoral
  • Geschichte der Pastoral und der Pastoraltheologie
  • Selbstverständnis und theologisches Profil der pastoralen Berufe
  • Christliche Spiritualität

Mitgliedschaften

  • Beratendes Mitglied der Kommission IV der Deutschen Bischofskonferenz "Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste"
  • Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen
  • Arbeitsgemeinschaft für Homiletik
  • Bernhard-Welte-Gesellschaft
  • John-Henry-Newman-Gesellschaft

Publikationen (Auswahl)

Monografien und Herausgeberschaft
  • Dem Leben dienen. Das Seelsorgeverständnis von Linus Bopp im Kontext heutiger Seelsorgekonzeptionen. (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge. Bd. 28) Würzburg 1997.
  • Predigt ist Zeugnis. Grundlegung der Homiletik. Freiburg - Basel - Wien 2007.
  • Seelsorge in der Kraft des Heiligen Geistes. Für Paul Wehrle. Freiburg - Basel - Wien 2005 (Herausgeberschaft gemeinsam mit Hubert Windisch).
  • Relativismus. Der Anspruch des christlichen Glaubens in einer pluralen Gesellschaft. (KFH Mainz Schriftenreihe. Bd. 5) München 2010 (Herausgeberschaft gemeinsam  mit Werner Müller-Geib).

Aufsätze
  • Weish 13,1-9 als "locus classicus" der Natürlichen Theologie. In: Münchener Theologische Zeitschrift 46 (1995) 395-407.
  • Art. Seelsorge. I. Begriff u. Formen. II. Historisch-theologisch. III. Praktisch-theologisch. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Aufl. Bd. 9, Freiburg - Basel - Rom - Wien 2000, 383-387 (ebenfalls in Baumgartner, Konrad u. Peter Scheuchenpflug (Hrsg.): Lexikon der Pastoral. Bd. 2, Freiburg - Basel - Wien 2002, 1537-1541).
  • Ein verbindlicher Pastoralstil. "Verbindlichkeit" als Leitmotiv für Seelsorge und Pastoral in Zeiten des Umbruchs. In: Internationale Katholische Zeitschrift Communio 30 (2001) 339-352.
  • "Der Jünger, den Jesus liebte". Ideale Nachfolge im Johannesevangelium. In: Geist und Leben 78 (2005) 81-91 (amerikanische Übersetzung "The disciple whom Jesus loved". In: Theology Digest, Volume 54, Number 2, 2010, 157-163).
  • Zeuge sein für die Gnade. Zur theologisch-spirituellen Mitte priesterlicher Existenz. In: Philipp Müller u. Hubert Windisch (Hrsg.): Seelsorge in der Kraft des Heiligen Geistes. FS Paul Wehrle. Freiburg - Basel - Wien 2005, 119-140.
  • Christusförmigkeit in Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Regens Josef Maria Reuß als Pionier der Priesterbildung. In: Weihbischof Josef Maria Reuß (1906-1986) zum 100. Geburtstag. Herausgegeben von Peter Reifenberg und Annette Wiesheu. (Neues Jahrbuch des Bistums Mainz. Beiträge zur Zeit- und Kulturgeschichte der Diözese 2007) Mainz 2007, 47-65.
  • Wer sind die Adressaten der Berufungspastoral? Eine pastoral-theologische Vergewisserung. In: Pastoraltheologische Informationen, 27. Jahrgang, Heft 2007-1, 168-178.
  • Die Lebensrelevanz des Glaubens. Warum eine zeitgemäße Form der Moralpredigt unverzichtbar ist. In: Stimmen der Zeit Heft 3, Band 226 (2008) 173-184.
  • Die Ausbildung hauptberuflicher pastoraler Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. In: Heribert Smolinsky (Hrsg.): Geschichte der Erzdiözese Freiburg. Bd.1: Von der Gründung bis 1918. Freiburg - Basel - Wien 2008, 235-292.
  • Geistliche Begleitung und sakramentale Beichte. Eine theologisch-praktische Verhältnisbestimmung. In: Geist und Leben 81 (2008) 241-252.
  • Kirchlich heiraten, ohne mit Gott zu rechnen? Ehevorbereitung unter heutigen pastoralen Bedingungen. In: Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Essen, Hildesheim, Köln, Limburg, Osnabrück. Januar 1 – 2010, 22-30.
  • Praxisfeld: Firmvorbereitung. Jugendlichen Firmanden in einer pluralen Gesellschaft den christlichen Glauben anbieten. In: Philipp Müller u. Werner Müller-Geib: Relativismus. Der Anspruch des christlichen Glaubens in einer pluralen Gesellschaft. (KFH Mainz Schriftenreihe. Bd. 5) München 2010, 73-95.
  • Linus Bopp (1887-1971) – ein Wegbereiter des heutigen Selbstverständnisses von Pastoraltheologie. In: Pastoraltheologische Informationen. 30. Jahrgang. 2010-2, 147-171.
  • Volk Gottes unterwegs. Eine pastoraltheologische Reflexion über das Pilgern und Wallfahren. In: Trierer Theologische Zeitschrift 120 (2011) 370-384.
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