Univ.-Prof. Dr. CHRISTINA EBERL-BORGES

Professorin für Bürgerliches Recht, insbesondere Familien- und Erbrecht, sowie Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung


Christina Eberl-Borges, 1962 in Riedlingen geboren, studierte Rechtswissenschaft in Passau und Bonn. In Passau absolvierte sie zusätzlich eine fachspezifische Fremdsprachenausbildung in Französisch und Italienisch. Nach ihrer ersten juristischen Staatsprüfung arbeitete sie als Assistentin am Lehrstuhl für deutsches Recht der Universität Genf. Anschließend absolvierte sie ihr Referendariat am Landgericht Bonn. Bereits während des Referendariats wurde Eberl-Borges 1991 mit dem Prädikat "summa cum laude" an der Universität Bonn promoviert; ihre Dissertation zum Thema "Rechtsfragen der Bankgarantie im internationalen Wirtschaftsverkehr nach deutschem und schweizerischem Recht" wurde mit dem Förderpreis der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn ausgezeichnet. Es folgten 1992 die zweite juristische Staatsprüfung und eine Tätigkeit zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin und dann als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht der Universität Potsdam. Von 1996 bis 1999 wurde Eberl-Borges durch ein Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und Ende 1999 mit der Arbeit "Die Erbauseinandersetzung" an der Universität Potsdam habilitiert. Es folgten eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Bonn, eine Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin und schließlich die Vertretung einer Professur für Bürgerliches Recht und Internationales Privatrecht an der Universität Siegen. Ab 2002 war Eberl-Borges Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Siegen, bevor sie im November 2011 an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) berufen wurde.

Eberl-Borges ist Autorin zahlreicher Beiträge vor allem zum Erbrecht und zum Familienrecht, zum Schuldrecht (Gefährdungshaftung, Vertragsrecht) sowie zur Rechtsvergleichung. Sie kooperiert seit längerem mit Professoren der Nordwest-Universität für Politologie und Rechtswissenschaft in Xi’an (VR China).

An der JGU ist Eberl-Borges insbesondere im Schwerpunktbereich Familien- und Erbrecht tätig. Sie möchte ihre akademischen Kontakte in China weiter vertiefen und ihr Interesse am chinesischen Recht auch in die Lehre einbringen.

Wissenschaftlicher Werdegang

November 2011
Berufung zur Universitätsprofessorin auf Lebenszeit für Bürgerliches Recht, insbesondere Familien- und Erbrecht, sowie Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2002-2011 
Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Siegen

2001-2002
Vertretung einer Professur für Bürgerliches Recht und Internationales Privatrecht an der Universität Siegen

2000-2001
Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam und an der Humboldt-Universität zu Berlin

2000
Vertretung des Amtes eines Universitätsprofessors für das Fach Zivilrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

1999
Habilitation an der Universität Potsdam
Titel der Habilitationsschrift: "Die Erbauseinandersetzung"; Venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung

1996-1999 
Habilitandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

1994-2001
Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht der Universität Potsdam

1993
Förderpreis des Jahres 1993 der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn für die Dissertation

1992-1994
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht der Universität Potsdam

1992
Zweites juristisches Staatsexamen

1991
Promotion (summa cum laude) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Titel der Dissertation: "Rechtsfragen der Bankgarantie im internationalen Wirtschaftsverkehr nach deutschem und schweizerischem Recht"

1989-1992
Referendariat am Landgericht Bonn

1988
Erstes juristisches Staatsexamen

1982-1988
Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Passau und an der der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Erbrecht, insbesondere das Recht der Erbengemeinschaft
  • Familienrecht, insbesondere Unterhaltsrecht
  • Schuldrecht, insbesondere Gefährdungshaftung
  • Rechtsvergleichung, insbesondere das Recht der Volksrepublik China

Publikationen (Auswahl)

  • Reformvorschläge zum Recht der Erbauseinandersetzung, ZErb 2010, 255-262.
  • Die Haftung für Haustiere im deutschen Recht, Studien über Deutsches Recht (Verlag der Technischen Universität Harbin, VR China), 4 (2010) 66-79.
  • Kommentierung zu §§ 2042-2057a BGB, in: Dauer-Lieb/Heidel/Ring (Hrsg.), NomosKommentar BGB, Band 5: Erbrecht, (hrsg. v. Kroiß/Ann/Mayer), 3. Aufl. 2010.
  • 动物饲养人责任归责原则探析 [Untersuchung zur Tierhalterhaftung], New West (Xi’an, VR China) 2009 Heft 24, S. 115 f.
  • Kommentierung zu §§ 830, 833, 834 BGB, in: J. von Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen, Neubearbeitung 2008.
  • Der blockierende Miterbe, ErbR 2008, 234-246.
  • Privateigentum in China: Zur Reform des chinesischen Ehegüterrechts, ZVglRWiss 106 (2007) 158-173 (mit Su, Yingxia/Wang, Baoshi).
  • Verfügungsgeschäfte der Erbengemeinschaft im Rahmen der Nachlassverwaltung, NJW 2006, 1313-1315.
  • Sozialstaat oder Verwandtensolidarität – Neuere Entwicklungen des Sozialhilferegresses bei der Unterhaltspflicht erwachsener Kinder und beim Behindertentestament, FamRZ 2006, 589-598 (mit Schüttlöffel, Michael).
  • Festlegung der Geschlechterrollen durch Unterhaltspflichten – Die Hausmann-Rechtsprechung im Lichte soziologischer Untersuchungen, FamRZ 2004, 1521-1526.
  • Wahlpflichtfachklausur – Internationales Privatrecht: Haftung für Schulden einer Scheinauslandsgesellschaft, JuS 2004, 502-508.
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Univ.-Prof. Dr. Christina Eberl-Borges

Kontakt Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Christina Eberl-Borges
Abteilung Rechtswissenschaft
Fachbereich 03 - Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-23055
Fax +49 6131 39-22147

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