Univ.-Prof. Dr. JOHANNES PAULMANN

Professor für Neuere Geschichte / Direktor der Abteilung für Universalgeschichte am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte


Johannes Paulmann, 1960 in Darmstadt geboren, studierte die Fächer Neuere Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und an der University of Leicester in Großbritannien. Nach dem Magister-Abschluss 1986 hielt er sich für einen einjährigen Forschungsaufenthalt am Deutschen Historischen Institut London auf. Anschließend war er zunächst Wissenschaftlicher Angestellter am Deutschen Institut für Fernstudien an der Eberhard Karls Universität Tübingen und Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Neuere Geschichte an der LMU, wo er 1991 mit einer Dissertation zum Thema "Staat und Arbeitsmarkt in Großbritannien: Krise, Weltkrieg, Wiederaufbau" promovierte. Einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut London von 1992-1996 und einem anschließenden Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) folgte schließlich 1999 die Habilitation im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der LMU mit einer preisgekrönten Schrift über "Pomp und Politik. Monarchenbegegnungen in Europa zwischen Ancien Régime und Erstem Weltkrieg".

Nach einer Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der LMU und einer Gastprofessur in den USA, an der Emory University in Atlanta, Georgia, war Paulmann bis 2006 als Professor für Geschichte - und erster Inhaber des Helmut Schmidt Chair of International History - an der International University Bremen (heute: Jacobs University Bremen) tätig. Im Anschluss daran übernahm Paulmann bis 2011 den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim, wo er auch Aufgaben als Studiendekan, Prodekan und Dekan der Philosophischen Fakultät sowie als Geschäftsführender Direktor des Historischen Instituts wahrnahm. In dieser Zeit war er zudem an verschiedenen international renommierten Universitäten zu Gast (u.a. als Gerda-Henkel Gastprofessor an der London School of Economics und als Visiting Fellow am Magdalen College der Universität Oxford).

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 wurde Johannes Paulmann als Professor für Neuere Geschichte an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen und als Leiter der Abteilung Universalgeschichte zum Direktor am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte ernannt.

Die Forschungsinteressen von Johannes Paulmann liegen in der europäischen Geschichte vom Ancien Régime bis in die Zeitgeschichte. Besondere Aufmerksamkeit widmet er methodischen Fragen einer Geschichtsschreibung jenseits nationalstaatlicher Grenzen. Gegenwärtig schreibt er eine Geschichte Europas zwischen 1850 und 1914 und arbeitet zur Geschichte der humanitären Hilfe im 19. und 20. Jahrhundert.

Wissenschaftlicher Werdegang

Oktober 2011
Berufung zum Professor für Neuere Geschichte an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Ernennung zum Direktor des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Abteilung Universalgeschichte

2011
Visiting Fellow am Magdalen College, University of Oxford, Großbritannien

2010-2011
Geschäftsführender Direktor des Historischen Instituts der Universität Mannheim

2009-2011
Prodekan für Internationale Angelegenheiten der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim

2009-2010
Gerda Henkel Visiting Professor an der London School of Economics und am German Historical Institute London, Großbritannien

2007-2009
Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim

2006-2011
Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim
Leiter des Universitätsarchivs der Universität Mannheim

2006-2007
Studiendekan der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim

2005-2006
Geschäftsführender Leiter des Fachs "History" an der International University Bremen

2004-2005
Geschäftsführender Leiter des Fachs "International Politics and History" an der International University Bremen

2002-2006
Professor für Geschichte an der International University Bremen (ab 2003 erster Inhaber des Helmut Schmidt Chair of International History)

2001
Emory German Studies Professor an der Emory University, Atlanta, Georgia, USA

2000-2002
Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München

1999
Habilitation im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Titel der Habilitationsschrift: "Pomp und Politik. Monarchenbegegnungen in Europa zwischen Ancien Régime und Erstem Weltkrieg"

1997-1999
Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

1992-1996
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut London, Großbritannien

1991
Promotion (summa cum laude) an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Titel der Dissertation: "Staat und Arbeitsmarkt in Großbritannien: Krise, Weltkrieg, Wiederaufbau"

1989-1991
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Neuere Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München

1987-1989
Wissenschaftlicher Angestellter am Deutschen Institut für Fernstudien an der Eberhard Karls Universität Tübingen als Redakteur im Medienverbundsystem "Funkkolleg"

1986-1987
Promotionsstipendium des Deutschen Historischen Instituts London, Großbritannien

1986
Magister Artium ("mit Auszeichnung") in Neuere Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München

1982-1983
Auslandsstudium an der University of Leicester, Großbritannien
Jahresstipendium des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD)

1980-1986
Studium der Fächer Neuere Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Europäische Geschichte
  • Transnationale, internationale und globale Geschichte
  • Deutsche Geschichte in transnationaler Perspektive

Mitgliedschaften

  • DFG-Gutachter
  • Auswahlausschuss der VolkswagenStiftung für das Programm "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften"
  • Stiftungsrat der Hermann-Weber-Stiftung
  • DAAD-Auswahlkommission für Doktorandenstipendien

Preise und Auszeichnungen

  • "Honorable Mention for Teaching" durch Student Government der International University Bremen
  • Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • "Buch des Jahres 2001" in der Kategorie Neuere Geschichte auf dem Internet-Forum H-Soz-u-Kult für "Pomp und Politik: Monarchenbegegnungen in Europa zwischen Ancien Régime und Erstem Weltkrieg"

Publikationen (Auswahl)

  • Regionen und Welten: Arenen und Akteure regionaler Weltbeziehungen seit dem 19. Jahrhundert, in: Historische Zeitschrift 296 (2013) [Druckfahne]
  • Reformer, Experten und Diplomaten: Grundlagen des Internationalismus im 19. Jahrhundert, in: Hillard von Thiessen / Christian Windler (Hg.), Akteure der Außenbeziehungen: Netzwerke und Interkulturalität im Historischen Wandel, Köln 2010, 173-197.
  • (Hg.) Deutscher Kolonialismus und Natur vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik, Themenheft der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 56/6 (2008), S. 493-560.
  • Jenseits von Eden: Kolonialismus, Zeitkritik und wissenschaftlicher Naturschutz in Bernhard Grzimeks Tierfilmen der 1950er Jahre, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 56 (2008), 541-560.
  • Die Haltung der Zurückhaltung: Auswärtige Selbstdarstellungen nach 1945 und die Suche nach einem erneuerten Selbstverständnis in der Bundesrepublik (= Schriftenreihe der Wilhelm und Helen Kaisen-Stiftung), Bremen 2006.
  • (Hg.) Auswärtige Repräsentationen: Deutsche Kulturdiplomatie nach 1945, Köln 2005.
  • Beginning and end? The two German unifications and the epoch of territoriality, in: John Breuilly u. Ronald C. Speirs (eds.), Germany’s two unifications: anticipations, experiences, responses, Basingstoke u. New York 2005, 26-48.
  • (Hg. in Verbindung mit Daniel Leese u. Philippa Söldenwagner) Ritual – Macht – Natur: Europäisch-ozeanische Beziehungswelten in der Neuzeit, Bremen 2005.
  • Grenzüberschreitungen und Grenzräume: Überlegungen zur Geschichte transnationaler Beziehungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zeitgeschichte, in: Eckart Conze, Ulrich Lappenküper u. Guido Müller (Hg.), Geschichte der internationalen Beziehungen: Erneuerung und Erweiterung einer historischen Disziplin, Köln 2004, 169-196.
  • (Hg. mit Martin H. Geyer) The mechanics of internationalism: culture, society and politics from the 1840s to the First World War, Oxford 2001.
  • Pomp und Politik: Monarchenbegegnungen in Europa zwischen Ancien Régime und Erstem Weltkrieg, Paderborn, München, Wien 2000.
  • Internationaler Vergleich und interkultureller Transfer: Zwei Forschungsansätze zur europäischen Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, in: Historische Zeitschrift 267 (1998), 649-685.
  • Staat und Arbeitsmarkt in Großbritannien: Krise, Weltkrieg, Wiederaufbau Göttingen 1993.
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz (Link zur Homepage)
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Alte Universitätsstr. 19
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Tel +49 6131 39-39360
Fax +49 6131 39-30154

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