Univ.-Prof. Dr. RALF BUSSE

Professor für Wissenschaftsphilosophie


Seine erste gleichermaßen klassische, besonders die Schriften Kants und Hegels abdeckende, wie analytische philosophische Ausbildung erwarb sich Ralf Busse, 1970 in Duisburg geboren, während seines Studiums der Philosophie an der Universität Heidelberg. Er beschloss sein Studium mit einer Magisterarbeit zum Wahrnehmungsbewusstsein in Kants Kategorientheorie. Im Jahr 2003 wurde er mit einer Dissertation promoviert, die unter dem Titel "Wahrnehmung, Indexikalität und Reflektion. Hector-Neri Castañedas Ontologie und Wahrnehmungstheorie und die Möglichkeit einer phänomenologischen Reflexion" veröffentlicht wurde. Nach seiner Promotion war Busse als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie an der Universität Regensburg tätig und legte 2009 schließlich seine Habilitationsschrift "Properties in Nature. A Nominalistic Account of Fundamental Properties" vor. Diese Schrift versteht sich als Studie zur fundamentalen Metaphysik und verbindet Fragestellungen der formalen Ontologie mit wissenschaftsphilosophischen Überlegungen. Busse verteidigt darin die These, dass es ein allgemeines Phänomen der "perfekten Natürlichkeit" von Eigenschaften und Relationen gibt, das einer metaphysischen Erklärung bedarf und das für eine adäquate nominalistische Erklärung erreichbar ist.

Seit dem 24. März 2011 forscht und lehrt Busse als Universitätsprofessor auf Lebenszeit am Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Außer in seinem Fachgebiet der Wissenschaftsphilosophie, die sich mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen von Wissenschaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung auseinandersetzt, lehrt und forscht er schwerpunktmäßig zur modernen Metaphysik, Sprachphilosophie, Logik und Erkenntnistheorien.

Wissenschaftlicher Werdegang

März 2011
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Wissenschaftsphilosophie an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2009
Habilitation an der Philosophischen Fakultät I der Universität Regensburg
Titel der Habilitationsschrift: "Properties in Nature. A Nominalist Account of Fundamental Properties"

2009-2010
Akademischer Oberrat auf Zeit am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie, Institut für Philosophie, Universität Regensburg

2004-2009
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie, Universität Regensburg

2003
Promotion an der Universität Heidelberg
Titel der Dissertation: "Wahrnehmung, Indexikalität und Reflektion. Hector-Neri Castañedas Ontologie und Wahrnehmungstheorie und die Möglichkeit einer phänomenologischen Reflexion"

1996
Magister Artium in Philosophie, Soziologie und Physik an der Universität Heidelberg
Titel der Magisterarbeit: "Zur Rolle des Wahrnehmungsbewusstseins in Kants Kategorientheorie"

1991-1996
Magisterstudium der Philosophie, Soziologie und Physik an der Universität Heidelberg
Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Wissenschaftsphilosophie
  • Metaphysik
  • Sprachphilosophie
  • Logik
  • Erkenntnistheorie
  • Klassische deutsche Philosophie, insbesondere Kant

Publikationen (Auswahl)

Monografien
  • Properties in Nature. A Nominalist Account of Fundamental Properties (330 S., in Überarbeitung) (Habilitationsschrift)
  • Wahrnehmung, Indexikalität und Reflexion. Hector-Neri Castañedas Ontologie und Wahrnehmungstheorie und die Möglichkeit einer phänomenologischen Reflexion, Frankfurt a. M.: Ontos 2005 (Dissertation)
Aufsätze
  • 2010 "Was man aus Kants Antwort auf Hume heute lernen kann", Beitrag auf Einladung für eine Festschrift zu Hans Friedrich Fuldas 80. Geburtstag, hg. v. Peter König und Jens Rometsch
  • 2010 "An Argument Against Fundamentalist Essentialism (Including Scientific Essentialism)", in: Oliver Petersen, Barbara Vetter (Hg.), Selected Contributions to GAP.7, Seventh International Conference of the Society for Analytical Philosophy, Berlin 2009, (CD-ROM) Paderborn: mentis (20 S.)
  • 2010 "Die Einheit des kantischen Anschauungsbegriffs", Beitrag auf Einladung für einen von Christoph Wagner herausgegebenen Band Bilder Sehen
  • 2010 "Das Sehen des Ungesehenen. Kant, Sellars und Husserl über die Perspektivität der Wahrnehmung", Beitrag auf Einladung für Marc Greenlee, Christoph Wagner, Christian Wolff (Hg.), Aisthesis. Wahrnehmungsprozesse und Visualisierungsformen in Kunst und Technik, Regensburger Studien zur Kunstgeschichte Bd. 12, Regensburg: Schnell und Steiner, im Erscheinen
  • 2009 "Humean Supervenience, Vectorial Fields and the Spinning Sphere", Dialectica 63 Heft 4 (2009), Sonderheft The Metaphysics of Vectors, hg. v. Ph. Keller und St. Leuenberger, S. 449-489
  • 2008 "Fundamentale Eigenschaften und die Grundlagen des Ähnlichkeitsnominalismus", Philosophia Naturalis 45 Heft 2 (2008), S. 167-210
  • 2008 "Qualitativität und Ähnlichkeit: Grundprobleme der Eigenschaftstheorie", Facta Philosophica 10 (2008), S. 185-230
  • 2007 "Eine reduktionistische Regularitätstheorie klassischer Kraftgesetze", Facta Philosophica 9 (2007), S. 213-244
  • 2007 "Fundamentale Größen in einer Lewis'schen Eigenschaftstheorie", Philosophia Naturalis 44 (2007), S. 183-218
  • 2007 "Bradleys Regress und Prädikation: Ist fregesche Ungesättigheit unvermeidlich?” in: Helen Bohse, Sven Walter (Hg.), Selected Contributions to GAP.6, Sixth International Conference of the Society for Analytical Philosophy, Berlin, 11-14 September 2006. (CD-ROM) Paderborn: mentis, S. 496-510, 2007
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D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-28016
Fax +49 6131 39-26728

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