Univ.-Prof. Dr. MARTIN STERN
Professor für Sportpädagogik/Sportethik
Martin Stern, 1967 in Berlin geboren, studierte an der Freien Universität Berlin die Fächer Sport, Chemie, Philosophie und Erziehungswissenschaften und schloss sein Studium 2001 mit dem 1. Staatsexamen ab. Im Anschluss daran war er bis 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Sportpädagogik und Philosophie des Sports an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Ab 2002 war Stern auch wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich (SFB) 447 "Kulturen des Perfomativen" an der FU Berlin. Hier übernahm er von 2002 bis 2004 im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "Die Aufführung der Gesellschaft in Spielen" die Leitung des Unterprojekts "Das Spiel mit dem Risiko und seine Stellung in der Gesellschaft". Von 2005 bis 2007 leitete er das Unterprojekt "Neue Bewegungen im Sport. Zur historischen Anthropologie des Springens und Fliegens" im DFG-Projekt "Bewegungsbilder in Spiel, Arbeit und Bildmedien" - ebenfalls am SFB 447.
Im Jahr 2007 promovierte Stern im Fach Sportwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Thema "Stil-Kulturen. Konstellationen von Körper, Risiko und Technik in neuen Sportpraktiken". Für seine mit dem Prädikat "summa cum laude" ausgezeichnete Dissertation wurde er zudem mit dem 3. Platz beim Wissenschaftspreis 2008/2009 des Deutschen Olympischen Sportbundes geehrt. Nach seiner Promotion übernahm Stern im DFG-Projekt "Wandel des Regelgebrauchs in Spiel und Arbeit" am SFB 447 die Leitung des Unterprojekts "Spielstrategien und Organisationspraktiken im professionellen Basketball".
Nachdem er bereits seit 2009 die Vertretung der Professur für Sportpädagogik/Sportethik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) übernommen hatte, wurde Martin Stern im Februar 2012 zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit an das Institut für Sportwissenschaft der JGU berufen. Seine aktuellen Forschungsvorhaben fokussieren einerseits Vermittlungsprozesse von Tanz und Sport unter der Fragestellung ästhetischer Bildung und andererseits Möglichkeiten digitaler Lehr-/Lernplattformen für die Ausbildung angehender Lehrerinnen und Lehrer und Trainerinnen und Trainer im Bereich der Bewegungskulturen. Dabei sind auch Fragen der Bildung von Medienkompetenz in der Auseinandersetzung mit Video-Podcast (Rezeption, Produktion) von Bedeutung.
Wissenschaftlicher Werdegang
Februar 2012Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Sportpädagogik/Sportethik an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2009-2011
Vertretung der Professur für Sportpädagogik/Sportethik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2008-2010
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 447 "Kulturen des Performativen" an der Freien Universität Berlin; Leiter des Unterprojekts "Spielstrategien und Organisationspraktiken im professionellen Basketball" des DFG-Projekts "Wandel des Regelgebrauchs in Spiel und Arbeit"; Mitarbeiter in der interdisziplinären AG "Synchronisation und Partizipation"
2008/2009
3. Platz beim Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
2007
Promotion (summa cum laude) im Sonderforschungsbereich 447 "Kulturen des Perfomativen" im Fach Sportwissenschaft an der Freien Universität Berlin
Titel der Dissertation: "Stil-Kulturen. Konstellationen von Körper, Risiko und Technik in neuen Sportpraktiken"
2005-2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 447 "Kulturen des Performativen" an der Freien Universität Berlin; Leiter des Unterprojekts "Neue Bewegungen im Sport. Zur historischen Anthropologie des Springens und Fliegens" des DFG-Projekts "Bewegungsbilder in Spiel, Arbeit und Bildmedien"; Mitarbeit in der interdisziplinären AG "Transgression, Differenzierung und Hybridisierung"
2002-2004
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 447 "Kulturen des Performativen" an der Freien Universität Berlin; Leiter des Unterprojekts "Das Spiel mit dem Risiko und seine Stellung in der Gesellschaft" des DFG-Projekts "Die Aufführung der Gesellschaft in Spielen"; Mitarbeit in der interdisziplinären AG "Gender"
2001-2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft (Sportpädagogik und Philosophie des Sports) an der Humboldt-Universität zu Berlin
2001
1. Staatsexamen in den Fächern Sport, Chemie, Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin
1995-2000
Mitglied des Projekts "Körperkulturen im Europäischen Kontext" des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW)
1995-1996
Leitung des Projekttutoriums "Körper-Wahrnehmung im Nationalsozialismus" an der Freien Universität Berlin (zus. mit P. Diehl)
1994-1995
Auslandsstudium in Paris, Frankreich
1989-2001
Studium der Fächer Sport, Chemie, Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Sportpädagogik und -philosophie
- Moderne Spiel- und Sportkulturen
- Zeitgenössischer Tanz
- Soziologie und Anthropologie von Erlebnis-, Risiko- und Abenteuersportarten
- Körpertheorien
- Erlebnispädagogik
- Gender
- Digitale Medien und Sportvermittlung
Publikationen (Auswahl)
- Choreographie und Institution. Zeitgenössischer Tanz zwischen Ästhetik, Produktion und Vermittlung, Bielefeld: transcript Verlag, 2011 (zus. mit Yvonne Hardt).
- Stil-Kulturen. Performative Konstellationen von Technik, Spiel und Risiko in neuen Sportpraktiken, Bielefeld: transcript Verlag, 2010.
- Kalkuliertes Risiko. Technik, Spiel und Sport an der Grenze, (zus. mit Gunter Gebauer, Stefan Poser, Robert Schmidt), Frankfurt/New York: Campus Verlag 2006.
- Begehrende Körper und verkörpertes Begehren - Interdisziplinäre Studien zu Performativität und gender. In: Paragrana 13/2004, 251-309 (Gemeinschaftspublikation mit Arbeitsschwerpunkt "gender" des Sonderforschungsbereichs "Kulturen des Performativen").
- Digitale Medien und Sport: Fotografie als Forschungsinstrument und Daten-Quelle am Beispiel einer ethnographischen Untersuchung des Snowboarding. In: Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge: Qualitative Forschungsansätze in der Sportwissenschaft (Themenschwerpunkt), Heft 2009/1, 64-81.
