Juniorprof. Dr. LEONARD REINECKE
Juniorprofessor für Publizistik, Schwerpunkt Online-Kommunikation
Leonard Reinecke, 1982 in Bochum geboren, studierte von 2001-2006 Psychologie an der Universität Hamburg. Nach erfolgreichem Diplomabschluss in Psychologie wechselte Reinecke im Januar 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Hamburg Media School und war von April 2009 bis Juni 2011 zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "Sozialisation im Social Web" am Arbeitsbereich Sozialpsychologie der Universität Hamburg beschäftigt.
Reinecke promovierte im November 2010 mit einer Dissertation zum Thema Erholung und psychologische Bedürfnisbefriedigung bei der Nutzung von Unterhaltungsmedien am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg. Von Januar 2011 bis zu seiner Ernennung zum Juniorprofessor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Februar 2012 war er als Postdoc am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim tätig.
Leonard Reinecke ist für verschiedene nationale und internationale Fachzeitschriften im Bereich Kommunikationswissenschaft und Medienpsychologie als Reviewer tätig und ist Mitglied im Editorial Board des Journal of Media Psychology. Darüber hinaus engagiert er sich als Gutachter für die Tagungen der International Communication Association (ICA), der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs). Reinecke ist Mitbegründer des seit Januar 2010 von der DFG geförderten "Young Scholars' Network on Privacy and Web 2.0".
In seiner aktuellen Forschung widmet sich Leonard Reinecke als Juniorprofessor für Online-Kommunikation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz der Nutzung neuer Medien und ihrer Wirkung auf unseren Alltag. Von besonderem Interesse sind für Reinecke neben den Risiken neuer Medien, z. B. dem drohenden Verlust der Privatsphäre im Web 2.0, auch mögliche positive Wirkungen wie etwa gesteigertes psychologisches Wohlbefinden durch Medienunterhaltung oder der Aufbau von Sozialkapital und authentische Selbstdarstellung auf in sozialen Netzwerken. Erklärtes Ziel seiner Forschung ist es, ein möglichst differenziertes Bild der Chancen und Risiken neuer Medien zu zeichnen und die vielfältigen Wege besser zu verstehen, auf denen diese unser Leben verändern.
Wissenschaftlicher Werdegang
Februar 2012Ernennung zum Juniorprofessor für Publizistik, Schwerpunkt Online-Kommunikation
2011-2012
Postdoc am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Universität Mannheim
November 2010
Promotion im Fachbereich Psychologie an der Universität Hamburg
Titel der Dissertationsschrift: "Erholung und psychologische Bedürfnisbefriedigung bei der Nutzung von Unterhaltungsmedien"
August-Oktober 2009
Forschungsaufenthalt am Department of Communication der Michigan State University, East Lansing, Michigan, USA
gefördert durch ein Doktorandenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD)
2009-2011
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Sozialisation im Social Web" am Arbeitsbereich Sozialpsychologie der Universität Hamburg
2007-2010
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hamburg Media School
Oktober 2006
Diplom-Abschluss in Psychologie an der Universität Hamburg
Titel der Diplomarbeit: "In working mood? The effects of mood management processes on subsequent cognitive performance"
2001-2006
Diplom-Studium der Psychologie an der Universität Hamburg
Preise und Auszeichnungen
2009Best Paper Award (1. Platz) der Fachgruppe Medienpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
2007
Best Paper Award (3. Platz) der Fachgruppe Medienpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
Auszeichnung der Diplomarbeit mit dem Deutschen Studienpreis (3. Preis) der Körber-Stiftung
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Nutzung und Wirkung von Social Media
- empirische Unterhaltungsforschung
- Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Social Web
- soziale Interaktionen
- Aufbau von Sozialkapital in Social Media und Online-Games
- Rezeption und Wirkung von Video- und Computerspielen
- theoretische Fassung des Unterhaltungserlebens
- intrinsische Bedürfnisbefriedigung und Erholungseffekte bei der Nutzung von Unterhaltungsmedien
Publikationen (Auswahl)
Bücher und Herausgeberbände- Trepte, S., & Reinecke, L. (in Vorbereitung). Medienpsychologie. Stuttgart: Kohlhammer.
- Reinecke, L., & Trepte, S. (Hrsg.).(2012). Unterhaltung in neuen Medien. Perspektiven zur Rezeption und Wirkung von Online-Medien und interaktiven Unterhaltungsformaten. Köln: Herbert von Halem Verlag.
- Trepte, S., & Reinecke, L. (Hrsg.).(2011). Privacy online: Theoretical approaches and research perspectives on the role of privacy in the Social Web. Heidelberg: Springer.
- Reinecke, L., Tamborini, R., Grizzard, M., Lewis, R., Eden, A., & Bowman, N.D. (2012). Characterizing mood management as need satisfaction: The effects of intrinsic needs on selective exposure and mood repair. Journal of Communication, 62, 437-453.
- Reinecke, L. (2012). Mediennutzung und Well-Being. In L. Reinecke & S. Trepte, (Hrsg). Unterhaltung in neuen Medien. Perspektiven zur Rezeption und Wirkung von Online-Medien und interaktiven Unterhaltungsformaten (S. 308-325). Köln: Herbert von Halem Verlag.
- Trepte, S., Reinecke, L., Jüchems, K. (2012). The Social Side of Gaming:How Playing Online Computer Games Creates Online and Offline Social Support. Computers in Human Behavior, 28, 832-839.
- Vorderer, P., & Reinecke, L. (2012). Zwei-Prozess-Modelle des Unterhaltungserlebens: Unterhaltung im Schnittbereich hedonischer und non-hedonischer Bedrüfnisbefriedigung. In L. Reinecke & S. Trepte, (Hrsg). Unterhaltung in neuen Medien. Perspektiven zur Rezeption und Wirkung von Online-Medien und interaktiven Unterhaltungsformaten (S. 308-325). Köln: Herbert von Halem Verlag.
- Reinecke, L., Klatt, J., Krämer, N.C. (2011). Entertaining media use and the satisfaction of recovery needs: Recovery outcomes associated with the use of interactive and non-interactive entertaining media. Media Psychology, 14, 192-215.
- Tamborini, R., Grizzard, M., Bowman, N.D., Reinecke, L., Lewis, R., & Eden, A. (2011). Media enjoyment as need satisfaction: The contribution of hedonic and nonhedonic needs. Journal of Communication, 61, 1025-1042.
- Trepte, S., & Reinecke, L. (2011). The pleasures of success: Game-related efficacy experiences as a mediator between player performance and game enjoyment. CyberPsychology, Behavior and Social Networking, 14, 555-557.
- Trepte, S., & Reinecke, L. (2011). The Social Web as a shelter for privacy and authentic living. In S. Trepte & L. Reinecke (Eds.), Privacy Online: Perspectives on privacy and self-disclosure in the Social Web (pp. 61-73). Heidelberg: Springer.
- Trepte, S., Reinecke, L., & Behr, K.-M. (2011). Playing myself or playing to win? Gamers' strategies of avatar creation in terms of gender and sex. In R.E. Ferdig (Ed.). Discoveries in gaming and computer-mediated simulations: New interdisciplinary applications (pp. 329-352). Hershey, PA: Information Science Reference.
