Juniorprof. Dr. MARIUS HARRING
Juniorprofessor für empirische Schulforschung / Schulpädagogik
Marius Harring, 1977 in Gleiwitz geboren, studierte von 1999-2005 Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an der Universität Bielefeld. Nach seinem Diplomabschluss übernahm er eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet "Bildung und Sozialisation" am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen. Hier war er zudem von 2006-2007 Mitarbeiter im vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Forschungsprojekt "Der Mikrozensus im Schnittpunkt von Gender und Migration (Mikromig)" sowie 2008 im Arbeitsgebiet "Pädagogik und Didaktik der Sekundarstufe". Im Jahr 2009 wechselte Harring an die Universität Bielefeld, wo er an der Fakultät für Erziehungswissenschaft im Arbeitsgebiet "Medienpädagogik, Forschungsmethoden und Jugendforschung" als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seit 2010 ist er zudem Vorstandssprecher des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung. Parallel zu seinen Tätigkeitsfeldern verfasste er seine Dissertation zum Thema "Die Interdependenz des sozialen, kulturellen und ökonomischen Kapitals im Kontext heterogener Freizeitwelten Jugendlicher", mit der er 2011 an der Universität Bremen mit dem Prädikat "magna cum laude" promovierte. Zum 1. Oktober 2012 wurde Marius Harring zum Juniorprofessor für empirische Schulforschung / Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ernannt.
Das Hauptinteresse seiner Arbeit in Forschung und Lehre liegt in der empirischen Schulforschung und der Verzahnung von schulischen und außerschulischen Bereichen sowie der Entwicklung und Triangulation von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden. Gegenwärtig beschäftigt er sich empirisch mit der Frage, welche förderlichen und hemmenden Bedingungen beim Erwerb eines höherwertigen Schulabschlusses an der "Realschule plus" im Vergleich zwischen unterschiedlichen Schülergruppen zu beobachten sind. Das primäre Ziel besteht darin, zu untersuchen, welche Bedeutung der Erwerb von Bildungszertifikaten jenseits nutzenmaximierender Motive für einzelne Individuen erhält und welche Rolle relevanten anderen Personen - hier speziell Eltern, Peers und Lehrerinnen und Lehrern in einem reziproken Beziehungsverhältnis - bei der Ausbildung von Bildungsaspirationen und deren Realisierung zukommt.
Wissenschaftlicher Werdegang
Oktober 2012Ernennung zum Juniorprofessor für empirische Schulforschung / Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2011
Promotion ("magna cum laude") am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen
Titel der Dissertation: "Die Interdependenz des sozialen, kulturellen und ökonomischen Kapitals im Kontext heterogener Freizeitwelten Jugendlicher - Eine Typologie des Potenzials von Freizeit auf der Basis einer quantitativ-empirischen Untersuchung im Land Bremen"
seit 2010
Vorstandssprecher des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) an der Universität Bielefeld
2009-2012
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet "Medienpädagogik, Forschungsmethoden und Jugendforschung" an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld
Mitglied der Fakultätskonferenz und der Forschungskommission der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld
2008-2009
Sprecher des akademischen Mittelbaus am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen
2008
Lehrbeauftragter an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet "Pädagogik und Didaktik der Sekundarstufe" am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen
2006-2007
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Der Mikrozensus im Schnittpunkt von Gender und Migration (Mikromig)" am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen
2005-2009
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet "Bildung und Sozialisation" am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen
2005
Diplom im Fach Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld
1999-2005
Studium der Fächer Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an der Universität Bielefeld
Pädagogischer Mitarbeiter der von Laer-Stiftung, Bielefeld
Mitgliedschaften
- Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
- Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (ZKJF) an der Universität Bielefeld
- Bielefeld School of Education (BiSEd) an der Universität Bielefeld
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Bildungsambitionen von benachteiligten Schülergruppen
- Übergänge im Schulsystem
- Peerinteraktion im schulischen und außerschulischen Kontext
- Freizeitwelten Jugendlicher
- Verzahnung von formalen, informellen und non-formalen Bildungsprozessen
- Quantitative und qualitative Forschungsmethoden
Publikationen (Auswahl)
Monografien- Harring, M./Rohlfs, C. (in Vorbereitung): Umgang mit Schülerinnen und Schülern. Studientexte Bildungswissenschaften. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
- Harring, M. (2011): Das Potenzial der Freizeit. Soziales, kulturelles und ökonomisches Kapital im Kontext heterogener Freizeitwelten Jugendlicher. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Bandorski, S./Harring, M./Karakaşoğlu, Y./Kelleter, K. (2009): Der Mikrozensus im Schnittpunkt von Geschlecht und Migration. Möglichkeiten und Grenzen einer sekundär-analytischen Auswertung des Mikrozensus 2005. Herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Baden-Baden: Nomos
- Harring, M./Böhm-Kasper, O./Rohlfs, C./Palentien, C. (Hrsg.) (2010): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen. Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Rohlfs, C./Harring, M./Palentien, C. (Hrsg.) (2008): Kompetenz-Bildung. Soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Harring, M./Rohlfs, C./Palentien, C. (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Bildung. Kinder und Jugendliche in formellen, nicht-formellen und informellen Bildungsprozessen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Harring, M. (2013, im Druck): Freizeit, Peers und Musik. In: Heyer, R./Wachs, S./Palentien, C. (Hrsg.): Handbuch Jugend - Musik - Sozialisation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Harring, M./Rohlfs, C. (2013, in Vorbereitung): Modul 3: Schülerinnen und Schüler. In: Rohlfs, C./Gläser-Zikuda, M. (Hrsg.): Schulpädagogik in Modulen. Baltmannsweiler: Scheider-Verlag Hohengehren.
- Hurrelmann, K./Harring, M./Rohlfs, C. (2013, im Druck): Veränderte Bedingungen des Aufwachsens - Jugendliche zwischen Moratorien, Belastungen und Bewältigungsstrategien. In: Rohlfs, C./Harring, M./Palentien, C. (Hrsg.): Kompetenz-Bildung. Soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage.
- Harring, M./Palentien, M. (2012; eingereicht): Jugend zwischen Freiheiten und Zwängen. Die Herausforderungen Jugendlicher im vereinten Deutschland. In: Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online (EEO): Jugend und Jugendarbeit. Juventa.
- Harring, M./Witte, M. D. (2012; im Druck): Freizeit, Erziehung und Bildung. In: Andresen, S./Hunner-Kreisel, C./Fries, S. (Hrsg.): Erziehung - ein interdisziplinäres Handbuch. Neu Isenburg: J.B. Metzler.
- Rohlfs, C./Harring, M. (2012): Democratic Education and Promotion of Social Skills in Schools and Classrooms as Primary Prevention - an Overview of the Discourse in Germany. In: Böckler, N./Seeger, T./Heitmeyer, W./Sitzer, P. (Eds.): School Shootings: International Research, Case Studies, and Concepts for Prevention. New York: US Springer.
- Harring, M./Böhm-Kasper, O. (2011): Individualisierungsbarrieren in der schulischen Sozialisation - Die Bildungsaspirationen von Hauptschülerinnen und Hauptschülern im Kontext des Unterstützungspotenzials des sozialen Nahraums. In: Heitmeyer, W./Mansel, J./Olk, T. (Hrsg.): Individualisierung von Jugend. Jugend zwischen kreativer Innovation, Gerechtigkeitssuche und gesellschaftlichen Reaktionen. Weinheim: Juventa, S. 43-65.
- Rohlfs, C./Harring, M./Palentien, C. (2009): Peer-Interaktionen und soziale Prozesse in Schule und Unterricht. In: Hinz, R./Walthes, R. (Hrsg.): Heterogenität in der Grundschule. Den pädagogischen Alltag erfolgreich bewältigen. Weinheim/Basel: Beltz, S. 178-187.
- Harring, M. (2008): (Des-)Integration jugendlicher Migrantinnen und Migranten - Schule und Jugendverbände als Vermittler sozialer Kompetenzen. In: Rohlfs, C./Harring, M./Palentien, C. (Hrsg.): Kompetenz-Bildung. Soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 253-274.
- Palentien, C./Harring, M. (2008): Soziale Heterogenität als Herausforderung für die Schule. In: Kiper, H./Miller, S./Palentien, C./Rohlfs, C. (Hrsg.): Lernarrangements für heterogene Gruppen. Lernprozesse professionell gestalten. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 245-260.
- Harring, M./ Rohlfs, C./Palentien, C. (2007): Mut zur "frühen Demokratie" - Wahlrecht ab 16. Politische Orientierung und soziales Engagement Jugendlicher im Kontext veränderter Lebensbedingungen. In: Deutsche Jugend, Heft 11/2007, S. 475-482.
