Juniorprof. Dr. MIRJAM SCHMUCK

Juniorprofessorin für Historische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Onomastik

Mirjam Schmuck, geboren 1977 in Schlema, studierte von 1997-2003 Deutsche Philologie, Französische Philologie und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und von 1998-2000, im Rahmen des integrierten Studienprogramms Magister/Maîtrise, an der Université de Bourgogne in Dijon, Frankreich. Darüber hinaus erlangte sie 2008 die Zusatzqualifikation "Deutsch als Fremdsprache". Im Jahr 2011 promovierte Schmuck an der JGU mit einer Dissertation zum Thema "Relevanzgesteuerter morphologischer Umbau. Die verbalmorphologische Entwicklung des Deutschen, Niederländischen und Schwedischen im Kontrast". Nachdem sie von 2007-2010 bereits als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt "Deutscher Familiennamenatlas" an der JGU tätig war, übernahm Schmuck 2010 eine Stelle als wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Institut der JGU.

Zum 1. August 2012 wurde Mirjam Schmuck zur Juniorprofessorin für Historische Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Onomastik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ernannt. Die vom Deutschen Institut der JGU in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz erstmals eingerichtete Akademie-Professur, dient der Nachwuchsförderung und dem Ausbau der Namenforschung in Mainz. Im Rahmen ihrer Juniorprofessur bietet Schmuck zukünftig regelmäßig Lehrveranstaltungen zum Thema Namenforschung und Namengrammatik an. Außerdem wirkt sie beim im Februar 2012 gestarteten Forschungsprojekt "Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands" an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz mit. In diesem Langzeitprojekt sollen erstmals systematisch nahezu alle derzeit in Deutschland vorkommenden Familiennamen inklusive der fremdsprachigen Namen lexikalisch erfasst, kartiert und mithilfe des Kartenbefundes zum Teil neu auf ihre Herkunft untersucht werden.

Neben der Mitarbeit im Akademielangzeitprojekt erforscht Schmuck derzeit in einem eigenen Forschungsvorhaben die Funktion des bestimmten Artikels vor Personennamen ((die) Ruth ist auch da; (der) Kurt Beck ist zurückgetreten). Zukünftig sind außerdem regelmäßige Tagungen zu namenkundlichen Themen an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz geplant.

Wissenschaftlicher Werdegang

August 2012
Ernennung zur Akademie-Juniorprofessorin für Historische Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt Onomastik am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

2011
Promotion in Deutscher Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Titel der Dissertation: "Relevanzgesteuerter morphologischer Umbau. Die verbalmorphologische Entwicklung des Deutschen, Niederländischen und Schwedischen im Kontrast"

2010-2012
Wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2008
Abschluss der Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2007-2010
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Deutscher Familiennamenatlas" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2004
Unterrichtspraktikum an der Universidade Federal do Paraná in Curitiba (UFPR), Brasilien

2003
Magistra Artium in Deutscher Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Titel der Magisterarbeit: "Relevanzgesteuerter verbalmorphologischer Wandel. Eine kontrastive Analyse zum Deutschen und Schwedischen"

2000-2008
Studium zur Zusatzqualifikation Deutsch als Fremdsprache an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

1998-2000
Auslandsstudium an der Université de Bourgogne in Dijon, Frankreich

1997-2003
Studium der Deutschen Philologie, Französischen Philologie und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Forschungsschwerpunkte

  • Onomastik (Namenforschung): Personennamen, Namengrammatik
  • Morphologischer Wandel: Sprachwandeltheorien, Sprachwandel kontrastiv
  • Sprachvariation und Sprachwandel
  • Grammatikalisierung (Entstehung grammatischer Strukturen)

Publikationen (Auswahl)

Monographien/(Mit)-Herausgeberschaften
  • Relevanzgesteuerter morphologischer Umbau. Die verbalmorphologische Entwicklung des Deutschen, Niederländischen und Schwedischen im Kontrast. Hildesheim [u.a.]: Olms, im Druck.
  • Deutscher Familiennamenatlas, hrsg. von Konrad KUNZE und Damaris NÜBLING, Band 3: Morphologie der Familiennamen, Bearbeiter BOCHENEK, Christian/DRÄGER, Kathrin/HEUSER, Rita/NOWAK, Jessica/SCHMUCK, Mirjam. Berlin/New York: De Gruyter, 2012.
  • (mit Rita HEUSER und Damaris NÜBLING) (Hrsg.): Familiennamengeographie. Ergebnisse und Perspektiven europäischer Forschung. Berlin/New York: De Gruyter, 2011.

Aufsätze

  • Vom Genitiv- zum Pluralmarker. Der s-Plural im Spiegel der Familiennamengeographie. In: HEUSER, Rita/NÜBLING, Damaris/SCHMUCK, Mirjam (Hgg.): Familiennamengeographie. Ergebnisse und Perspektiven europäischer Forschung. Berlin, New York: De Gruyter, 2011, 285-304.
  • (mit Damaris NÜBLING): Die Entstehung des s-Plurals bei Eigennamen als Reanalyse vom Kasus- zum Numerusmarker. Evidenzen aus der deutschen und niederländischen Dialektologie. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 77/2, 2010, 145-182.
  • Relevanzgesteuerter verbalmorphologischer Wandel im Deutschen und Schwedischen. In: DAMMEL, Antje/KÜRSCHNER, Sebastian/NÜBLING, Damaris (Hgg.): Kontrastive Germanis-tische Linguistik. Hildesheim [u.a.]: Olms (Germanistische Linguistik), 2010, 523-552.
  • (mit Antje DAMMEL und Jessica NOWAK): Strong verb paradigm leveling in four Germanic languages. A category frequency approach. In: Journal of Germanic linguistics (JGL), 22/4, 2010, 341-365.
  • Personennamen als Quelle der Grammatikalisierung. Der ing Diminutiv in Mecklenburg-Vorpommern. In: Beiträge zur Namenforschung (N.F.) 44/1, 2009, 35-65.
  • (mit Antje DAMMEL): Familiennamen und Dialektologie. In: HENGST, Karlheinz/KRÜGER, Dietlind (Hgg.): Familiennamen im Deutschen. Erforschung und Nachschlagewerke. Jürgen Udolph zum 65. Geburtstag zugeeignet. Halbband 1: Deutsche Familiennamen im deutschen Sprachraum. Leipzig: Universitätsverlag, 2009, 271-296.
  • (mit Antje DAMMEL): Der Deutsche Familiennamenatlas (DFA). Relevanz computergestützter Familiennamengeographie für die Dialektgeographie. In: ELSPASS, Stephan/ KÖNIG, Werner (Hgg.): Sprachgeographie digital. Die neue Generation der Sprachatlanten. Hildesheim u.a. (Germanistische Linguistik 190-191), 2008, 73-104; 254-260 (Karten).
  • Kontrastive Onomastik: Zur Verbreitung patronymischer Familiennamen in Dänemark und Deutschland. In: TijdSchrift voor Skandinavistiek 28/2, 2007, 127-145.
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Juniorprof. Dr. Mirjam Schmuck

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Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 3925513
Fax +49 6131 39-23366

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