Forschung an der JGU

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz setzt in der Forschung auf eine klare Schwerpunktbildung und erfüllt dadurch eine der wesentlichen Voraussetzung für ihre internationale Konkurrenzfähigkeit. Sie nutzt ihre fachliche Vielfalt als Volluniversität, um in einem wettbewerblichen und qualitätsgeleiteten Verfahren interdisziplinäre und innovative Profilbereiche zu identifizieren, die dann gezielt gefördert werden. Federführend bei der Schwerpunktbildung, die in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst wird, ist das Gutenberg Forschungskolleg (GFK), dessen Leitungsgremium aus exzellenten Forscherpersönlichkeiten der JGU und ihrer außeruniversitären Partnerinstitute besteht. Zusätzlich fördert die JGU über das GFK individuelle Exzellenz, um ihre Position unter den führenden Forschungsuniversitäten Deutschlands auszubauen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Bei ihrer Profilbildungsstrategie orientiert sich die JGU an drei übergeordneten Zielen:

  • der weiteren Förderung ihrer forschungsstarken Bereiche,
  • der besonderen Unterstützung der Geistes- und Sozialwissenschaften,
  • der gezielten Förderung der Schnittstelle von Medizin und Naturwissenschaften.

Dass dieser Weg zum Erfolg führt, hat die JGU in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bewiesen: Im Jahr 2012 wurde der Forschungsverbund "Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter" (PRISMA) als Exzellenzcluster ausgezeichnet und die Förderung der Exzellenzgraduiertenschule "Materials Science in Mainz" (MAINZ) verlängert.

Zurzeit ist das Forschungsprofil der JGU durch die folgenden drei Spitzenbereiche gekennzeichnet:

  • die Teilchen- und Hadronenphysik mit dem Exzellenzcluster PRISMA,
  • die Materialwissenschaften mit dem Forschungszentrum "Center für Innovative and Emerging Materials" (CINEMA) in enger Zusammenarbeit mit der Exzellenzgraduiertenschule MAINZ,
  • die Translationale Medizin mit dem gleichnamigen Forschungszentrum.

Außerdem weist es neun Bereiche mit hohem Entwicklungspotenzial auf, darunter die Genetik, die Medienwissenschaften, die historischen Kulturwissenschaften sowie die Bildungs- und Hochschulforschung. Sowohl die Spitzenbereiche als auch die Bereiche mit hohem Entwicklungspotenzial werden vom Land Rheinland-Pfalz in besonderem Maß gefördert.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Als zentrale Einrichtung zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Betreuung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses hat die JGU im Jahr 2014 das Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) gegründet. Es bündelt die entsprechenden Förderinstrumente der JGU, informiert darüber und wirkt an ihrer Weiterentwicklung mit. Dabei orientiert es sich an der erfolgreichen Arbeit der Exzellenz-Graduiertenschule MAINZ. Mit der Graduiertenschule Mainz Research School of Translational Biomedicine (TransMed) beschreitet die JGU innovative Wege in der interdisziplinären Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern, indem sie die Verzahnung von Grundlagenforschung und klinischer Forschung stärkt. Innovativ und interdisziplinär ist auch die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden durch das Max Planck Graduate Center, eine gemeinsame Einrichtung der JGU sowie der beiden Max-Planck-Institute auf ihrem Campus.