Juniorprof. Dr. SIBYLLE BAUMBACH
Juniorprofessorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft
Sibylle Baumbach, Jahrgang 1978, studierte Anglistik, Germanistik und Komparatistik an der Universität Heidelberg, der University of Cambridge und der University of California in Santa Barbara, bevor sie im Juli 2006 mit einer Arbeit zu physiognomischen Lektüren in Shakespeares Tragödien an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München promoviert wurde. Im Anschluss arbeitete sie als Teaching Fellow und DAAD-Lektorin an der University of Warwick in England, bevor sie 2007 ans International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Universität Gießen wechselte, wo sie als Forschungskoordinatorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Im Anschluss forschte und unterrichtete sie als Feodor Lynen Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung und als Visiting Scholar an der Stanford University in Kalifornien in den USA.
Seit April 2011 ist Baumbach als Juniorprofessorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft (Anglophone Studies) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. Den Schwerpunkt ihrer Forschung sieht die Nachwuchswissenschaftlerin in der englischen Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit, insbesondere in der Shakespeare-Forschung, sowie in literarischen Dialogen im 18. Jahrhundert, Physiognomik und Literatur, Literatur- und Kulturtheorie sowie der Mythenrezeptionen. Ihr aktuelles Buchprojekt widmet sich der Faszinationsästhetik und Faszinationsfiguren in Bild und Text. Weitere Forschungsinteressen liegen in der neuen europäischen Literatur sowie der Phantastik in der Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
Baumbach freut sich v.a. darauf, ihre internationalen Forschungskooperationen von der Universität Mainz aus weiter auszubauen und die Studierenden früh in internationale Projekte einzubinden. "Ich habe selbst von den Erfahrungen, die ich in Forschung und Lehre an ausländischen Universitäten gesammelt habe, enorm profitiert und möchte diese Erfahrungen an die Studierenden weitergeben."
Neben der Stärkung von Forschung und Lehre im Bereich der frühneuzeitlichen Literatur möchte sich Baumbach insbesondere auch weiterhin interdisziplinären Forschungsprojekten widmen. Neben ihrer eigenen Forschung zu Faszination, die interdisziplinär angelegt ist, gelingt ihr dies u.a. im Rahmen der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten wissenschaftlichen Netzwerke "Aisthetik der Geister: Die Rezeption der Spirituslehren in Künsten und Populärkultur der Frühen Neuzeit" und "Gelehrte Polemik" sowie des europäischen Netzwerks "Europe in Comparison: EU, Identity, and the Idea of European Literature".
Auch in der Lehre möchte Sie den Studierenden neben Kernthemen der englischen Literatur- und Kulturwissenschaft interdisziplinäre Fragestellungen nahebringen und hierbei Forschung und Lehre eng miteinander verknüpfen, um Studierende frühzeitig in aktuelle Forschungsdiskurse einzubinden. So stehen für sie neben Veranstaltungen zu Shakespeares Dramen auch Seminare zu Metamorphosen in der Englischen Literatur und eine Vorlesung zu Literatur und Faszination auf dem Lehrplan.
Wissenschaftlicher Werdegang
Juni 2011Aufnahme in die "Junge Akademie" der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
April 2011
Ernennung zur Juniorprofessorin für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2009-2010
Visiting Scholar an der Stanford University, Kalifornien USA
2007-2009
Forschungskoordinatorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Graduate Centre for the Study of Culture der Justus-Liebig-Universität Gießen
Lehrbeauftragte am Institut für Anglistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
03-04/2009
Visiting Professor am Institute for Cultural Studies der University of Cornell, Ithaca, New York, USA
2006-2007
Teaching Fellow und DAAD-Lektorin an der University of Warwick, Großbritannien
Juli 2006
Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Titel der Dissertation: "'Let me behold thy face' - Physiognomische Lektüren in Shakespeares Tragödien"
2002-2006
Promotionsstudium der Englischen Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Juli 2002
Master of Arts an der University of California, Santa Barbara, USA
Titel der Master thesis: "In Dialogue with 'Dialogues of the Dead' - The Lyttelton-Montagu-collection from 1760"
2001-2002
Graduiertenstudium English, German, and Comparative Literature an der University of California, Santa Barbara, USA, mit einem Stuart Atkins Fellowship
Teaching Assistant am Department of Germanic, Slavic and Semitic Studies der University of California, Santa Barbara, USA
2000-2001
Final Year Undergraduate Studies, Visiting Student an der University of Cambridge, Großbritannien
1998-2000
Grundstudium der Anglistik und Germanistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Auszeichnungen
2010-2012Stipendiatin des Fast-Track-Programms der Robert Bosch Stiftung
2009-2011
Feodor Lynen Fellowship der Alexander von Humboldt Stiftung
2003-2006
Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
2000-2002
Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
2000-2001
Auslandsstipendium des DAAD
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- englische Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit, insbes. Shakespeare
- literarische Dialoge des 18. Jahrhunderts
- Physiognomik und Literatur
- Mythenrezeption
- Fantastik in der Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit
- Literaturtheorie und Kulturgeschichte
- Intermedialität
- Geschichte und Konzepte von Faszination
Publikationen (Auswahl)
- Sibylle Baumbach, "Medusa's Gaze and the Aesthetics of Fascination". Anglia 128/2 (2010): 225-245.
- Sibylle Baumbach (ed.), Regions of Cultures - Regions of Identity / Kulturregionen - Identitätsregionen, WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 2010.
- Sibylle Baumbach, Ansgar Nünning, An Introduction to the Study of Plays and Drama, Klett Lerntraining 2009.
- Sibylle Baumbach, Herbert Grabes, Ansgar Nünning (Hg.): Values in Literature and the Value of Literature: Literature as a Medium for Representing, Disseminating and Constructing Norms and Values, WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier 2009.
- Sibylle Baumbach, Herbert Grabes, Ansgar Nünning (Hg.): Metaphor: Shaping Culture and Theory (REAL – The Yearbook of Research in English and American Literature 2009), Berlin/New York: de Gruyter, 2009.
- Sibylle Baumbach, Shakespeare and the Art of Physiognomy, Troubador Pub. Ltd. 2008.
- Sibylle Baumbach, 'Let me behold thy face': Physiognomik und die Lesbarkeit des Leibes in Shakespeares Tragödien, Universitätsverlag Winter 2007.
