Univ.-Prof. Dr. BIRGIT STARK
Professorin für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienkonvergenz
An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg absolvierte Birgit Stark, 1968 in Dinkelsbühl geboren, ein Studium der Sozialwissenschaften mit den Vertiefungen empirische Sozialforschung und Kommunikationswissenschaft. Folgend erwarb sie ab 1995 zwei Jahre Berufserfahrung in der Markt- und Sozialforschung am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg und anschließend als Projektleiterin am Institut für empirische Sozialforschung. Ihre universitäre Karriere setzte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hohenheim im Fachgebiet Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung und als Projektmitarbeiterin an der Forschungsstelle für Medienwirtschaft und Kommunikationsforschung fort. 2005 promovierte Stark über das Nutzerverhalten von Fernsehzuschauern in digitalen Vielkanalwelten an der Universität Stuttgart-Hohenheim. Als Postdoc-Researcher in der Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien beschäftigte sie sich anschließend insbesondere mit dem Aufbau des neuen Forschungsschwerpunkts "Medienmärkte: Strukturen, Angebote und Nutzung", in dem inhalts- und strukturanalytische Ansätze miteinander verknüpft wurden. Gleichzeitig lehrte sie an der Fachhochschule St. Pölten im Studiengang Medienmanagement.
Die Forschungen der Kommunikationswissenschaftlerin erstrecken sich über ein breites Spektrum. Dieses deckt sowohl die Innovations- und Diffusionsforschung, anwendungsorientierte Studien aus dem Bereich der Medien- und Werbeforschung als auch Untersuchungen der Mediennutzung in konvergierenden Medienumgebungen ebenfalls in ihrer Auswirkung auf den Wandel der öffentlichen Kommunikation ab. Dabei fokussieren ihre Untersuchungen die Rezeptionsforschung von Print-, Rundfunk- und Online-Medien, Methoden der Markt- und Kommunikationsforschung und die vergleichende Medienforschung. Besonderen Wert legt sie darauf, die Formen und Folgen digitaler Transformationsprozesse auch aus der gesamtgesellschaftlichen (Makro-)Perspektive zu betrachten.
Ihre Mitgliedschaften bei der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), der International Communication Association (ICA) und der European Communication Research and Education Association (ECREA) und ihre Tätigkeit als Reviewer für die Jahrestagungen der DGPuK und der ICA weisen Stark als anerkannte Expertin auf dem Gebiet der Kommunikationswissenschaften mit einer sehr guten nationalen und internationalen Vernetzung aus. Gegenwärtig ist sie auch im Management-Komitee der Cost Action "Transforming Audiences, Transforming Societies" vertreten.
Seit April 2011 ist Stark Professorin für Kommunikationswissenschaft am Institut für Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und unterstützt dort insbesondere den Forschungsschwerpunkt "Medienkonvergenz". Hierzu plant sie die Einrichtung eines interdisziplinären und internationalen Forschungsverbundes, der Entwicklungsprozesse medienkonvergenter Angebote aus der Nutzerperspektive auf der Basis theoretischer und empirischer Untersuchungen beleuchtet.
Besonders gefallen der Kommunikationswissenschaftlerin die neuen Gestaltungsspielräume, die ihr die Professur an der JGU bietet. Nach der Tätigkeit der letzten Jahre an einer außeruniversitären Einrichtung freut sie sich auch auf den Austausch mit den Studierenden. Eine besonders enge Verbindung von Forschung und Lehre sind für sie im Bereich "Medienwandel" unabdingbar.
Wissenschaftlicher Werdegang
März 2011Berufung zur Universitätsprofessorin auf Lebenszeit für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienkonvergenz an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2006-2011
Postdoc-Researcher der Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien
1997-2005
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Kommunikationswissenschaft und Sozialforschung und Projektmitarbeiterin an der Forschungsstelle für Medienwissenschaft und Kommunikationsforschung an der Universität Hohenheim
1996-1997
Projektleiterin im Institut für empirische Sozialforschung, Nürnberg
1995-1996
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg
1994-1995
Praktikum und anschließende freie Mitarbeit an der Icon Added Value GmbH, Marktforschungsinstitut, Nürnberg
1991-1994
Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1988-1995
Studium der Sozialwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
Schwerpunkte in der Lehre- Onlinekommunikation und Massenkommunikation
- Methoden der Markt- und Kommunikationsforschung
- wechselnde empirische Lehrforschungsprojekte
Forschungsschwerpunkte
- Nutzungs- und Rezeptionsforschung
- Medienwirkungsforschung
- Methoden der Markt- und Kommunikationsforschung
- Vergleichende Medienforschung
Publikationen (Auswahl)
Monografien und Herausgebertätigkeit- Birgit Stark & Peter Lunt: Special Issue on 'Participation'. Communications. The European Journal of Communication Research, 2012 (accepted).
- Birgit Stark, Melanie Magin, Marcus Mauer & Olaf Jandura: Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze. Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft, Band 7. Köln: Herbert von Halem Verlag (in Vorbereitung).
- Birgit Stark & Melanie Magin: Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch. Relation: Beiträge zur vergleichenden Kommunikationsforschung, N.F., Band 3. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2009.
- Birgit Stark & Barbara Haberl: Gender und Exzellenz. Aktuelle Entwicklungen im Wissenschaftssystem. Eine Dokumentation des Symposiums vom 13. November 2007 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 2009.
- Uwe Hasebrink/ Hermann-Dieter Schröder & Birgit Stark: Elektronische Programmführung im digitalen Fernsehen. Nutzerstudie und Marktanalyse. Berlin: Vistas Verlag (Schriftenreihe der Landesmedienanstalten), 2008.
- Birgit Stark: Fernsehen in digitalen Medienumgebungen. Eine empirische Analyse des Zuschauerverhaltens. München: Reinhard Fischer, 2006.
- Michael Schenk/ Thomas Döbler & Birgit Stark: Marktchancen des digitalen Fernsehens. Akzeptanz und Nutzung von Pay-TV und neuen Diensten. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2002.
Aufsätze
- Birgit Stark & Melanie Magin: Methodische Designs ländervergleichender Studien. Kommunikationswissenschaftlicher Forschungsstand und Perspektiven. In: Birgit Stark, Melanie Magin, Olaf Jandura & Marcus Maurer (Hrsg.): Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze. Köln: Halem Verlag (in Vorbereitung).
- Birgit Stark & Melanie Magin. Boulevardisierungstendenzen deutscher und österreichischer Tageszeitungen im Kontext nationaler Marktstrukturen. Eine ländervergleichende Untersuchung. In: Manuel Puppis, Matthias Künzler & Otfried Jarren (Hrsg.): Medienstrukturen und Medienperformanz. Forschungsstand und -perspektiven. N.F., Band 4. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (in Vorbereitung).
- Birgit Stark, Nicole Gonser & Thorsten Naab: Leitmedien im Wandel. Eine komparative Analyse aus Publikumssicht. In: Jörg Hagenah & Heiner Meulemann (Hrsg.): Mediatisierung der Gesellschaft. Münster: Lit Verlag 2011 (in Vorbereitung).
- Melanie Magin & Birgit Stark: Österreich - Land ohne Leuchttürme? Qualitätszeitungen im Spannungsfeld zwischen publizistischer Leistung und strukturellen Zwängen. In: Roger Blum, Kurt Imhof, Heinz Bonfadelli & Otfried Jarren (Hrsg.): Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation - Vergangenheit und Zukunft der Qualitätsmedien. Reihe Mediensymposium Luzern Band 11. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011, S. 97-114.
- Melanie Magin & Birgit Stark: Mediale Geschlechterstereotype? Eine ländervergleichende Untersuchung von Tageszeitungen. In Publizistik Heft 4/2010, S. 383-404.
- Mediennutzung im Kontext von Lebenswelten - empirische Evidenzen aus der österreichischen Media Analyse. In: Merz. Medien und Erziehung. Heft 2/2010, S. 42-48.
- Qualitative Mediaplanung im europäischen Vergleich - eine empirische Analyse praxisrelevanter Konzepte. In: Jens Woelke, Marcus Maurer & Olaf Jandura (Hrsg.): Forschungsmethoden für die Markt- und Organisationskommunikation. Köln: Halem Verlag 2010, S. 69-88.
- Birgit Stark & Matthias Karmasin: Österreich - Land der Zeitungsleser auch im Zeitalter des Internet? Eine empirische Analyse zum Verhältnis von Print und Online. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Band 55, Heft 3/2009, S. 353-374.
- Konstanten und Veränderungen der Mediennutzung in Österreich - empirische Befunde aus den Media-Analyse-Daten (1996-2007). In: SWS-Rundschau 2/2009, S. 130-153.
- Digitale Programmnavigation - eine Bestandsaufnahme der Marktlage und der Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer. In: Media Perspektiven 5/2009, S. 233-246.
- Birgit Stark & Uta Rußmann: Soziale Ungleichheit im Internetzeitalter - Entwicklungstendenzen der Internetnutzung von 1999 bis 2007. In: Birgit Stark & Melanie Magin (Hrsg.): Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch. Relation: Beiträge zur vergleichenden Kommunikationsforschung, N.F., Band 3. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2009, S. 191-215.
- Birgit Stark & Melanie Magin: Willkommen im "neuen Österreich" - Wolfgang Fellners Vision einer Zeitung für die "moderne gebildete Mitte". In: Birgit Stark & Melanie Magin (Hrsg.): Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch. Beiträge zur vergleichenden Kommunikationsforschung, N.F., Band 3. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2009, S. 41-66.
- Elektronische Programmführer aus Nutzersicht. In: Uwe Hasebrink, Hermann-Dieter Schröder & Birgit Stark: Elektronische Programmführung im digitalen Fernsehen. Berlin: Vistas Verlag 2008, S. 93-155.
- Publikumsreaktionen auf die Vervielfältigung des Medienangebots: zur Entwicklung der Mediennutzung in Österreich. In: Jörg Hagenah & Heiner Meulemann: Alte und neue Medien - Zum Wandel der Medienpublika in Deutschland seit den 1950er Jahren. Münster: Lit Verlag 2008, S. 369-392.
- Programmnavigation in digitalen Fernsehwelten aus Sicht der Nutzer: In: Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) und Gemeinsame Stelle Digitaler Zugang (GSDZ): Digitalisierungsbericht 2008. Die Frage nach dem digitalen Mehrwert. Berlin: Vistas Verlag 2008, S. 21-25.
- Birgit Stark & Daniela Kraus: Crossmediale Strategien überregionaler Tageszeitungen in Österreich. In: Media Perspektiven 6/2008, S. 307-317.
- Die Vielfalt der Messung "der Vielfalt" - Überlegungen zur methodischen Umsetzung des Vielfaltkonzepts. In: Matthes, J. et al. (Hrsg.): Die Brücke zwischen Theorie und Empirie: Operationalisierung, Messung und Validierung in der Kommunikationswissenschaft. Köln: Halem Verlag 2008, S. 196-216.
- Programmauswahl in digitalen Fernsehwelten: Der EPG als Gatekeeper? Ergebnisse einer Nutzerbefragung. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, Band 55, Heft 2/2007, S. 223-246.
