Univ.-Prof. Dr. JUTTA ERNST
Professorin für Amerikanistik (American Studies)
Jutta Ernst, geboren 1962 in Hannover, studierte Anglistik, Amerikanistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen und der Université de Nantes. Von 1987-1991 arbeitete sie als Wissenschaftliche Hilfskraft in dem Göttinger Sonderforschungsbereich "Die Literarische Übersetzung" und entwickelte so ein breites Interesse für Fragen des Literatur- und Kulturtransfers. 1991 wechselte Ernst an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken, wo sie 1994 mit einer Dissertationsschrift zur Ästhetik des Arabesken im Werk Edgar Allan Poes promoviert wurde.
In Saarbrücken war Ernst anfangs als Wissenschaftliche Hilfskraft und Lehrbeauftragte, dann als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Assistentin am Lehrstuhl für Amerikanistik tätig und wirkte u.a. an der Gründung des Centre for Canadian and Anglo-American Cultures mit. Zwischenzeitlich folgte sie einer Einladung als Visiting Scholar an die Stanford University, USA, unterstützt durch ein Fulbright American Studies Fellowship. Im Jahr 2005 erlangte Ernst ihre Habilitation mit der Arbeit "'The New Movement': Erschreibungswege des literarischen Modernismus in den US-amerikanischen Zeitschriften Poetry und The Little Review".
Nach Erteilung der Venia legendi für "Nordamerikanische Literatur und Kultur (USA und Kanada)" vertrat Ernst zunächst eine W3-Professur für Englische Philologie und Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes, von 2006-2008 dann eine W3-Professur für Englische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen und im Sommersemester 2010 eine C4-Professur für Amerikanistik an der Universität Konstanz. Im Wintersemester 2009/10 lehrte sie als Gastprofessorin für Amerikanistik an der Universität Wien. Von 2008 bis zu ihrer Berufung an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Dezember 2010 war Ernst zudem als Geschäftsführerin des interdisziplinären Promotionskollegs "Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation" an der Universität Hildesheim beschäftigt.
Als Mitglied u.a. der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien, der Gesellschaft für Kanada-Studien in deutschsprachigen Ländern, dem Deutschen Anglistenverband, der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, der Canadian Comparative Literature Association und der Modern Language Association of America verfügt Jutta Ernst über vielfältige nationale und internationale Kontakte.
An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz engagiert sich Ernst in dem Forschungsschwerpunkt "Historische Kulturwissenschaften" sowie im "Zentrum für Interkulturelle Studien" und setzt sich neben der Stärkung der Kanadastudien insbesondere für die Internationalisierung der Graduiertenausbildung ein. Die in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der York University in Toronto und der Georg-August-Universität Göttingen organisierte Tagung "Transmedial Approaches to Space and Gender", die unter Beteiligung Germersheimer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Juni 2011 in Toronto stattfand, stellt einen ersten Schritt in diese Richtung dar.
Wissenschaftlicher Werdegang
Dezember 2010Berufung zur Universitätsprofessorin auf Lebenszeit für Amerikanistik (American Studies) an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2010
Vertretung einer C4-Professur für Amerikanistik am Fachbereich Literaturwissenschaft der Universität Konstanz
2009-2010
Gastprofessorin für Amerikanistik am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Wien
2008-2010
Geschäftsführerin des interdisziplinären Promotionskollegs "Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation" der Universität Hildesheim
2006-2008
Vertretung einer W3-Professur für Englische Philologie am Seminar für Englische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen
2006
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachrichtung Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen der Universität des Saarlandes
2005-2006
Vertretung einer W3-Professur für Englische Philologie und Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes
2005
Habilitation an der Universität des Saarlandes
Erteilung der Venia legendi für Nordamerikanische Literatur und Kultur (USA und Kanada)
1998-1999
Visiting Scholar am Department of English der Stanford University, Kalifornien, USA
Fulbright American Studies Fellowship
1997-2000
Habilitationsförderung im Rahmen des Hochschulsonderprogramms III
1997-2005
Wissenschaftliche Assistentin in der Fachrichtung Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen an der Universität des Saarlandes
1994-1997
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachrichtung Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen an der Universität des Saarlandes
1994
Promotion an der Universität des Saarlandes
1992-1993
Promotionsabschlussstipendium der Graduiertenförderung des Saarlandes
1991-1994
Wissenschaftliche Hilfskraft und Lehrbeauftragte in der Fachrichtung Anglistik, Amerikanistik und Anglophone Kulturen der Universität des Saarlandes
1987-1991
Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Sonderforschungsbereich "Die Literarische Übersetzung" an der Georg-August-Universität Göttingen
1987
Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien an der Georg-August-Universität Göttingen
1983-1984
Romanistenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Université de Nantes, Frankreich
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Interamerikanische und transatlantische Literatur- und Kulturbeziehungen
- Literatur- und Kulturvermittlung
- Literarische Übersetzung
- Intermedialität
- Native American and First Nations Cultures
- Afrokanadische und karibische Literaturen und Kulturen
- Life Writing
- Modernismus / Postmodernismus
- Literatur- und Kulturtheorie, insbesondere Interkulturalität und Hybridisierung
Publikationen (Auswahl)
Monografien / Editionen- "The New Movement": Erschreibungswege des literarischen Modernismus in den US-amerikanischen Zeitschriften Poetry und The Little Review. (in Vorbereitung).
- The Canadian Mosaic in the Age of Transnationalism. Hg. Jutta Ernst und Brigitte Glaser. Heidelberg: Winter, 2010.
- "Je vous écris, en hâte et fiévreusement": Felix Paul Greve – André Gide. Korrespondenz und Dokumentation. Hg. Jutta Ernst und Klaus Martens. St. Ingbert: Röhrig, 1999.
- Edgar Allan Poe und die Poetik des Arabesken. Würzburg: Königshausen & Neumann, 1996.
- Ethics and Ethnicity: Narrating Evil in Contemporary Native American Literature". Representations of Evil in Fiction and Film. Hg. Jochen Achilles und Ina Bergmann. Trier: WVT, 2009. 171-82.
- "'Attachments, Links, Dependencies': Intercultural Places in the Poetry of Amy Clampitt". Comparative American Studies 1.2 (Juni 2003): 191-203.
- "Transatlantic Simultaneity: John Dos Passos and Blaise Cendrars". Pioneering North America: Mediators of European Literature and Culture. Hg. Klaus Martens. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2000. 100-11.
- "The Hart Brothers as Anthologists". Weltliteratur in deutschen Versanthologien des 19. Jahrhunderts. Hg. Helga Eßmann und Udo Schöning. Berlin: Schmidt, 1996. 433-49.
- Thomas, Dylan. "Die Ulme", "Die Eiche", "Die Kiefer", "Kühl, o nein kühl", "Kabarett", "Zeit genug zu rotten", "Wenn Du so Schönes zu Staub zertreten hast", "Den Architekten Preis", "Mein Bettlerarm drang letzte Nacht". Windabgeworfenes Licht: Gedichte Englisch / Deutsch. Übers. Reinhard Paul Becker et al. Hg. Klaus Martens. München: Hanser, 1992. 17, 19, 27, 29, 35, 49, 103, 295.
