Univ.-Prof. Dr. GREGOR WEDEKIND

Professor für Kunstgeschichte


Seit Januar 2010 ist Gregor Wedekind Universitätsprofessor am Institut für Kunstgeschichte im Fachbereich 07 - Kultur- und Geschichtswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der 1963 in Mainz geborene Kunsthistoriker vertritt hier bereits seit 2008 den vakanten Lehrstuhl für Neuere und Neueste Kunstgeschichte. Die Deutsche Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts e.V. wählte Wedekind im Februar 2010 zu ihrem neuen Präsidenten.

Wedekind promovierte 1995 mit einer Arbeit zu "Paul Klees Inventionen" und legte im Jahr 2008 seine Habilitationsschrift "Das Leben fassen. Strategien der Mimesis im Werk von Théodore Géricault" an der Technischen Universität Berlin vor. Wedekinds Auseinandersetzung mit neuzeitlichen Themen ist geprägt von den Fragen nach Mimesis-Konzepten, nach dem Verhältnis von Malerei und Fotografie und nach dem Mythos und Religion in der Kunst. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Französische Kunst der Romantik. Die Arbeit als stellvertretender Direktor am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris und ein Gastdozentenaufenthalt am Institute of Social Sciences der Istanbul Technical University ermöglichen ihm eine weitere internationale Vernetzung.

In der Lehre vertritt der Kunsthistoriker einen kulturwissenschaftlichen und objektbezogenen Ansatz und regt die Studierenden sowohl zu frühzeitigen forschungsorientierten als auch berufspraktischen Projektarbeiten an. Für die Zukunft plant Wedekind, in der Lehre die Rolle der Moderne als Bindeglied zwischen Tradition und Erneuerung zu akzentuieren und möchte zusätzlich das Institut durch den Aufbau eines Frankreich-Forschungsschwerpunkts positionieren.

Wedekind freut sich in Mainz besonders auf die vielversprechenden Möglichkeiten in der Zusammenarbeit mit der Akademie für Bildende Künste, um auch regionale Projekte und Veranstaltungen zur zeitgenössischen Kunst fest am Institut für Kunstgeschichte der JGU zu verankern. Wenn ihm neben seiner beruflichen Tätigkeit Zeit bleibt, arbeitet Wedekind als freier Mitarbeiter der Zürcher Zeitung seine Forschungsergebnisse feuilletonistisch auf.

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang

Februar 2010
Ernennung zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 19. Jahrhunderts e.V.

Januar 2010
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Kunstgeschichte an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2008–2009
Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2008
Habilitation an der Fakultät I – Geisteswissenschaften der Technischen Universität Berlin
Titel der Habilitationsschrift: "Das Leben fassen. Strategien der Mimesis im Werk von Théodore Géricault"

2007–2008
Vertretung der Professur für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig

2003–2007
Leiter des wissenschaftlichen Programms / Directeur de recherche am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris

2002–2003
Wissenschaftlicher Dozent am Institut für Kunstgeschichte der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

1999
Gastdozent am Institute of Social Sciences der Istanbul Technical University

1995–2001
Wissenschaftlicher Assistent am Fachgebiet Kunstgeschichte der Technischen Universität Berlin

1995
Promotion (summa cum laude) am Fachbereich Kommunikations- und Geschichtswissenschaften der Technischen Universität Berlin
Titel der Dissertationsschrift: "Paul Klees Inventionen"

1992
Forschungsaufenthalt an der Paul Klee-Stiftung Bern
Reisestipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

1991
Promotionsstipendium (NaFöG) des Landes Berlin
Magister Artium an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

1983–1990
Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Bamberg, Dijon und Berlin (FU)

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Bildkünste des späten 18. bis zum 21. Jahrhundert
  • Französische Kunst des 19. Jahrhunderts, Romantik
  • Geschichte des Künstlertums, Genieästhetik und Kunstreligion
  • Theorie und Geschichte der Mimesis
  • Ideengeschichte der europäischen Moderne
  • Geschichte und Ästhetik der Fotografie

Publikationen (Auswahl)

Monografien
  • [Hg.] Polyphone Resonanzen. Paul Klee und Frankreich – La France et Paul Klee, hg. von Gregor Wedekind, Berlin, München: Deutscher Kunstverlag 2010 (Passages/Passagen, 26). [im Druck]
  • [Hg.] Le culte des Grands hommes en France et en Allemagne 1750–1850, hg. von Thomas W. Gaehtgens und Gregor Wedekind, Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme 2009 (Passages/Passagen, 16).
  • [Hg.] L'évidence photographique.
La conception positiviste de la photographie en question, hg. von Herbert Molderings und Gregor Wedekind, Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme 2009 (Passages/Passagen, 23).
Aufsätze
  • Metaphysischer Pessimismus. Stimmung als ästhetisches Verfahren bei Caspar David Friedrich, in: Stimmung als ästhetische Theorie und künstlerische Praxis, hg. von Kerstin Thomas, Berlin, München: Deutscher Kunstverlag 2010 (Passages/Passagen, 24). [im Druck]
  • Théodore Géricault: Das Floß der Medusa, in: Bilder machen Geschichte. Historische Ereignisse im Gedächtnis der Kunst, hg. von Uwe Fleckner, München: Beck 2010. [im Druck]
  • "Le cuisinier de Rubens". Théodore Géricault und die Erneuerung der französischen Malerei aus dem Geist des Barock, in: Barock – Moderne – Postmoderne: ungeklärte Beziehungen, hg. von Victoria von Flemming, Wiesbaden: Harrassowitz 2010 (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung). [im Druck]
  • Le culte des Grands hommes – du Panthéon au Walhalla, in: Le culte des Grands hommes 1750–1850, hg. von Thomas W. Gaehtgens und Gregor Wedekind. Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme 2009 (Passages/Passagen, 16), S. 1–12. [zusammen mit Thomas W. Gaehtgens]
  • Jeux de vérité. Portrait et réalité dans Les Époux Arnolfini de Jan van Eyck, in: Le portrait individuel. Réflexions autour d’une forme de représentation XIIIe – XVe siècles, hg. von Dominic Olariu, Bern: Lang 2009, S. 205–232.
  • Comment écrire l’histoire de la photographie?, in: L'évidence photographique.
 La conception positiviste de la photographie en question, hg. von Herbert Molderings und Gregor Wedekind, Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme 2009 (Passages/Passagen, 23), S. 1–19. [zusammen mit Herbert Molderings]
  • Les "fous" de Géricault. La peinture et la photographie face aux malades mentaux, in: L'évidence photographique.
La conception positiviste de la photographie en question, hg. von Herbert Molderings und Gregor Wedekind, Paris: Éditions de la Maison des sciences de l’homme 2009 (Passages/Passagen, 23), S. 47–101.
Bild in Originalgröße ansehen
Bild in Originalgröße ansehen Foto: Peter Pulkowski
Univ.-Prof. Dr. Gregor Wedekind

Kontakt Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Gregor Wedekind
Institut für Kunstgeschichte
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-30239
Fax +49 6131 39-30136

Zum Inhalt der Seite springen Zur Navigation der Seite springen