Univ.-Prof. Dr. RUBEN ZIMMERMANN
Professor für Neues Testament
Zum Sommersemester 2009 übernahm Ruben Zimmermann, 1968 in Nussloch geboren, die Lehrstuhlvertretung für das Fach Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), im September wurde er zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit am Seminar für Neues Testament berufen. Zuvor hatte er eine Professur für Evangelische Theologie und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Altes und Neues Testament an der Universität Bielefeld inne. Mit seinem Wechsel nach Mainz initiierte Zimmermann die Gründung des Forschungsbereichs "Ethik in der Antike", in dessen Rahmen u.a. die Symposienreihe "Mainz Moral Meetings" und die Publikationsreihe "Contexts and Norms of New Testament Ethics" (Mohr-Siebeck-Verlag) ins Leben gerufen wurden.
Zimmermanns wissenschaftliche Arbeiten sind u.a. geprägt von der Frage nach den Begründungszusammenhängen von Ethik: Warum wird eine Handlung als gut - oder besser beurteilt? Welche Gründe rechtfertigen eine Tat, welche Kontexte beeinflussen den ethischen Wert einer Handlung? Hierbei zeigt sich, dass die Grundfragen der Ethik in der Antike schon ebenso gestellt wurden wie in gegenwärtigen Problemfeldern. Weitere wissenschaftliche Schwerpunkte Zimmermanns liegen in der Methodik und Hermeneutik frühchristlicher Texte, wie z.B. Wundererzählungen oder Gleichnisse.
Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang
2009Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Neues Testament an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2005-2009
Professur für Evangelische Theologie und ihre Didaktik mit Schwerpunkt Altes und Neues Testament an der Universität Bielefeld
2004
Lehrstuhlvertretung am Institut für neutestamentliche Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Universität Hamburg
WS 2003/04
Privatdozent für Neues Testament an der Ludwig-Maximilians-Universität München
2003
Habilitation an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
2001-2003
Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Meyer-Struckmann-Stiftung für Geisteswissenschaften
1999-2001
Pfarrer z.A. in Heidelberg, Christuskirche
1999
Ordination zum Pfarrdienst der Evangelische Landeskirche in Baden
1999
Promotion an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg
1997-1999
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
1996-1997
Lehrvikariat in Karlsruhe - Badische Landeskirche
1995-1996
Diplom-Aufbaustudium Diakoniewissenschaft mit dem Schwerpunkt Medizinische Ethik
1989-1995
Studium der Evangelischen Theologie, Philosophie und Diakoniewissenschaft in Erlangen, Bonn, Santiago de Chile und Heidelberg
Lehr- und Forschungsschwerpunkte
- Ethik (historisch, theoretisch, aktuelle Problemfelder)
- Methodik und Hermeneutik des Neuen Testaments
- Formen der Bildersprache (Metapher, Symbol, Mythos etc.)
- Jesus/ Christologie des Urchristentums
- Die Gleichnisse Jesu
- Johanneische Schriften (Johannesevangelium, Johannesbriefe, Apokalypse)
- Traditionsgeschichte des Neuen Testaments (Weisheitliche Schriften, AT)
- Gender-Studies, Sexualitätsgeschichte
- Bibeldidaktik
- Bibel und kulturelles Gedächtnis
Publikationen (Auswahl)
Monografien- Christologie der Bilder im Johannesevangelium. Die Christopoetik des vierten Evangeliums unter besonderer Berücksichtigung von Joh. 10, (WUNT 171), Mohr Siebeck: Tübingen 2004, 551 S. (= überarbeitete Fassung der Habilitationsschrift).
- Geschlechtermetaphorik und Gottesverhältnis. Traditionsgeschichte und Theologie eines Bildfelds in Urchristentum und antiker Umwelt ( WUNT II/ 122), Mohr Siebeck: Tübingen 2001, 791 S. (= überarbeitete Fassung der Dissertation).
- Jenseits von Indikativ und Imperativ. Kontexte und Normen neutestamentlicher Ethik/Contexts and Norms of New Testament Ethics, Bd. 1 (WUNT 238), Mohr Siebeck: Tübingen 2009, 386 S. (gemeinsam mit F. W. Horn).
- Hermeneutik der Gleichnisse Jesu. Methodische Neuansätze zum Verstehen urchristlicher Parabeltexte (WUNT 231), Mohr Siebeck: Tübingen 2008, 688 S.
