Univ.-Prof. Dr. DIRK VERSE

Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht


Dirk Verse, 1971 in Reinbek bei Hamburg geboren, legte sein Abitur an der Deutschen Schule Paris ab und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Regensburg sowie an der National University in Singapur. Die Erste juristische Staatsprüfung legte er im Jahr 1995 als Landesbester in Bayern in Regensburg ab, wechselte sodann für sein Postgraduiertenstudium an die University of Oxford in Großbritannien und wurde 1998 mit seiner mit dem Prädikat "summa cum laude" und dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichneten Dissertation "Verwendungen im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis – Eine kritische Betrachtung aus historisch-rechtsvergleichender Sicht" an der Universität Regensburg promoviert. Im Anschluss legte er die Zweite juristische Staatsprüfung wiederum als Landesbester in München ab und wechselte im Jahr 2000 als Rechtsanwalt nach Düsseldorf in die international ausgerichtete Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller.

Während der Anfertigung seiner Habilitationsschrift "Der Gleichberechtigungsgrundsatz im Recht der Kapitalgesellschaften" war Verse von 2002-2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich 03 – Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschäftigt und absolvierte als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschungsaufenthalte am Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Privatrecht in Hamburg und an der University of Cambridge in Großbritannien. Mit seiner Habilitation im Jahr 2006 erlangte er die Lehrbefugnis für die Fächer Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtsvergleichung. Einer weiteren Tätigkeit als Rechtsanwalt in der Sozietät Hengeler Mueller in Düsseldorf folgte im Jahr 2007 seine Berufung auf den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Osnabrück. Zum 1. September 2011 wurde Dirk Verse zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie Wirtschaftsrecht an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen.

Verse ist Autor zahlreicher Beiträge vor allem zum deutschen und europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht. Als Sachverständiger hat er u.a. die Europäische Kommission und die Deutsche Bundesbank beraten. Sein Engagement im Bereich der Lehre spiegelt sich unter anderem in seiner zweifachen Nominierung für den Hans Mühlenhoff-Preis für gute Lehre wider. Er ist Mitglied der Gesellschaftsrechtlichen Vereinigung, des Arbeitskreises Europäisches Unternehmensrecht, des Tönissteiner Kreises, der Zivilrechtslehrervereinigung sowie des Deutschen Hochschulverbands.

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang

September 2011
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz

2008 / 2011
Nominierung für den Hans Mühlenhoff-Preis für gute Lehre

September 2007
Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Osnabrück

2007
Vertretung des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und   Wirtschaftsrecht an der Universität Osnabrück

2006-2007
Rechtsanwalt in der Sozietät Hengeler Mueller in Düsseldorf

2006
Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Titel der Habilitationsschrift: "Der Gleichbehandlungsgrundsatz im Recht der Kapitalgesellschaften"
Erteilung der Venia legendi für die Fächer Bürgerliches Recht, Handelsrecht, Wirtschaftsrecht, Rechtsvergleichung

2002-2006
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
gefördert durch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft

2002-2004
Forschungsaufenthalte am Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Privatrecht in Hamburg und an der University of Cambridge, Großbritannien

2000-2002
Rechtsanwalt in der Sozietät Hengeler Mueller in Düsseldorf und Frankfurt a.M.,
Schwerpunkt: Gesellschaftsrecht, M&A

1999
Zweite juristische Staatsprüfung in München, Platzziffer 1 in Bayern

1998
Promotion (summa cum laude) an der Universität Regensburg
Titel der Dissertation: "Verwendungen im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis, Eine kritische Betrachtung aus historisch-rechtsvergleichender Sicht"
Auszeichnung der Dissertation mit dem Kulturpreis Ostbayern

1997-1999
Rechtsreferendar am Landgericht Regensburg und bei einer internationalen Anwaltssozietät in Brüssel,
Schwerpunkt: europäisches Wettbewerbsrecht

1996-1997
Postgraduiertenstudium an der University of Oxford, Großbritannien
Magister Juris ("first class honours")
gefördert durch ein Stipendium der ZEIT-Stiftung, Bucerius-Jura-Programm

1995-1999
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung, Universität Regensburg

1995-1996
Promotionsstudium an der Universität Regensburg
gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

1995
Erste juristische Staatsprüfung an der Universität Regensburg, Platzziffer 1 in Bayern

1992-1995
Studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Historische Rechtsvergleichung, Universität Regensburg

1990-1995
Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Regensburg sowie an der National University in Singapur,
gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Deutsches und europäisches Gesellschaftsrecht (einschl. der Bezüge zum Bilanzrecht, Insolvenzrecht)
  • Deutsches und europäisches Kapitalmarktrecht
  • Deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht

Publikationen (Auswahl)

Monografien und Kommentierungen
  • Europäisches Gesellschaftsrecht, 4. Auflage 2011, ca. 600 Seiten (zusammen mit M. Habersack)
  • Kommentierung der §§ 13 - 28 GmbHG, in: Henssler/Strohn, Kommentar zum Gesellschaftsrecht, 2011, 198
  • Der Gleichbehandlungsgrundsatz im Recht der Kapitalgesellschaften, Tübingen 2006, 622 Seiten (zugleich Habilitationsschrift); besprochen von Bachmann, ZHR 171 (2007), 747-753
  • Verwendungen im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis, Eine kritische Betrachtung aus historisch-rechtsvergleichender Sicht, Tübingen 1999, 192 Seiten (zugleich Dissertation); besprochen von Schrage, 69 (2001) Tijdschrift voor Rechtsgeschiedenis, 185-188 Seiten
Aufsätze und Beiträge zu Sammelwerken
  • Compliance im Konzern, Zur Legalitätskontrollpflicht der Geschäftsleiter einer Konzernobergesellschaft, ZHR 175 (2011), 401-424
  • Die actio pro socio im Personengesellschafts- und GmbH-Recht nach der Reform der derivativen Aktionärsklage - Ausstrahlungswirkungen des § 148 AktG auf das allgemeine Verbandsrecht?, Festschrift U. H. Schneider, 2011, 1325-1344
  • Anteilseigner im Insolvenzverfahren, Überlegungen zur Reform des Insolvenzplanverfahrens aus gesellschaftsrechtlicher Sicht, ZGR 2010, 299-324
  • Die "50+1"-Regel zwischen Verbandsautonomie und Wettbewerbsfreiheit, causa sport 2010, 1-12
  • Auswirkungen der Bilanzrechtsmodernisierung auf den Kapitalschutz, in: Gesellschaftsrechtliche Vereinigung, Gesellschaftsrecht in der Diskussion 2009, Köln 2010, 67-92
  • Shareholder Loans in Corporate Insolvency, German Law Journal 9 (2008), 1109-1124
  • Company Law Reform in Germany, The proposed new Private Limited Company Law, Kyoto Journal of Law and Politics, Nov. 2007, vol. 4 (1), 1-16
  • Treuepflicht und Gleichbehandlungsgrundsatz, in: Bayer/Habersack (Hrsg.), Aktienrecht im Wandel, Bd. 2, 2007, 579-622
  • Organwalterhaftung und Gesetzesverstoß, Überlegungen zur Außenhaftung der Organwalter bei Verletzung von Schutzgesetzen (§ 823 Abs. 2 BGB), ZHR 170 (2006), 389-421
  • Rechtsfragen der Mitarbeiterbeteiligung im Spiegel der neueren Rechtsprechung (zusammen mit M. Habersack), ZGR 2005, 451-479
  • Wrongful Trading - Grundlage einer europäischen Insolvenzverschleppungshaftung? (zusammen mit M. Habersack), ZHR 168 (2004), 174-215
  • Zum zivilrechtlichen Rechtsschutz bei Verstößen gegen die Preisbestimmungen des WpÜG, ZIP 2004, 199-209
  • Rückforderung EG-rechtswidriger Beihilfen und Unternehmenskauf (zusammen mit W. Wurmnest), ZHR 167 (2003), 403-439
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Bild in Originalgröße ansehen Foto: Peter Pulkowski
Univ.-Prof. Dr. Dirk Verse

Kontakt Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Dirk Verse
Abteilung Rechtswissenschaften
Fachbereich 03 - Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Johannes Gutenberg-Universität
D 55099 Mainz
Tel +49 6131 39-25692

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