Das Archiv und seine Geschichte
Keine Bestände zur Geschichte der 1477 gegründeten kurfürstlichen Universität im UAMZ
Das Universitätsarchiv Mainz (UAMZ) enthält von wenigen Ausnahmen abgesehen nur Dokumente zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität (JGU).
Dokumente zur Geschichte der kurfürstlichen 1477 gegründeten Universität sind verstreut auf die Archive, die das Schriftgut des Kurfürsten und obersten Dienstherrn der Universität aufgenommen haben. Durch die vielen Kriege, denen Mainz und seine kurfürstlichen Territorien ausgesetzt waren, ist viel zunächst Überliefertes verloren gegangen.
Wer sich mit der Geschichte der kurfürstlichen Universität beschäftigen will, kann möglicherweise an ehemaligen Aufenthaltsorten des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten aber auch in den Archiven der Siegermächte fündig werden.
Die schriftliche Überlieferung des Mainzer Kurstaates befindet sich überwiegend im Staatsarchiv Würzburg, das Mainzer Reichserzkanzlerarchiv im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien. Aber auch Paris mit seinen Archives Nationales gibt Material für die universitätsgeschichtliche Forschung her.
Späte Inbetriebnahme eines dauerhaft betreuten Archivs 1981
Erst 35 Jahre nach Eröffnung der JGU stellte die Universität einen Archivar zur ständigen Betreuung der vorher kommissarisch verwalteten Bestände ein.
Dadurch dass die Universität immer mit ihren Geldgebern verhandeln musste, gibt es eine Gegenüberlieferung mit dem Schriftgut der beteiligten Ministerien, untergeordneten Behörden und für die Anfangszeit bei der Französischen Militärregierung.
Die rheinland-pfälzische Gegenüberlieferung ist im Landeshauptarchiv Koblenz zu finden, die französische in den Archives de l' occupation française en Allemagne et Autriche.