DFG bewilligt Graduiertenkolleg für den Sonderforschungsbereich/Transregio 45

"Integrated Research Training Group" fördert Ausbildung exzellenter Nachwuchswissenschaftler

09.07.2008

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat für den "Sonderforschungsbereich/Transregio 45: Perioden, Modulräume und Arithmetik algebraischer Varietät (SFB/TR 45)" der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Teilprojekt ein Graduiertenkolleg bewilligt. In einer ersten Ausbaustufe finanziert das Projekt 18 Kurzzeit-Doktoranden-Stipendien für Neubewerber. Die Förderungsdauer ist jeweils auf drei Monate beschränkt. "Mit den Stipendien möchten wir vor allem hochqualifizierten Doktoranden und Doktorandinnen aus aller Welt einen Anreiz schaffen, zu uns zu kommen. Das Stipendium erleichtert den jungen Leuten, in Mainz Fuß zu fassen. Die ersten drei Monate können die Stipendiaten nutzten, um sich nach weiteren Förderungsmöglichkeiten umzuschauen, Kontakte zu knüpfen und sich hier für ihre Dissertation einen Betreuer zu suchen", erklärt Prof. Stefan Müller-Stach, Sprecher des SFB/TR 45. Nach der Einrichtung des Graduiertenkollegs sei das ein wichtiger Schritt zum Ausbau der bereits bestehenden international ausgerichteten Graduiertenförderung des Sonderforschungsbereichs.

Sonderforschungsbereich/Transregio 45

In diesem Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Sprecherhochschule, der Universitäten Bonn und Duisburg-Essen sowie des Max-Planck-Instituts für Mathematik Bonn in 28 wissenschaftlichen Teilprojekten zusammen. Das Forschungsgebiet ist in die arithmetische und algebraische Geometrie eingebettet. Dabei greifen die Wissenschaftler besonders die neuen Entwicklungen auf, die im Umfeld der Schnittstelle zwischen Arithmetik und Geometrie liegen und das Verständnis algebraischer Varietäten vorantreiben. Das Potenzial des Verbundes liegt in erster Linie in der Kombination von arithmetischen und geometrischen Methoden, die in der Regel sonst nur in getrennten Arbeitsgruppen unabhängig voneinander bearbeitet werden. Mit dem Sonderforschungsbereich intensivieren die beteiligten Wissenschaftler ihre zum Teil bereits bestehenden Kooperationen auf diesem Forschungsfeld. Dadurch können insbesondere die Nachwuchswissenschaftler in ihren Forschungsaktivitäten besser gefördert werden.

"Transregio"

Die seit 1999 geförderten Sonderforschungsbereiche "Transregio" unterstützen die Kooperation zwischen Wissenschaftlern an mehreren - in der Regel zwei bis drei - Standorten. Die einzelnen Beiträge der frei gewählten Kooperationspartner müssen für das gemeinsame Forschungsziel essenziell, komplementär und synergetisch sein. Der besonders hohe wissenschaftliche und strukturelle Qualitätsanspruch muss dieser Bedingung durch Neuartigkeit der Fragestellung und durch komplexes fachliches Zusammenspiel entsprechen. Strukturziel ist die überregionale Vernetzung von fachübergreifenden Forschungsinteressen und Infrastruktur.