Neues Heim für "Christoph 77"

Der Intensivhubschrauber zieht nach elf Jahren um

08.08.2008

Mit einem Festakt wird heute der neue Hangar für Rettungs- und Intensivhubschrauber "Christoph 77" eingeweiht.  Gemeinsam feiern das Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz und die ADAC Luftrettung die Einweihung der neuen Luftrettungsstation.

Elf Jahre hat es gedauert bis aus dem Provisorium ein fester Landeplatz mit einem festen Hangar und Sozialräumen für die Crew des Intensivtransporthubschraubers "Christoph 77" werden konnte. Mit dem neuen Dachlandeplatz verbessert sich die Infrastruktur für die Patienten erheblich. Sie müssen nicht mehr nach einer Landung bodengebunden über das Klinikgelände transportiert werden. Somit gewinnen sie wertvolle Zeit.

Auch für die Crew des Rettungshubschraubers verändert sich Vieles zum Positiven. Die Container und das Hangarzelt, in dem der Hubschrauber nachts untergebracht war, hätten bald nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entsprochen. Mit dem neuen Hangar und den entsprechenden Sozialräumen sowie den Hygieneräumen ist nun genügend Platz vorhanden, damit die Retter ihren Dienst in Ruhe und stressfrei angehen können.

"Christoph 77" ist seit 1. Juli 1997 in Mainz am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität stationiert. Seit seiner Indienststellung erflog er über 10.000 Einsätze. Der "gelbe Engel" ist ein Intensivtransporthubschrauber. Das heißt, er leistet in erster Linie Patiententransporte von Klinik zu Klinik. Allerdings kann er auch als Rettungshubschrauber für Notfälle eingesetzt werden. Die Piloten des Hubschraubers sind Mitarbeiter der ADAC Luftrettung, die Ärzte werden von der Uniklinik Mainz und die Rettungsassistenten vom ASB Mainz-Bingen gestellt.

Mit der Indienststellung des ersten zivilen und ständig einsatzbereiten Rettungshubschraubers "Christoph 1" am 1. November 1970 in München-Harlaching initiierte der ADAC den Ausbau des öffentlich-rechtlichen Luftrettungsdienstes. Heute ist der ADAC an 33 Stationen in Deutschland mit 45 eigenen Rettungs- und Intensivhubschraubern vertreten. Jedes Jahr erbringen die gelben Engel mehr als 42.000 oftmals lebensrettende Einsätze.