Einstieg in das Bologna-Zeitalter eingeläutet: Campus-Management-System geht in Betrieb

Produktivstart der Studierendenverwaltung von CampusNet: Basis für die erfolgreiche Umsetzung der neuen Studienstruktur an der Universität Mainz

22.09.2008

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat CampusNet, das neue integrierte Campus-Management-System der Datenlotsen Informationssysteme GmbH, Hamburg, erfolgreich in Betrieb genommen. "Mit dem Produktivstart der Studierendenverwaltung von CampusNet hat die Universität nach weniger als einem Jahr Vorlaufzeit die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge geschaffen und den Einstieg in das Bologna-Zeitalter eingeläutet", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. Bereits in wenigen Wochen werden die Prüfungs- und Studienverwaltung der Universität folgen. Der Start des Online-Portals, mit dem CampusNet dann für alle 35.000 Studierenden und mehr als 4.500 Lehrenden zugänglich sein wird, ist für den 1. Februar 2009 geplant.

Zum Wintersemester 2008/09 wird die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre Studienstruktur flächendeckend auf Bachelor- und Masterstudiengänge umstellen, was massiv erhöhte Anforderungen an die Studien- und Prüfungsverwaltung in den Fächern und Fachbereichen nach sich zieht. Die Universitätsleitung vereinbarte daher im November 2007 mit der Hamburger Softwarefirma den Umstieg auf eine integrierte Software. Das Ziel: sämtliche Vorgänge um das Studium und die Lehre in einer einzigen Datenbank zu bündeln und die relevanten Vorgänge rund um Studium, Lehre und Prüfungen durch einen Online-Zugang den Lehrenden und Studierenden bequem und rund um die Uhr zugänglich zu machen.

Um das komplexe System jetzt starten zu können, waren zahllose Vorarbeiten erforderlich. So wurden beispielsweise mehr als 500 Prüfungsordnungen in CampusNet modelliert oder eine Fülle von Einzelsystemen aufeinander abgestimmt und in das neue System integriert bzw. über eine Schnittstelle mit CampusNet verbunden. Schließlich galt es, Einzeldaten aus den Altsystemen in die neue komplexe Datenbank zu transferieren. So machte beispielsweise allein der Start der Studierendenverwaltung die Migration von mehr als 1,5 Millionen Einzeldaten der Studierenden erforderlich. Bereits im Sommer des Jahres war ein erstes Testsystem an der Universität öffentlich zugänglich: Mehr als tausend Studierende, Lehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität nutzten die Gelegenheit, sich über die neue Software zu informieren und die einzelnen Funktionalitäten zu testen.

Bis zu 100.000 Prüfungsfälle pro Semester

"Auch die Fächer und Fachbereiche sind optimal für die neue Aufgabe ab dem Wintersemester 2008/09 vorbereitet", erklärt der Leiter von Studium und Lehre, Prof. Dr. Bernhard Einig. In allen elf Fachbereichen wurden Prüfungsämter eingerichtet, die nach gemeinsamen, universitätsweit verbindlichen Standards die neuen Studiengänge und ihre zahlreichen Modulprüfungen verwalten. Die Hochschule schätzt, dass das Prüfungsvolumen in den nächsten Semestern sukzessive auf bis zu 100.000 Prüfungsfälle pro Semester ansteigen wird. Für jede einzelne Prüfung sind u.a. eine Anmeldung, eine Zulassung und eine Notenverbuchung erforderlich. "Dies ist nur mit qualifiziertem Verwaltungspersonal und möglichst weitgehender Standardisierung bewältigbar", so Prof. Einig, "und es braucht vor allem eine leistungsfähige Software, die sowohl die Studierenden als auch die Lehrenden und die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter maximal unterstützt."

Ab dem Wintersemester 2008/09 werden in allen Fachbereichen speziell eingerichtete Studienbüros mit rund 150 hauptamtlichen Mitarbeitern als zentrale Anlaufstellen für die Studierenden fungieren. Die Aufgabe: das Lehr- und Prüfungsangebot ordnungsgemäß zu erstellen und den Studierenden so zugänglich zu machen, dass diese sich ohne Wartezeiten online anmelden können und die Ergebnisse ihrer Prüfungs-und Studienleistungen möglichst zeitnah erhalten.

"Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist damit die erste Großuniversität in Deutschland, die vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses konsequent ihre Verwaltungsabläufe auch im Wissenschaftsbereich professionalisiert und in allen Bereichen vergleichbare, dauerhafte Strukturen und transparente Abläufe schafft", erklärt der Präsident der Universität, Prof. Dr. Georg Krausch. "Auf diese Weise wird der Arbeitsalltag aller Akteure entlastet und transparent gestaltet, was sich mittel- bis langfristig nachhaltig positiv auf die weitere Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre auswirken wird."

Präsident und Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nehmen den Start des Softwaresystems zum Anlass, um sich bei der Leiterin des Projekts "Integrierte Studien- und Prüfungsverwaltungssoftware", Anke Kamrath, und dem gesamten Projektteam zu bedanken. "Was Frau Kamrath und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den zurück liegenden zehn Monaten geleistet haben, ist mehr als bemerkenswert", resümiert der Kanzler der Universität, Götz Scholz. Zwar werde es noch eine Weile dauern, bis der Dauerstress und die hohe zeitliche Belastung allmählich nachlassen werden. Der Kanzler ist aber zuversichtlich: "Bereits in wenigen Semestern wird sich niemand an der Universität mehr vorstellen können, dass es dieses System irgendwann einmal nicht gegeben hat."