Stiftertag 2008: 50.000 Euro für Projekte in Forschung und Lehre

Acht Stiftungen präsentieren vielfältige Formen stifterischen Engagements

01.12.2008

Damit die Universitäten im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe auch künftig mithalten können, sind bürgerliche Mitverantwortung und Mitgestaltung stärker als bisher gefragt. Privates Engagement von Stifterinnen und Stiftern trägt entscheidend dazu bei, dass an den Hochschulen Forschung und Lehre auf höchstem Niveau betrieben werden können. "Wege in die Zukunft: Wissen stiften" – unter diesem Motto stehen daher sowohl die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung als auch der Stiftertag 2008 an der JGU. Acht Stiftungen stellen insgesamt 50.000 Euro für Projekte in Forschung und Lehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zur Verfügung und demonstrieren die große Vielfalt an Themen und Formen des Stiftens für die Universität. "Wir wollen das Stiftungswesen an der JGU in den nächsten Jahren weiter ausbauen", erklärt der Vorsitzende des Vorstands der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung, Dr. h.c. Klaus Adam, anlässlich des Stiftertags, "denn Stiftungen schieben Projekte an und schaffen auf diese Weise Strukturen, die angesichts knapper öffentlicher Kassen sonst nicht entstehen würden. Sollte der Stiftertag daher zur Nachahmung oder zur Unterstützung einer der hier anwesenden Stiftungen anregen, wäre das eine ganz besondere Freude. Denn die Zukunft der Wissensgesellschaft liegt in unseren eigenen Händen."

Spitzenforschung einerseits, Qualifikation intelligenter Köpfe andererseits - mit diesen Kernaufgaben sind die Hochschulen heute der Motor eines wissensbasierten Wirtschafts- und Kulturraumes. Die hierzu notwendigen Handlungsfelder können die Universitäten angesichts der engen finanziellen Spielräume allerdings immer weniger besetzen und sind folglich zunehmend auf private Initiativen und Investitionen angewiesen. Daher wurde Ende 2004 unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung gegründet. "Ziel dieser Dachstiftung ist es, Privatpersonen, aber auch Institutionen und Unternehmen viele unbürokratische Möglichkeiten eines effizienten Stifterengagements zu eröffnen", erklärt Dr. Klaus Adam weiter, "denn Stiften erfordert kein großes Vermögen. Auch kleine Stiftungsbeiträge sind in ihrer Summe von großer Wirkung für Bildung und Wissenschaft und fördern damit das Zukunftspotenzial unseres Landes."

Die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung ermöglicht Stiftern, ganz konkret und dauerhaft Projekte in Forschung, Lehre, Studium, wissenschaftlicher Weiterbildung und Kunstausübung entsprechend ihrer individuellen Lebensziele und Wünsche zu unterstützen. Die Johannes Gutenberg-Universität bietet als fünftgrößte Hochschule in Deutschland mit über 34.000 Studierenden und 2.800 Wissenschaftlern in mehr als 150 Instituten und Kliniken ein attraktives Spektrum von unterstützungswürdigen Projekten quer durch alle Fachrichtungen.

Wissen bewahren – Wissen vermitteln – Wissen erzeugen

Neben der Unterstützung von Forschungsprojekten besteht auch die Möglichkeit, mit Investitionen u.a. in Stipendien, Graduiertenkollegs oder Auslandaufenthalte den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und junge Talente zu qualifizieren. "Ein besonderer Vorzug der Dachstiftung ist dabei", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr Georg Krausch,  "dass die Stifter mit der persönlichen Auswahl ihres Projektes dieses gezielt fördern und den Verlauf aktiv begleiten können. Durch engen Kontakt mit den geförderten Wissenschaftlern und Studierenden erhalten die Stifter ständig Einblick in die Verwendung des Ertrags ihres Vermögens und können langfristig die Entwicklung und Folgen ihres Tuns verfolgen."

Zurzeit sind 30 unselbstständige Stiftungen unter dem Dach der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung bzw. werden von der Johannes Gutenberg-Universität verwaltet. Das gesamte Stiftungsvermögen beläuft sich dabei auf rund sechs Millionen Euro.

Über die Form der Mitwirkung an der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung können die Stifter selbst entscheiden:

  • Beteiligung durch Zustiftungen (kein Mindestbetrag)
  • Errichtung eines Stiftungsfonds (Mindestbetrag 10.000 Euro)
  • Errichtung einer unselbstständigen Stiftung (Mindestbetrag 25.000 Euro)

"Die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung macht dabei das Stiften leicht und gewährt viele Vorteile", erklärt Götz Scholz, Vorstand der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung, "so begleiten kompetente Berater den Stiftungsvorgang und helfen bei den notwendigen Schritten in Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden. Darüber hinaus übernimmt die Universitätsstiftung die Stiftungsverwaltung und garantiert eine kompetente Vermögensverwaltung."

Beispielhaftes Stifterengagement demonstrierten mit ihrer Preisverleihung im Rahmen des Stiftertages 2008 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Alfred Todt-Stiftung, Alumni-Stiftung, Diethelm-Stiftung, Edelstein-Stiftung, Gückinger-Stiftung, Hibbeln-Stiftung, Rochelmeyer-Stiftung und Kalkhoff-Rose-Stiftung.