Klares Forschungsprofil: Universität konzentriert Forschungsaktivitäten in exzellenten Bereichen

Wissenschaftsministerin Ahnen: "Land stärkt damit die Position der Universität im nationalen und internationalen Kontext"

02.12.2008

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Profilbildung in der Forschung hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz im Juni dieses Jahres eine Forschungsinitiative gestartet. In diesem Rahmen hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre besonderen Stärken und Alleinstellungsmerkmale in der Forschung identifiziert und in fünf interdisziplinär ausgerichteten Forschungszentren sowie in sieben weiteren sogenannten Forschungsschwerpunkten konzentriert. "Mit der Forschungsinitiative verbessert das Land im engen Zusammenwirken mit den Universitäten die Rahmenbedingungen für exzellente Spitzenforschung und Nachwuchsförderung. Für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bedeutet dies, dass wir ihre Position im nationalen wie internationalen Kontext weiter stärken", erklärt die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen, anlässlich der Präsentation der neuen Forschungszentren und Forschungsschwerpunkte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Mit der Forschungsinitiative 2008 bis 2011 will die Landesregierung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der vier rheinland-pfälzischen Universitäten stärken. Sie bekommen zunächst von 2008 bis 2011 zusätzlich zur Grundfinanzierung Landesmittel zur Forschungsförderung in Höhe von insgesamt über 64 Millionen Euro. Die Forschungszentren, Forschungsschwerpunkte und das Gutenberg Forschungskolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden mit insgesamt über 34 Millionen Euro gefördert, das sind 53 Prozent der Mittel, die den Universitäten mit der Forschungsinitiative zusätzlich zufließen. "Der Wechsel von einer antragsbezogenen jährlichen Förderung zu einer Förderung auf der Grundlage von Zielvereinbarungen baut die Autonomie der Hochschulen aus, schafft Planungssicherheit und entlastet die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von aufwendigen Antragsverfahren", so Ahnen.

Förderung in drei Stufen

Das Konzept der Forschungsinitiative sieht drei aufeinander abgestimmte Förderstufen vor. In Stufe I setzt jede Universität einen Teil ihrer Mittel z.B. aus der Hochschulfinanzierung des Landes dafür ein, die Grundfinanzierung von Drittmittelprojekten sicherzustellen, eine Anschubfinanzierung neuer Forschungsprojekte zu ermöglichen und diejenigen Arbeitsgruppen zu fördern, deren Forschungsziele dem fachlichen Universitätsprofil besonders entsprechen. Auf der mittleren Stufe unterstützt das Ministerium gezielt Forschungsschwerpunkte, die ein besonderes Entwicklungspotential besitzen und über ein integriertes Forschungskonzept und Pläne zur koordinierten Einwerbung von Drittmitteln verfügen.

In der dritten Stufe fördert das Land exzellente Forschungszentren. Diese sind zum Teil aus den Clustern und Graduiertenschulen hervorgegangen, die im rheinland-pfälzischen Wettbewerb des Programms "Wissen schafft Zukunft" oder durch Teilnahme an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder identifiziert worden seien. "In diesen Zentren konzentrieren sich exzellente, international sichtbare Arbeitsgruppen auf ein interdisziplinäres Forschungsziel", sagt die Ministerin.

Fünf Forschungszentren und sieben Forschungsschwerpunkte

Im Rahmen dieser Forschungsinitiative hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz fünf Forschungszentren und sieben Forschungsschwerpunkte eingerichtet, die sich national und international im Spitzenfeld der Forschung verankern sollen. Dieser Profilbildungsprozess in Wissenschaft und Forschung steht unter Federführung des Gutenberg Forschungskollegs (GFK) - einer interdisziplinären, mit Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern besetzten Einrichtung, die das Präsidium in strategischen Entscheidungen zur Entwicklung der Universität berät.

Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Professor Dr. Georg Krausch, begrüßt daher die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz als wichtige Investition in die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandortes Rheinland-Pfalz: "Unsere Universität nutzt die Mittel aus diesem Programm, um ihre strategischen Ziele weiter zu verfolgen und ihr Forschungsprofil zu schärfen. Insbesondere werden wir die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Universitätsmedizin und der naturwissenschaftlichen Fachgebiete stärken. Ziel bleibt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz als moderne Forschungsuniversität zu positionieren, die in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft eine ihrer Größe und Leistung entsprechende Bedeutung und Sichtbarkeit besitzt."