BMBF fördert Forschungsverbund zur Bekämpfung des Analphabetismus in Deutschland

Johannes Gutenberg-Universität Mainz leitet Forschungsverbund "Alphabetisierung und Bildung" aus Wissenschaft und Praxis

18.12.2008

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt sich dafür ein, den Analphabetismus in Deutschland besser zu bekämpfen, und unterstützt einen Forschungsverbund unter der Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit insgesamt 2,2 Millionen Euro. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre. "Das BMBF gibt mit seinem Programm wichtige Impulse für die Alphabetisierungsarbeit. Wir können jetzt innovative und dauerhafte Ansätze für diese Arbeit entwickeln", so Projektleiter Dr. Markus Höffer-Mehlmer, Hochschuldozent am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Nach Schätzungen des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e.V. können in Deutschland etwa vier Millionen Menschen nicht ausreichend lesen und schreiben. Im Rahmen der Weltalphabetisierungsdekade der Vereinten Nationen (2003-2012) hat das BMBF für den Zeitraum von 2008 bis 2012 den Förderschwerpunkt "Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Alphabetisierung/Grundbildung für Erwachsene" eingerichtet. In diesem Rahmen fördert es auch das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Alphabetisierung und Bildung (AlBi). Unter der Gesamtleitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sollen neue Angebotsformen für Menschen mit Grundbildungsmängeln sowie Aus- und Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte entwickelt werden. Das Projekt wird durch die JGU und die Technische Universität Kaiserslautern wissenschaftlich begleitet und in einem Projektverbund mit zwölf Trägern der Weiterbildung durchgeführt. "Es ist sehr reizvoll, das Projekt in enger Verbindung von Wissenschaft und Praxis anzugehen", so Höffer-Mehlmer.