JGU ist im DFG-Förder-Ranking 2009 Spitzenreiter bei Bewilligungen pro Professur in Naturwissenschaften

Top-Positionen in den Naturwissenschaften und überdurchschnittliche Resultate für Medizin und Geowissenschaften

10.09.2009

Im Förder-Ranking 2009 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) positioniert sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) im Bereich der Naturwissenschaften mit Spitzenpositionen. Die Naturwissenschaften belegen bei der absoluten Summe der von der DFG eingeworbenen Drittmittel einen exzellenten fünften Platz. Damit zählt die JGU mit der LMU München, den Universitäten Bonn und Hamburg sowie der TU München in diesem Bereich zu den Besten. Noch erfreulicher ist die Bilanz, wenn man die Bewilligungssumme pro Professur betrachtet: Mit durchschnittlich 641.000 Euro hat die JGU in den Naturwissenschaften unter den deutschen Universitäten in den Jahren 2005 bis 2007 die meisten DFG-Fördermittel je Professor erhalten. Damit ist sie von Platz sechs im vorangegangenen DFG-Förder-Ranking 2006 an die Spitze gestiegen.

"Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in den vergangenen Jahren ihre Position als eine der forschungsstarken Hochschulen in Deutschland weiter gefestigt und insbesondere in den Naturwissenschaften das bereits hohe Niveau noch weiter ausgebaut", so JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Die hervorragenden Forschungsarbeiten unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler spiegeln sich in den eingeworbenen Drittmitteln wider, wobei die DFG als unser größter Drittmittelgeber eine besondere Rolle spielt."

Auch in den Rankings der einzelnen naturwissenschaftlichen Fächer nimmt die JGU Spitzenpositionen ein: Die Chemie und die Geowissenschaften liegen im Vergleich der DFG-Bewilligungssummen jeweils auf Platz sieben. Betrachtet man auch die Gesamtdrittmitteleinnahmen anderer Fördergeber, positioniert sich die Chemie sogar auf Platz zwei. Die Physik belegt mit 22 Millionen Euro Drittmitteleinnahmen den dritten Platz bei der DFG-Förderung von 2005-2007. Bei den Gesamtdrittmitteleinnahmen liegt sie im Jahresvergleich 2006 auf Platz vier.

In zahlreichen naturwissenschaftlichen Forschungsfeldern positioniert sich die JGU in der Liste der DFG-Bewilligungen im oberen Bereich: Im Forschungsfeld "Teilchen, Kerne und Felder" steht sie auf Rang eins. Den zweiten Platz hat die JGU im Forschungsfeld "Analytik und Methodenentwicklung in der Chemie" sowie im Forschungsfeld "Optik, Quantenoptik und Physik der Atome, Moleküle und Plasmen" inne. Im Forschungsfeld "Atmosphären- und Meeresforschung" sowie der Polymerforschung positioniert sie sich auf Rang drei.

In allen Wissenschaftsbereichen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz lässt sich eine Steigerung der Bewilligungen beobachten. Herausragend sind an dieser Stelle wiederum die Naturwissenschaften: Hier ist das DFG-Bewilligungsvolumen um mehr als die Hälfte von 21,6 Millionen Euro auf 44,5 Millionen Euro gestiegen. Auch die Lebenswissenschaften verzeichnen einen Anstieg von 38,1 Millionen Euro im DFG-Förder-Ranking 2006 auf 41,6 Millionen Euro im aktuellen DFG-Förder-Ranking. In den Geistes- und Sozialwissenschaften hat sich das DFG-Bewilligungsvolumen von 8,9 Millionen Euro auf 10,2 Millionen Euro erhöht.

Um gerade das Potenzial der Geistes- und Sozialwissenschaften noch besser auszuschöpfen, arbeitet die JGU momentan an dem Projekt "Pro Geistes- und Sozialwissenschaften": "Ziel des Programms ist es, Strategien und Konzepte zu entwickeln, um diese Fächer weiter zu stärken", erklärt Krausch. "Wir streben damit eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre an, um das große Potenzial der Geistes- und Sozialwissenschaften in Mainz noch weiter zu entwickeln und nutzbar zu machen."

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist Hauptdrittmittelgeber der JGU und fördert Mainzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuell in neun Sonderforschungsbereichen, neun DFG-Forschergruppen und sieben DFG-Graduiertenkollegs sowie in zahlreichen Einzelprojekten. Weitere wichtige Drittmittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Europäische Union (EU) und eine Vielzahl privater Drittmittelgeber, z.B. Industrieunternehmen, mit denen Wissenschaftler der Universität gemeinsame Forschungsprojekte durchführen. Im Zeitraum von 2001 bis 2008 sind die Gesamtdrittmittel der JGU stetig gestiegen: Waren es im Jahr 2001 noch rund 54 Millionen Euro, so lässt sich 2008 eine Summe von insgesamt rund 77 Millionen Euro verzeichnen.