Chest Pain Unit der Universitätsmedizin Mainz qualifiziert gezielt Pflegepersonal

Berufsbegleitender Lehrgang für Pflegepersonal

28.03.2011

Die II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz bietet seit 2010 einen berufsbegleitenden Chest-Pain-Unit-Qualifizierungslehrgang für Pflegepersonal an. Jetzt haben die ersten 15 Teilnehmer den Lehrgang erfolgreich beendet.

Der Qualifizierungslehrgang mit insgesamt 100 Lehrstunden richtet sich an Pflegepersonal, das regelmäßig in einer Chest Pain Unit eingesetzt wird. Qualifizierte Pflege und Überwachung, aber auch effizientes diagnostisches Vorgehen und rasches therapeutisches Handeln sind essenzielle Säulen der Patientenersorgung in einer Chest Pain Unit. Umfassende Kenntnisse akuter kardiologischer Krankheitsbilder und ein sicheres Notfallmanagement sind hierfür unabdingbar. Insbesondere in der instabilen Akutphase ist ein tief gehendes pathophysiologisches Verständnis kardiologischer Erkrankungen neben speziellen pflegerischen Maßnahmen und eine fundierte medizinische Beratung bei deren Versorgung notwendig. Hieraus erwachsen ein sicheres Handeln und ein optimales koordiniertes Vorgehen bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Weiterhin sind spezielle Kenntnisse und unterschiedliche Strategien der Kommunikation im Team sowie mit den Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen erforderlich. Alle diese Facetten umfasst der jetzt erstmals angebotene Lehrgang, der federführend von Dr. Sebastian Sonnenschein, Funktionsoberarzt an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, und Gabriele Maas, Abteilungsleitung und Leiterin Case-Management der II. Medizinischen Klinik, konzipiert und durchgeführt wird.

Seit 2005 ist die Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit) an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) etabliert. Hierbei handelt es sich um eine Versorgungsstruktur für Patienten mit unklaren Brustschmerzen, die v.a. darauf abzielt, eine besonders effektive und schnelle Behandlung nach neuesten Standards für Patienten mit Herzinfarktsymptomen zu gewährleisten.