Cluster of Individualized Immunintervention unter den Finalisten im Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF

Große Chance für Spitzenforschung in Rheinland-Pfalz

24.06.2011

Gleich zwei Cluster, an denen rheinland-pfälzische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mitwirken, sind durch eine international besetzte unabhängige Jury in die Endrunde des 3. Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewählt worden – das "Cluster of Individualized Immunintervention" (CI3) und das Energie-Cluster "StoREgio" der Metropolregion Rhein-Neckar. "Über diese Nachricht freue ich mich ganz besonders, zeigt sie doch, dass sich Spitzenforschung in Rheinland-Pfalz im Wettbewerb behauptet", so Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz. "Schon zum zweiten Mal kommen rheinland-pfälzische Forscherinnen und Forscher mit ihrer Arbeit unter die Finalisten, was bereits ein großer Erfolg ist. Und jetzt drücken wir natürlich die Daumen auch für die Endauswahl der 3. Runde."

Insgesamt waren 24 Anträge eingereicht worden, 11 wurden jetzt ausgewählt und aufgefordert, Vollanträge einzureichen, darunter das von Mainz aus koordinierte länderübergreifende "Cluster of Individualized Immunintervention" (CI3). An ihm sind auf rheinland-pfälzischer Seite neben der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universitätsmedizin Mainz unter anderem das Institut für Translationale Onkologie (TRON), das Institut für Mikrotechnik Mainz (IMM), das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz und Unternehmen wie beispielsweise Boehringer Ingelheim und Ganymed beteiligt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Cluster finanziell beim Aufbau der Managementstrukturen. Eine wichtige Rolle kommt auch den hessischen Akteuren aus Wissenschaft und Wirtschaft zu. Mit seinem innovations- und wirtschaftsorientierten Ansatz wird das Cluster die Entwicklung von individualisierten Krebstherapiekonzepten vorantreiben und dazu beitragen, in einer alternden Gesellschaft bezahlbare Medikamente zur Bekämpfung von Volkskrankheiten zu entwickeln. Zudem ist davon auszugehen, dass mit dem Cluster neue Arbeitsplätze und innovative Hightech-Unternehmen entstehen.

Für die fünf Besten des Spitzencluster-Wettbewerbs stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Ausrichter jeweils 80 Millionen Euro über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren zur Verfügung, wovon die Hälfte durch die Wirtschaft und private Investoren getragen wird.

Der Wettbewerb unterstützt strategische Kooperationen aus Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Akteuren der Region, sogenannte Cluster, die ihre Kräfte optimal bündeln. Ziel ist es, zukunftsfähige Innovationen zu stärken und Synergieeffekte zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig für das Land zu nutzen.