Elektrophysiologie an der Universitätsmedizin Mainz gestärkt

Kardiologische Klinik richtet spezielle Abteilung ein

25.07.2011

Die II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz hat eine eigene Abteilung für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen eingerichtet: die Elektrophysiologie. Der Leistungsbereich bietet nun alle modernen Therapieverfahren zur Behandlung sämtlicher langsamer und schneller Herzrhythmusstörungen an. Die Leitung hat Prof. Dr. Thomas Rostock übernommen, Experte insbesondere für die Katheterablation (Radiofrequenztherapie) von Vorhofflimmern. Rostock war zuvor leitender Oberarzt der Klinik für Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie am Universitären Herzzentrum Hamburg.

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung des Menschen. Schätzungsweise bis zu 10% der Bevölkerung leiden an dieser Form des unregelmäßigen Herzschlags, insbesondere ältere Patienten. Durch einen speziellen Herzkathetereingriff kann das Vorhofflimmern beseitigt werden. Die Abteilung für Elektrophysiologie der Universitätsmedizin Mainz verfügt über ein mit neuester Technik ausgestattetes Katheterlabor. Darin können auch lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörungen identifiziert und geheilt werden. "In Zusammenarbeit mit den Kinderkardiologen können zudem nun auch Kinder mit Herzrhythmusstörungen durch einen Herzkathetereingriff in der Universitätsmedizin Mainz behandelt werden und müssen nicht mehr an andere Zentren überwiesen werden", so Rostock. "Ich freue mich sehr auf meine Arbeit in Mainz. Insbesondere der Neuaufbau der Abteilung mit einem jungen, motivierten Team sowie die Errichtung einer Forschergruppe auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen waren Anreiz, an die Universitätsmedizin Mainz zu wechseln."

"Wir sind froh, mit Prof. Dr. Thomas Rostock einen so erfahrenen Kardiologen für die Elektrophysiologie der II. Medizinischen Klinik gewonnen zu haben", betont Klinikdirektor Prof. Dr. Thomas Münzel. "Mit der Berufung von Rostock wird die Therapie von Herzrhythmusstörungen in Mainz entscheidend gestärkt und verbessert."