Studierende der Universität Mainz können ab Wintersemester 2011/2012 kostenfrei Vorstellungen im Staatstheater Mainz besuchen

Neue Kooperation zwischen dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) und dem Staatstheater Mainz

14.10.2011

Für Studierende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird der Theaterbesuch im Staatstheater Mainz ab dem Wintersemester 2011/2012 kostenlos. Drei Tage vor dem gewünschten Vorstellungstermin erhalten Studierende an der Theaterkasse gegen Vorlage ihres Studierenden- und Personalausweises eine kostenlose Eintrittskarte pro Vorstellung. Nach Verfügbarkeit werden die Karten für alle Platzkategorien ausgegeben. Ausgenommen hiervon sind lediglich Premieren und Sonderveranstaltungen. Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation des Staatstheaters Mainz mit dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Finanziert wird diese durch den AStA der Universität Mainz. "Dies stellt damit für das Staatstheater gesicherte Einnahmen dar", so Volker Bierwirth, Kaufmännischer Geschäftsführer der Staatstheater Mainz GmbH.

"Das Projekt fand große Zustimmung bei Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, sowie bei dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel. Der entsprechende Projektantrag wurde einstimmig vom Aufsichtsrat der Staatstheater Mainz GmbH verabschiedet", so Intendant Matthias Fontheim. Die Intensivierung der bestehenden Zusammenarbeit mit den Studierenden und Dozenten der Johannes Gutenberg-Universität als größte Wissenschaftseinrichtung der Stadt ist für das Staatstheater Mainz nur konsequent. "Universität und Theater sind Institutionen, die sich beide mit gesellschaftspolitisch relevanten Fragen und Themen auseinandersetzen. Sie sind Orte des Diskurses über unsere gemeinsame Gegenwart und Zukunft", so Matthias Fontheim weiter. "Zentral ist die inhaltliche Verknüpfung beider Institutionen. Die neue Kooperation unterstützt und unterstreicht dieses Ziel." Geplant sind ein Mehr an betreuten Theaterbesuchen, Gesprächsrunden und Diskussionen am Theater wie an der Universität und praxisbezogene Projekte gemeinsam mit den entsprechenden Fakultäten. Dahinter steht auch das Selbstverständnis des Staatstheaters, Theater für alle Bevölkerungsgruppen dieser Stadt und dieses Landes zu machen. Auch für Schüler gibt es besondere Angebote. Dabei ermöglichen beispielsweise Bildungsgutscheine Kindern von Hartz IV-Empfängern einen kostenlosen Theaterbesuch.

Die neue Kooperation mit dem AStA der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist kein einmaliges Modell: Vorbilder sind die Staatstheater Darmstadt und Saarbrücken, wo man bereits sehr positive Erfahrungen machen konnte. Die Einnahmen des Theaters konnten erhöht werden, die Zuschauerbindung wurde verstärkt. Geplant ist in Mainz eine solche Kooperation auch mit der Fachhochschule, die bereits Interesse bekundet hat.

Für die Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität bedeutet die neue Kooperation eine große Bereicherung. "Dass Studierende jetzt auch kostenlos ins Theater können, stellt eine wunderbare Ergänzung zu dem reichhaltigen Kulturprogramm auf dem Campus dar. Wir betreten mit diesem Projekt in Rheinland-Pfalz Neuland und freuen uns, wieder einen Beitrag zum Kulturleben der Stadt Mainz leisten zu können", so Wolfgang Schärfe, AStA-Vorsitzender.

Und auch die Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz begrüßt die Kooperation zwischen dem Staatstheater Mainz und dem AStA der Universität: "Bereits viele erfolgreiche Projekte laufen unter gemeinsamer Regie von Universität und Staatstheater, wie das Junge Ensemble. Ich freue mich daher sehr, dass wir der bewährten Tradition der Zusammenarbeit mit dieser Kooperation einen neuen Baustein hinzufügen können", erklärt Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Vizepräsident für Forschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. "Uns ist wichtig, dass die Studierenden das vielfältige Kulturprogramm der Stadt Mainz, v.a. das ihrer größten Kultureinrichtung, dem Staatstheater, wahrnehmen. Mit diesem Angebot ermöglichen der AStA unserer Universität und das Staatstheater Mainz den Studentinnen und Studenten, über den eigenen Tellerrand zu schauen, was nicht zuletzt zur Persönlichkeitsentwicklung und Allgemeinbildung beiträgt."