Hoffmann-Klose-Stiftung unterstützt Forschungen an der Universitätsmedizin Mainz

34.000 Euro für Forschungsprojekt zur Verbesserung von Impfungen und Immuntherapien

09.11.2011

Die Hoffmann-Klose-Stiftung unterstützt ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Immuntherapie an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit 34.000 Euro. "Wir danken der Hoffmann-Klose-Stiftung für die erneute Unterstützung zugunsten eines wichtigen Forschungsprojekts in der Medizin", so der Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), Götz Scholz. "Wir freuen uns sehr über dieses Engagement. Stiftungen sind für uns nicht nur ein Zeichen besonderer Wertschätzung, sondern eine wichtige Möglichkeit, besondere Forschungsvorhaben voranzutreiben."

Bei dem Forschungsprojekt "Funktionalisierte Nanopartikel zur selektiven Stimulation von B-Zell-vermittelten Immunantworten" handelt es sich um ein Vorhaben, um die Wirksamkeit von Impfungen und Immuntherapien zu verbessern. Impfungen gehören zu den erfolgreichsten Entwicklungen der Medizin. "Wie kaum ein anderes Behandlungsverfahren haben Impfungen und die dadurch ausgelöste Bildung von Abwehrfaktoren im Blut Krankheiten praktisch ausgelöscht oder ihre Gefährlichkeit wesentlich reduziert", erläutert Projektleiter Prof. Dr. Stephan Grabbe von der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz. Während vorbeugende Impfungen äußerst wirkungsvoll gegen akut infektiöse Erreger sind, ist die Wirkung einer Impfung bei bereits vorhandenen chronischen Infektionen oder gar bei Tumorerkrankungen unzureichend. Eine Heilung der Krankheit ist in der Regel nicht möglich.

Das Forschungsvorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Grabbe zielt darauf ab, die Immunantwort im Vorfeld einer Infektion, aber auch bei bereits erfolgter Erkrankung zu verbessern. Zum einen sollen die B-Lymphozyten, die eine wichtige Rolle bei der Produktion von Abwehrfaktoren spielen, von den Impfstoffen besser erreicht und zum anderen auch ganz gezielt aktiviert werden. "Unsere Arbeitsgruppe untersucht seit einigen Jahren das immuntherapeutische Potenzial von funktionalisierten Nanopartikeln verschiedener Art. In eigenen Voruntersuchungen konnte gezeigt werden, dass sich bestimmte Eisenoxid-Nanopartikel sehr selektiv in den Arealen des Körpers anreichern, in denen B-Lymphozyten zu finden sind", erklärt Grabbe. Daher sei es naheliegend, dass diese Nanopartikel hochgradig effiziente Trägersubstanzen für Impfstoffe sein könnten und möglicherweise eine wesentliche Weiterentwicklung für Impfungen aller Art darstellen. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn eine Option zur Verbesserung der Behandlung von chronischen Infektionen und Tumorerkrankungen bieten. Es ist vorgesehen, entsprechende Ergebnisse zu patentieren.

Die Hoffmann-Klose-Stiftung mit Sitz in Kronberg wurde 2005 errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin. Die Stiftung vergibt Forschungsaufträge und Stipendien, beteiligt sich unter anderem an der Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Bezuschussung von Sachaufwendungen.