Stiftungen unterstützen medizinische Forschung als Zeichen besonderer Wertschätzung

Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung und die Hoffmann-Klose-Stiftung stellen 40.000 Euro zur Verfügung

12.12.2007

Mit insgesamt rund 40.000 Euro unterstützen die Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung sowie die Hoffmann-Klose-Stiftung drei medizinische Forschungsprojekte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Die Projekte sind in größere Forschungsarbeiten eingebunden und beschäftigen sich mit der Untersuchung der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beziehungsweise der Entstehung von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen sowie der Immun-Prophylaxe. "Stiften ist nachhaltiger Ausdruck von Gemeinsinn und damit ein Gewinn für unsere freie Gesellschaft", erklärt der Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Götz Scholz. "Wir freuen uns daher sehr über dieses stifterische Engagement an unserer Universität. Denn Stiftungen im Umfeld unserer Universität sind für uns nicht nur ein Zeichen besonderer Wertschätzung, sondern gerade angesichts knapper öffentlicher Haushalte eine wichtige Möglichkeit, besondere Akzente in Forschung und Lehre zu setzen und hervorragende Leistungen zu fördern."

Die Stiftungen unterstützen das Projekt "Ursachen des Alterns: Auswirkung auf die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen des Menschen" mit Projektleiter: Prof. Dr. Christian Behl vom Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie mit knapp 20.000 Euro. Mit diesen Mitteln wird ein Fluoreszenzbinocular angeschafft, das die Analyse von bei neurodegenerativen Erkrankungen betroffenen Bereichen sowie deren Entwicklung während der Alterung ermöglicht.

Dem Projekt "Immun-Prophylaxe der Cytomegalovirus-Erkrankung nach Stammzelltransplantation" unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Reddehase, Institut für Virologie, kommen rund 10.000 Euro zugute. Das Forschungsprojekt untersucht Cytomegaloviren, das heißt Herpes-Viren, im Rahmen verschiedener Teilprojekte unter immunologischen, zellbiologischen und biochemischen Ansätzen, wobei mikroskopische Techniken zum Einsatz kommen. Mit den Fördermitteln wird ein digitales Farbkamera-System für Forschungsmikroskope zur optimalen Dokumentation der Forschungsergebnisse angeschafft.

Rund 10.000 Euro erhält das Projekt "Kortikale Neurotransmission und Reorganisation im zentralvestibulären System der Ratte (Rezeptordarstellung im Tier-PET)" unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Reuss vom Institut für Anatomie und Zellbiologie. Das Forschungsprojekt untersucht Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Denn bis heute ist unklar, über welche Großhirnbereiche und neuronalen Transmittersysteme diese vermittelt werden. Das Projekt ist auf eine zweijährige Laufzeit angesetzt.

Die Dr. Gerhard und Martha Röttger-Stiftung mit Sitz in Bad Vilbel wurde im Juli 2004 errichtet. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin insbesondere an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Stiftung finanziert Forschungsvorhaben sowie einzelne Forschungsprojekte, fördert die Teilnahme an Fachkongressen und Forschungsaufenthalten im In- und Ausland, vergibt Stipendien und bezuschusst Sachaufwendungen wie beispielsweise technische Ausrüstungen. Die Hoffmann-Klose-Stiftung mit Sitz in Kronberg wurde 2005 errichtet. Stiftungszweck ist ebenfalls die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin. Die Stiftung vergibt Forschungsaufträge und Stipendien, beteiligt sich unter anderem an der Finanzierung von Forschungsvorhaben und der Bezuschussung von Sachaufwendungen wie beispielsweise technische Ausrüstungen.