Universitätsmedizin Mainz erhält weitere Fördergelder der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Herz-Kreislauf-Forschung

Forschungsprojekte widmen sich Fragen zur Entstehung von Bluthochdruck und Arteriosklerose

15.01.2013

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz erneut Fördergelder für die Herz-Kreislauf-Forschung bewilligt – und das zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Das aktuell geförderte Forschungsvorhaben will die Zusammenhänge zwischen freien Radikalen und Erkrankungen des Herzkreislaufsystems weiter erforschen. Das Team um Biologin Dr. Swenja Kröller-Schön und PD Dr. Eberhard Schulz, Oberarzt an der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, widmet sich dabei insbesondere der Regulation der Gefäßfunktion durch spezielle Enzymsysteme. Diese beeinflussen entscheidend die Bildung freier Radikale, Entzündungsreaktionen und auch Gefäßneubildungen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen dazu beitragen, Gefäßerkrankungen noch früher zu erkennen und Folgeerkrankungen wie einem Herzinfarkt gezielter präventiv begegnen zu können. Die eingeworbenen rund 210.000 Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren wollen die Wissenschaftler für Personal- und Verbrauchsmittel verwenden.

Das Forscherteam wird in diesem Projekt untersuchen, inwieweit Moleküle, die den Energieverbrauch der Zelle steuern, auch die Gefäßfunktion nachhaltig beeinflussen. "Dieser Zusammenhang erscheint sinnvoll, da im Falle schwindender Energiereserven vermehrt Nährstoffe über den Blutstrom zu den Zellen gelangen müssen, wozu u.a. eine ausreichende Weitstellung der Blutgefäße erforderlich ist. Die Zusammenhänge, die diese Steuerung ermöglichen, sind bislang jedoch noch unzureichend aufgeklärt", erläutern Kröller-Schön und Schulz.

Die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln ist auch ein Erfolg der Schwerpunktbildung der Universitätsmedizin Mainz. In diesem Rahmen gelang es dem Forschungsteam um Dr. Swenja Kröller-Schön und PD Dr. Eberhard Schulz bereits, für die angestrebte translationale Medizin wichtige Kooperationen zu etablieren. "Wir freuen uns, dass die DFG unsere Leistungen anerkennt und uns fördert. Mit der Fokussierung des Forschungsschwerpunkts Vaskuläre Prävention und der Einrichtung des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) haben wir, unterstützt auch durch die Stiftung Mainzer Herz, ein positives Umfeld für erfolgreiche Antragsstellungen geschaffen", so Prof. Dr. Thomas Münzel, Sprecher des Schwerpunkts Vaskuläre Prävention der Universitätsmedizin Mainz.