Lore Müller mit Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet

Ehrung für jahrzehntelanges Engagement in der Patientenversorgung

09.03.2015

PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR BILDUNG, WISSENSCHAFT, WEITERBILDUNG UND KULTUR

Für ihren unermüdlichen Einsatz für die Universitätsmedizin Mainz in der Patientenversorgung und für ihre Unterstützung von Angehörigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer der in Mainz lebenden Lore Müller die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. "Das jahrzehntelange Engagement von Lore Müller ist Ausdruck ihrer inneren Haltung, es ist der Ausdruck von Menschlichkeit und einem guten Miteinander. Die Menschen waren und sind ihr wichtig. Mit einem offenen Ohr, ihrem freundlichen und hilfsbereiten Wesen schafft Lore Müller es immer wieder, Patientinnen und Patienten sowie Angehörige in schwierigen Situationen zu unterstützen", würdigte Wissenschaftsministerin Vera Reiß die ehrenamtliche Patientenfürsprecherin während einer Feierstunde.

Seit fast einem halben Jahrhundert ist Lore Müller an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) tätig. Zunächst als Krankenschwester am Institut für Anästhesie. Hier war sie maßgeblich an Aufbau und Etablierung der Fachweiterbildung für Intensivmedizin beteiligt. Später wurde sie zur Pflegedienstleiterin der Neurologie, Radiologie, Nuklearmedizin und Hautklinik ernannt. Über ihr berufliches Wirken hinaus hat sich Lore Müller stets für die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Mainz eingesetzt. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit war sie drei Jahrzehnte lang Mitglied des Personalrates.

Als Mitglied des Klinikausschusses sowie des Aufsichtsrates setzte sich die Pflegedienstleiterin zudem in zwei tragenden Säulen der Organisation der Universitätsmedizin Mainz für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen sowie der Patientinnen und Patienten ein. Dabei war sie immer eine wichtige Ansprechpartnerin, die wie kaum ein anderes Mitglied die Universitätsmedizin Mainz und ihre Abläufe von innen kannte.

Trotz ihres Ruhestandes stellte Lore Müller ihr Wissen und ihre Berufserfahrung weiterhin in den Dienst der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen. Seit 2010 nimmt sie als Patientenfürsprecherin deren Anliegen, Beschwerden und Verbesserungsvorschläge entgegen, prüft sie und leitet sie weiter. Mit großem Einfühlungsvermögen vertritt sie diese und setzt sich bei Konflikten für ein gutes Miteinander in der Uniklinik ein. "Patientenfürsprecher sind ein Qualitätsmerkmal für jedes Krankenhaus. Für Sie, liebe Frau Müller, steht dabei das Patientenwohl immer im Vordergrund. Dank Ihrer Arbeit wird nicht nur die Universitätsmedizin Mainz in die Lage versetzt, auftretende Probleme frühzeitig zu lösen und Verbesserungen für den Behandlungsalltag abzuleiten. Patientinnen und Patienten finden bei Ihnen eine kompetente Ansprechpartnerin, die sie in schwierigen Situationen unterstützt. Dadurch leisten Sie einen hohen Beitrag zur Patientenzufriedenheit, was sich auch im Genesungsprozess widerspiegelt", unterstrich die Ministerin die Bedeutung dieses Ehrenamtes.

Über ihre Arbeit als Patientenfürsprecherin hinaus verfasst Lore Müller jährliche Erfahrungsberichte, die stets nachhaltige Wirkung auf das Handeln des Aufsichtsrates haben und zu konkreten Verbesserungen führen. "Die Universitätsmedizin Mainz verdankt Ihnen viel, liebe Frau Müller. Einige Menschen geben unserer Welt etwas Besonderes – einfach weil es sie gibt", sagte Vera Reiß zum Abschluss der Feierstunde und ergänzte: "Liebe Frau Müller, Sie gehören zu diesen Menschen. Die Landesverdienstmedaille soll heute Dank und Anerkennung für Ihre Verdienste sein."