Christof Niehrs in American Academy of Arts and Sciences aufgenommen

Gründungsdirektor des Instituts für Molekulare Biologie (IMB) zum ausländischen Ehrenmitglied ernannt

28.04.2016

Die Amerikanische Akademie der Künste und Wissenschaften (American Academy of Arts and Sciences), eine der ältesten und angesehensten Gelehrtengesellschaften der Welt, hat den Gründungsdirektor des Instituts für Molekulare Biologie (IMB), Prof. Dr. Christof Niehrs, zum ausländischen Ehrenmitglied ernannt.

Die Akademie beruft führende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um mit deren Wissen und Fähigkeiten den zentralen Herausforderungen der heutigen globalen Gesellschaft zu begegnen. Die Akademie agiert als wichtiger unabhängiger Berater von Entscheidungsträgern in Regierungen, der Wissenschaft und im Privatsektor und erreicht dieses Ziel durch Studien, Publikationen und Programme auf den verschiedenen Gebieten der Künste und der Wissenschaften. Gegenwärtig zählt die American Academy 4.600 Mitglieder und 600 ausländische Ehrenmitglieder, darunter die herausragendsten Gelehrten und Forscher weltweit. Namhafte ausländische Ehrenmitglieder in der Geschichte der Academy waren unter anderem Alexander von Humboldt, Charles Darwin und Werner Heisenberg.

"Es ist eine große Ehre für mich, dieser renommierten Gruppe an Gelehrten beitreten zu dürfen", freut sich Prof. Dr. Christof Niehrs, "und ich freue mich schon sehr darauf, an den Aktivitäten der Akademie teilzunehmen." Niehrs ist Gründungs- und wissenschaftlicher Direktor des IMB, das 2011 seine Pforten auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) geöffnet hat. Für seine Pionierforschung über die Mechanismen der frühen Embryonalentwicklung hat der Entwicklungsbiologe zahlreiche Ehrungen und Preise erhalten, unter anderem den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), den wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland. Zurzeit forscht er hauptsächlich auf zwei Gebieten, die sich beide damit beschäftigen, wie Zellen ihre Differenzierung regulieren und Krankheiten vermeiden: die Epigenetik der DNA-Methylierung und Signalwege des Wachstumsfaktors Wnt.

Als eines von 37 ausländischen Ehrenmitgliedern gehört Niehrs zu den 213 anerkannten Künstlern und Wissenschaftlern, die dieses Jahr zu Mitgliedern der American Academy gewählt wurden. Weitere Mitglieder des diesjährigen Jahrgangs sind Träger des Pulitzer-Preises und des Wolf-Preises, von MacArthur und Guggenheim Fellowships, des Grammy und des National Book Awards.

"Es ist eine Ehre, diesen neuen Jahrgang außergewöhnlicher Frauen und Männer als Mitglieder unserer namhaften Gesellschaft begrüßen zu dürfen", so Don Randel, Vorsitzender des Direktoriums der Akademie, in der Pressemitteilung der American Academy. "Ihre Wahl gibt uns die unschätzbare Möglichkeit, ihre Expertise und ihr Wissen in einige der wichtigsten Herausforderungen unserer Tage einzubringen. Wir freuen uns darauf, diese neuen Mitglieder in die Arbeit der Akademie mit einzubeziehen."

 

Das Institut für Molekulare Biologie (IMB) gGmbH

Das Institut für Molekulare Biologie gGmbH (IMB) ist ein Exzellenzzentrum der Lebenswissenschaften, das 2011 gegründet wurde. Die Forschung am IMB konzentriert sich auf drei topaktuelle Gebiete: Epigenetik, Entwicklungsbiologie und Genomstabilität. Das Institut ist ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und einer privaten Stiftung. Die Boehringer Ingelheim Stiftung hat 100 Millionen Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren bereitgestellt um die laufenden Kosten für die Forschung am IMB zu decken, das Land Rheinland-Pfalz noch einmal ca. 50 Millionen Euro für den Bau des hochmodernen Forschungsgebäudes auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Die Boehringer Ingelheim Stiftung

Die Boehringer Ingelheim Stiftung ist eine rechtlich selbstständige, gemeinnützige Stiftung und fördert die medizinische, biologische, chemische und pharmazeutische Wissenschaft. Eingerichtet wurde sie 1977 von Hubertus Liebrecht, einem Mitglied der Gesellschafterfamilie des Unternehmens Boehringer Ingelheim. Mit ihrem Perspektiven-Programm "Plus 3" und den "Exploration Grants" für selbstständige Nachwuchswissenschaftler fördert sie bundesweit exzellente unabhängige Nachwuchsforschergruppen. Sie dotiert den internationalen Heinrich-Wieland-Preis sowie Preise für Nachwuchswissenschaftler. Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert für zehn Jahre den wissenschaftlichen Betrieb des 2011 eingeweihten Instituts für Molekulare Biologie (IMB) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit 100 Millionen Euro. Seit 2013 fördert sie ebenfalls über zehn Jahre die Lebenswissenschaften an der JGU mit insgesamt 50 Millionen Euro.