Forschungskolleg "DI-GEST" der Hochschule Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gestartet

Drei Tandems aus Uni- und Hochschulprofessoren mit Doktorandinnen und Doktoranden arbeiten an aktuellen Fragestellungen zum digitalen Wandel

03.07.2020

Die Hochschule Mainz und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben im Beisein des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Prof. Dr. Konrad Wolf ihr neues Forschungskolleg "DI-GEST – Digitalisierung gestalten" gestartet. Das Forschungskolleg besteht aus drei Tandems aus Professoren und Doktorandinnen bzw. Doktoranden von JGU und Hochschule Mainz, die gemeinsam an Forschungsfragen rund um Theorien, Methoden und Werkzeuge des digitalen Wandels arbeiten. Im Rahmen des Forschungskollegs streben insgesamt sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Wirtschaftswissenschaften der beiden Bildungseinrichtungen eine Promotion an. Dabei richten die Forschungstandems ihre jeweils unterschiedlichen Blickwinkel auf die gemeinschaftlichen Themenfelder "Erkennen und Erproben von digitalen Technologien und Trends", "Einsatz künstlicher Intelligenz für betriebliche Probleme" und "Veränderung von Kunden und Unternehmen durch digitale Medien" und ihre methodische Herangehensweise. Die drei Doktorandinnen und drei Doktoranden werden sowohl von den JGU-Professoren Prof. Dr. Franz Rothlauf (Projektleitung JGU), Prof. Dr. Oliver Emrich und Prof. Dr. Andranik Tumasjan als auch den Hochschulprofessoren Prof. Dr. Gunther Piller (Projektleitung Hochschule Mainz), Prof. Dr. Oliver Mauroner und Prof. Dr. Sven Pagel betreut.

"Das Forschungskolleg stärkt die Forschungskooperation zwischen Hochschulen und Universitäten. Insbesondere die gemeinsame Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses möchten wir als Land fördern. Dafür ist die kooperative Promotion der richtige Weg für Rheinland-Pfalz. Das neue Forschungskolleg setzt auf hochaktuelle Fragestellungen im Hinblick auf die Chancen und Risiken neuer digitaler Technologien und deren Anwendungsformen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Ein Arbeitsfeld mit großer gesellschaftlicher Relevanz, bei der wir schon gespannt auf die Ergebnisse der Forschungsgruppen und Qualifikationsarbeiten sein dürfen", betont Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

Die Präsidentin der Hochschule Mainz, Prof. Dr. Susanne Weissman, befürwortet die Kooperation der beiden Bildungsstätten sehr: "Vernetzung ist das Gebot der Stunde, denn wir brauchen alle kluge Köpfe, wenn es um Innovationsschöpfungen geht", betont sie. Auch der JGU-Vizepräsident Prof. Dr. Stefan Müller-Stach begrüßt die neu geschaffene Struktur des Forschungskollegs: "Diese ermöglicht einerseits die Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses in einen übergreifenden Forschungszusammenhang zwischen Universität und Hochschule für angewandte Wissenschaft und eröffnet andererseits den hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, gemeinsam die Promotion durchzuführen."

Das Forschungskolleg, das federführend vom Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Mainz im Verbund mit der JGU durchgeführt wird, wird vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) Rheinland-Pfalz und den beiden beteiligten Bildungseinrichtungen gemeinschaftlich mit einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. "Mit dem Forschungskolleg im Rahmen der Förderinitiative des MWWK zur Förderung kooperativer Promotionen wird ein Rahmen geschaffen, um das fachwissenschaftliche Spektrum der Arbeitsgruppen zu erweitern und um auch künftig drittmittelfinanzierte Forschung zielgerichtet auf den Weg zu bringen", so Prof. Dr. Susanne Weissman.