Auszeichnung der Germanistischen Institutspartnerschaft zwischen Mainz/Germersheim und Wolgograd

Aufnahme in die offizielle Projektliste des Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft

01.10.2020

Die seit 2013 durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) zwischen dem Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik des in Germersheim ansässigen Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem Institut für Philologie und Interkulturelle Kommunikation der Staatlichen Universität Wolgograd in Russland ist im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft in die offizielle Projektliste der Hochschulkooperationen aufgenommen worden. Damit werden Projekte ausgezeichnet, die einen nachhaltigen Beitrag zur Lehr- und Wissenschaftskooperation beider Länder leisten. Das Deutsch-Russische Themenjahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018-2020 wurde im Dezember 2018 durch Bundesaußenminister Heiko Maas und seinen russischen Amtskollegen Sergej W. Lawrow eröffnet und wird auf deutscher Seite durch den DAAD koordiniert.

Die Kooperation zwischen dem FTSK und der Staatlichen Universität Wolgograd umfasst bislang über 90 Studien- und Forschungsaufenthalte von Studierenden, Promovierenden und Dozierenden. Konkrete Ergebnisse der gemeinsamen Lehr- und Forschungsprojekte sind etwa der deutsch-russische Reiseführer "Spaziergänge durch Wolgograd", das fünfsprachige Touristikportal "Reiseland Wolgograd" sowie ein kompetenzorientiertes Übersetzungslehrbuch Tourismus. In einem aktuellen Projekt werden Germersheimer translationswissenschaftliche Grundlagentexte erstmals ins Russische übersetzt und publiziert. Damit soll ein bedeutender Beitrag zum Wissenstransfer geleistet werden. Beteiligt daran sind neben der JGU und der Staatlichen Universität Wolgograd fünf weitere Partner in Russland.

"Bei all unseren Projekten sind Studierende beteiligt, die hier neben interkultureller auch praktische Erfahrung sammeln. Uns ist es wichtig, auf Augenhöhe zu arbeiten und die jeweiligen Stärken aller Partner zum gemeinsamen Vorteil zu nutzen", betont Dr. Stephan Walter vom Arbeitsbereich Interkulturelle Germanistik des FTSK als GIP-Leiter auf deutscher Seite. "Schwerpunkt im Jahr 2020 war bislang die Nutzung digitaler Lehrformen, es haben verschiedene Online-Vorlesungen und sogar modular verankerter Übersetzungsunterricht stattgefunden. Bei zukünftigen Kooperationsprojekten sehen wir Wolgograd als Fortbildungszentrum für Translationsdidaktik für andere russische Hochschulen, mit digitalen Formaten und hoffentlich bald auch wieder persönlichen Begegnungen."